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2005-07-06 16:20:23 - ks
DPWM: Niederländische Jagdsaison

Schläppi entschied bis dato alle Rennen für sich
Zur Saisonhalbzeit zeigt sich in allen Divisionen der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft, wer Jäger und wer Gejagter ist. Die Division 1 wird dominiert vom Schweizer Mathias Schläppi, der mit seinem MG ZS bislang alle Läufe für sich entscheiden konnte, wobei die Abstände im Laufe der Saison immer geringer und die Fights mit den Konkurrenten immer härter wurden.

Wesentlich knapper geht es in der Division 2 für 1600-ccm-Fahrzeuge zu: Citroën-Saxo-Pilot Thomas Mühlenz (Bergisch Gladbach), bislang einziger Pilot mit drei Laufsiegen, liegt mit 52 Punkten vor seinen Markenkollegen Guido Thierfelder (Troisdorf, 45 Punkte) und Tobias Pfister (Freiburg, 44 Zähler). In der Diesel-Division 3 gibt es zwei Piloten, die sich fest an der Tabellenspitze etabliert haben. Der Heilbronner Roland Hertner führt nach drei Siegen mit 58 Zählern vor dem Burscheider Markus Lungstrass, der es auf 48 Punkte bringt. So müssen ab Saisonmitte im niederländischen Assen die Verfolger in allen Divisionen an Tempo zulegen, wenn sie bei der Titelvergabe noch ein Wörtchen mitreden wollen.

Sascha Plöderl startet für den Rest der Saison im Ford Focus ST
Allerdings ist selbst Seriensieger Mathias Schläppi an der Spitze der Division 1 alles andere als ungefährdet. Beim vergangenen Lauf am Sachsenring machten die beiden Ford Focus von Wolfgang Treml und Karl-Heinz Matzinger dem MG-Piloten das Leben schwer. Dank hervorragender Starts katapultierten sich die beiden Ford-Fahrer jeweils in die Spitzengruppe des Feldes, während Schläppi erst gegen Ende der Renndistanz an den beiden TWRacing-Focus vorbeiziehen konnte. In Assen stößt nun auch noch Sascha Plöderl zum Feld der Produktionswagen. Der Österreicher hatte bereits bei einem Start in Hockenheim sein Können gezeigt und wird nun den Rest der Saison 2005 auf einem Ford Focus von RS Line IPZ Racing in der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft bestreiten. Plöderl gibt sich zuversichtlich: „Nach meinem Rennen in Hockenheim und Testfahrten in der vergangenen Woche auf dem Eurospeedway Lausitz bin ich guter Dinge, dass wir mit dem neuen Ford Focus ganz vorne mithalten können, zumal mir der Kurs in Assen liegt, ich mag diese ultraschnellen Kurvenkombinationen.“ „Da war Sascha tatsächlich schon im vergangenen Jahr flott unterwegs“, erinnert sich Mathias Schläppi, der wie Plöderl 2004 noch im Renault Clio Cup aktiv war. „Aber ich mag die Strecke ebenso. Das wird sicher ein spaßiges Rennen. Ich habe mit Sascha telefoniert. Dabei hat er mir erzählt, dass er neben den Tests mit dem Auto auch seinen Körper fit macht. Seitdem trainiere ich selbst noch härter – schließlich kann das für die heißen Rennen im Sommer nicht schaden.“

Mühlenz und Thierfelder etablieren sich an der Spitze der Division 2
„Alle jagen Mühlenz“, heißt die Devise in der Division für 1600er Fahrzeuge. Der Bergisch-Gladbacher siegte mit seinem Citroën Saxo VTS jeweils einmal in Oschersleben, Hockenheim und auf dem Sachsenring. Sein ärgster Verfolger, Guido Thierfelder, hat zwar noch keinen Laufsieg auf dem Konto, allerdings auch noch keinen Nuller. „Einen Ausfall kann man sich eigentlich fast nicht erlauben“, erklärt der Rheinländer, der sich bereits auf die Strecke in Assen freut: „Ich kenne Assen noch aus meiner Zeit im Saxo-Cup. Da haben mir die flüssig zu fahrenden Kurven immer sehr gelegen. Der Kurs ist wirklich schön angelegt und hat als Motorradrennstrecke extrem flache Kerbs.“

Lungstrass will in Assen Diesel-Tabellenführer Hertner attaktieren
Der Frontrunner der Diesel-Division, Roland Hertner (Heilbronn), spürt schon seit Saisonbeginn den Atem seines Verfolgers im Nacken. Markus Lugstrass heißt der Jäger, der sich für das Rennen auf dem niederländischen TT-Circuit viel vorgenommen hat: „Wir waren alle noch nicht in Assen, da sind die Chancen für alle Fahrer gleich“, weiß der Burscheider. „Ich will unbedingt Punkte gutmachen, vor allem weil es nach Änderungen am Fahrwerk bei mir ganz hervorragend läuft.“ Ob die schnelle Strecke in Assen Lungstrass’ Alfa 147 JTD, der über das aktuelle Aerodynamik-Kit verfügt, entgegenkommt, wird sich wohl erst vor Ort zeigen. „Ich bin da zuversichtlich. Wir werden die Flügel ganz flach stellen, dann sollte das schon klappen.“
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