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2005-07-03 16:48:04 - ks
VLN: Manthey-Racing meldet sich an der Spitze zurück

Lucas Luhr und Michael Jacobs fuhren den Manthey-Porsche zum ersten Sieg des Jahres
Mit einem Gesamtsieg vor rund 25.000 Zuschauern hat sich die Mannschaft von Teamchef Olaf Manthey in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zurückgemeldet. Lucas Luhr (Monaco) und Michael Jacobs (Roedken) wurden nach 23 gefahrenen Runden im Porsche GT3 MR als Sieger des 45. ADAC-Reinoldus Langstreckenrennens gewertet. Zweite hinter den Lokalmatadoren aus Meuspath am Nürburgring wurden Jürgen Alzen (Betzdorf) und Heinz Remmen (Finnentrop) im Porsche 996 Turbo vor den drittplattierten Hermann Tilke (Aachen) und Dirk Adorf (Hennef) im Jaguar V8STAR. Das auf vier Stunden angesetzte Langstreckenrennen wurde rund 20 Minuten vor dem Ende wegen eines Unfalls abgebrochen.

Am Streckenabschnitt „Quiddelbacher Höhe“ waren bei einsetzendem Regen neun Fahrzeuge kollidiert und blockierten die Strecke. Glücklicherweise gab es nur Blechschäden - alle beteiligten Fahrer blieben unverletzt. „Da die Unfallstelle nur schlecht einsehbar war, haben wir das Rennen aus Sicherheitsgründen vorzeitig mit der roten Flagge beendet“, erklärte Rennleiter Horst Golombeck. „Zum Zeitpunkt des Abbruchs war eine ausreichende Distanz absolviert um das Rennen voll zu werten.“ Die Wertung erfolgte nach 23 gefahrenen Runden - zu diesem Zeitpunkt hatten Luhr / Jacobs einen Vorsprung von 5:21.008 Minuten auf Alzen / Remmen.

Der vierte Lauf des Jahres begann, nach einem Regenschauer unmittelbar vor dem Start, hektisch. Viele Fahrzeuge aus der Spitzengruppe waren auf Regenreifen ins Rennen gegangen. Die abtrocknende Strecke sorgte in der Anfangsphase für viele Positionswechsel. Der Trainingsschnellste Dirk Adorf übernahm im Jaguar V8STAR zunächst die Führung, musste den von Startplatz acht nach vorne stürmenden Lucas Luhr aber am Ende der ersten Runde passieren lassen und blieb in Schlagdistanz zum Manthey-Porsche. Erst nach fünf Runden wechselten die beiden Führenden auf Slick-Reifen - zu spät, wie sich zeigen sollte. Marc Basseng (Köln) hatte sich früh für Trockenreifen entschieden und erkämpfte sich im Bilstein-Porsche mit schnellen Rundenzeiten Platz eins. Über weite Strecken sahen die beiden Fahrer von Land-Motorsport wie die sicheren Sieger aus. Nach einem Unfall von Marc Lieb (Ludwigsburg) in Runde 22 blieb dem Team die Chance auf einen dritten Gesamtsieg in Folge verwehrt.

Luhr übernahm die Führung kampflos. „Ich hätte Marc gerne auf der Strecke überholt, denn ich war während meines Schlussturns klar der Schnellere“, so der Wahl-Monegasse. „Unser Auto ist nach einem Totalschaden im Vorfeld des letzten Rennens erst am Freitagabend fertig geworden, das Zeittraining am Morgen war unser Roll-out. Der Porsche lief im Rennen völlig problemlos und das Manthey-Team hat hervorragende Arbeit geleistet. Es ist immer wieder schön am Nürburgring einen Sieg zu feiern.“

Glück im Unglück hatten die Zweitplatzierten: Jürgen Alzen und Heinz Remmen im Porsche 996 Turbo. Alzen fuhr den Schlussturn und leistete sich auf nasser Fahrbahn einen Dreher im Schwedenkreuz, bei dem der Porsche sowohl an der Front- als auch an der Heckpartie beschädigt wurde. „Meinen ersten Turn habe ich vollkommen vergeigt“, gab der Betzdorfer selbstkritisch zu Protokoll. „Ich war einfach nicht ganz bei der Sache. Am Ende lief es, bis zu meinem Unfall, perfekt. Zum Glück ist unser Fahrzeug nicht sehr stark beschädigt und wir wurden, dank des Rennabbruchs, noch auf Platz zwei gewertet.“

Der Sieg im Honda Civic Type-R-Cup ging an Ralph-Peter Rink (Frankfurt) und Andreas Weiland (Bad Vilbel). Nach Problemen beim ersten Boxenstopp holten beide Fahrer mit einer fulminanten Aufholjagd einen Rückstand von rund einer Minute auf und gewannen am Ende mit 2,368 Sekunden Vorsprung vor Norbert Bermes (Willich) und Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich). Schnellste des Honda S2000-Cups waren erneut Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg Odt).


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