Trotz der vom Reglement auferlegten Handicaps macht der Audi R8 auch bei seinem sechsten und letzten Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans eine gute Figur. Audi Werksfahrer Allan McNish (Team ADT Champion Racing) fuhr im Qualifying am Donnerstagabend kurz nach 22 Uhr die drittschnellste Zeit. Damit startet der beste R8 beim Rennen am Samstag aus der zweiten Reihe hinter den beiden Pescarolo-Judd von Collard/Boullion/Comas und Loeb/Helary/Ayari. Formel 1-Testfahrer Franck Montagny sicherte dem Audi PlayStation Team ORECA beim ersten Einsatz mit einem Audi in Le Mans den fünften Startplatz. Der zweite "amerikanische" R8 geht aus der vierten Reihe ins Rennen.
Regenfälle am Mittwoch sorgten dafür, dass sich die Startaufstellung für die 73. Auflage des französischen Langstreckenklassikers erst im Abschlusstraining am Donnerstagabend entschied. Obwohl alle drei Audi R8 bereits mit den Motoren bestückt waren, die im Rennen zum Einsatz kommen, verlor Allan McNish auf der 13,650 Kilometer langen Strecke lediglich 3,080 Sekunden auf die Pole Position – und damit weniger als erwartet. Beim Vortraining vor zwei Wochen waren die schnellsten Sportwagen der neuesten Generation, die Reglement-bedingt mit wesentlich mehr Motorleistung starten dürfen, noch fast sechs Sekunden schneller.
Weil sie sich aufgrund der Handicaps keine Chance auf die erste Startreihe ausrechneten und ihre Chance über die 24-Stunden-Distanz sehen, konzentrierten sich die Audi Teams im Qualifying ganz auf die Abstimmung für das Rennen, das am Samstag um 16 Uhr gestartet wird. Nachdem schon beim Abschlusstraining extrem viele Zuschauer an der Strecke waren, erwarten die Organisatoren am Wochenende eine Rekordkulisse. Die Audi Teams müssen sich zudem auf eine ähnliche Hitzeschlacht wie zuletzt im Jahr 2002 einstellen: Für Samstag und Sonntag sind in der Region Sarthe Temperaturen um die 30 Grad vorhergesagt. Eurosport überträgt fast zehn Stunden live aus Le Mans.