CHC: Über 90 Nennungen für die Ardennen-Achterbahn
Zum dritten Mal in Spa zu Gast: Der Castrol-HAUGG-Cup
Eau Rouge und Blanchimont, Friterie und Praliné, beleuchtete Autobahnen und Lüttich-Bastogne-Lüttich: Unser belgisches Nachbarland hat einiges zu bieten. Auch am übernächsten Wochenende, wenn der Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ auf dem Formel-1-Kurs von Spa-Francorchamps seinen dritten Wertungslauf in Angriff nimmt.
Auf Michael Schumachers Lieblingsrennstrecke stehen für die CHC-Teams 34 Runden (MLT: 15) á 6,968 Kilometer auf dem Programm. „Mit über 90 Nennungen haben wir unser bisher bestes Ergebnis für Spa erreicht“, freut sich CHC-Leiter Willi Hillebrand aus Finnentrop über das große Interesse. „Die belgische Ardennen-Achterbahn ist nun einmal nach der Nürburgring-Nordschleife die interessanteste Rennstrecke der Welt. Die Organisation einer Veranstaltung im Ausland ist zwar mit einem hohen Aufwand verbunden, aber wenn dann die Teilnehmerzahlen so hoch sind, lohnt sich wenigstens die ganze Arbeit.“
Im Vorjahr feierte Matthias Holle aus Diez im Edgar Dören-Porsche den Gesamtsieg. Eine Wiederholung scheint heuer kaum möglich, denn Holle pilotiert dieses Mal einen Honda S 2000 bei den Specials bis 2000 ccm. Hochmotiviert reisen Hans-Rolf und Sascha Salzer in die Ardennen. Nachdem das Vater-Sohn-Team im jüngsten ADAC-24h-Rennen beim sechsten Start den größten Erfolg feierte, soll ihn Spa die Erfolgsserie weitergehen. Denn in Spa werden die ersten drei der Gesamtwertung auf dem F1-Siegerpodest geehrt, und das gibt es halt nur einmal im Jahr!
Hans-Rolf Salzer bringt wie gewohnt den Harosa-BMW M3 E36 an den Start, Sohn Sascha die ältere Baureihe E30 von der Jagd zweimal rund um die Uhr. Nach dem Ausfall beim letzten CHC-Lauf, als Jochen Krumbach nach einem kleinen Fehler den Ölkühler beschädigte, ist zusammen mit Wilhelm Dohmen jetzt wieder eine Top-Platzierung angepeilt. Die Porsche-Fraktion wird angeführt von Christian Rumland, Peter Festl/Karl-Heinz Heger (beide im 996 GT3) sowie Marcel Krichel im 968.
Die wechselnden Witterungsbedingungen kamen beim CHC-Lauf im Rahmen der ADAC-24 Stunden André Krumbach sehr entgegen. Jochens Bruder kam am Steuer des Gruppe N-Honda Civic Type-R so zu einem vielumjubelten und seinem ersten Gesamtsieg. André Krumbach: „In Spa brauchst Du richtig Power, so daß ich dort mit dem Zweiliter-Honda diesen Husarenstreich nicht wiederholen kann. Aber vielleicht regnet es …“ Als Tabellenführer reisen Udo Wachsmuth und Bastian Krause mit dem Escher-VW Golf GTi an. Im Vorjahr landeten die beiden in Spa ihren einzigen Saisonsieg. Vielleicht ein gutes Omen für dieses Jahr, um die Spitze weiter zu verteidigen.