 |
PCWRC: Arai mit hauchdünnen 1,6 Sekunden

|
 |
Subaru (im Bild Ligato) dominierte in der Türkei |
 |
 |
 |
 |
| Bei der Rallye Türkei fiel in der Production-Car-World-Rally-Championship (PCWRC) sprichwörtlich erst auf den letzten Metern die Entscheidung über den Sieg: Nach 18 Wertungsprüfungen hatte Toshihiro Arai schließlich 1,6 (!) Sekunden Vorsprung auf seinen Markenkollegen Marcos Ligato vom Subaru Rally Team Argentina. Nasse Al-Attiyah sorgte als dritter für den totalen Triumph der Marke mit den sechs Sternen.
Arai hatte mit der Bestzeit in Wertungsprüfung zwei (WP 1 war abgesagt worden) die Führung übernommen und bis zur siebten WP auch verteidigt. In WP acht kostete ein Reifenschaden über drei Minuten und der Japaner fiel weit zurück. Ligato übernahm die Spitze. Dank kluger und materialschonender Fahrweise blieb der Argentinier bis zur letzten Prüfung auch vorne. Und das ohne eine Bestzeit, die sich Arai, Xavier Pons, Mark Higgins und Fumio Nutahara teilten.
Vor den beiden Prüfungen der letzten Etappe führte Ligato mit 24,4 Sekunden auf Higgins, 31,0 auf Al-Attiyah und 40,3 auf Arai. Der Japaner kündigte für den letzten Tag die „maximale Attacke“ an und sorgte sicherlich für unruhigen Schlaf bei den vor ihm Platzierten.
In der heutigen Auftaktprüfung (WP 17) inhalierte Arai Al-Attiyah, der 18,4 Sekunden langsamer war. Vor der letzten - und mit 33,30 Kilometern auch längsten Prüfung der Rallye – führte Ligato mit 12,4 Sekunden vor Higgins und 14,7 vor Arai. Der Japaner setzte erneut die Bestzeit und knöpfte dem Argentinier 16,3 Sekunden ab, 1,6 mehr als nötig! Tragischer Held war der Brite Higgins, der auf Grund von technischen Problemen über 43 Minuten einbüßte und hoffnungslos zurückfiel.
Die beiden Red Bull-Junioren Andreas Aigner und Quirin Müller sahen nicht das Ziel. Nach dem gestrigen Ausfall von Aigner/Gottschalk (Unfall WP 10), kam heute das Aus für Müller/Müller kurz vor der Zieldurchfahrt. Der junge Deutsche prallte dabei fünf Kilometer vor dem Ende frontal gegen einen Baum. Fahrer und Beifahrer blieben dabei unverletzt.
"So ein Pech", ärgerte sich Müller. "Ich habe bei einem Abzweig versucht, das Auto anzustellen, dabei brach mir aber das Heck aus und wir krachten frontal in einen Baum. Wir sind aber gottlob unverletzt geblieben. Dennoch bin ich jetzt enttäuscht, nicht ins Ziel gekommen zu sein. Aber ich habe sicherlich wieder viel gelernt und das werden wir jetzt Stück für Stück umsetzen."
Teamchef Raimund Baumschlager meinte: "So gut die beiden Junioren auf Zypern waren – in der Türkei haben wir unsere Ziele verfehlt. Vor allem für Andreas Aigner ein Rückstand, der psychologisch vielleicht gar nicht so schlecht ist. Quirin war konstant und gut unterwegs, er hätte sich eine Zielankunft verdient."
Gruppe N-Klassement nach 18 Wertungsprüfungen:
1. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) 4:45.30,6 Stunden
2. Ligato/Garcia (Subaru Impreza) + 1,6 Sekunden
3. Al-Attiyah/Patterson (Subaru Impreza) + 1.24,3 Minuten
4. Pons/Julia (Mitsubishi Lancer) + 1.29,0 Min.
5. Al-Wahaibi/Senior (Subaru Impreza) + 7.52,7 Min.
6. Teiskonen/Teiskonen (Subaru Impreza) + 8.30,1 Min.
7. Beltran/Galindo (Subaru Impreza) + 10.19,5 Min.
8. Tirabassi/Baumel (Subaru Impreza) + 11.54,9 Min.
9. Villagra/Villagra (Mitsubishi Lancer) + 13.19,4 Min.
10. Al Martoum/Ghaziri* (Subaru Impreza) + 14.34,7 Min.
*= nicht eingeschrieben in PCWRC
PCWRC-Bestzeiten:
Arai 7; Pons 6; Higgins und Nutahara je 2.
Stand in der PCWRC:
1. Arai 30; 2. Pons und Ligato 20; 4. Al-Attiyah 15; 5. Tirabassi 11; 6. Beltran 10; 7. Nutahara 9; 8. Medeghini 8; 9. Frisiero 6; 10. Pozzo und Al Wahaibi je 5; 12. Singh und Villagra je 4; 13. Errani und Teiskonen je 3.
Verwandte News: Vierter Sieg in Folge für Loeb Galli fällt zurück Loeb vorne, Sainz stark |  |