Loeb stellte auch in der Türkei die Konkurrenz in den Schatten
Sebastien Loebs Dominanz ist schon fast erdrückend: Mit seinem vierten Sieg in Folge – und dem fünften bei sieben Rallies insgesamt - baute der Franzose seinen Vorsprung in der WM weiter aus. Nach 18 Wertungsprüfungen bei der Rallye Türkei hatte der Citroen-Pilot fast eine Minute Vorsprung auf Petter Solberg im Subaru Impreza. Mit weiteren 16 Sekunden folgte Marcus Grönholm im Peugeot 307.
Zwar knöpfte Petter Solberg auf den beiden heutigen Prüfungen Loeb jeweils knapp neun Sekunden ab, doch der seit der ersten Etappe existierende Vorsprung war nicht mehr einzuholen. „Ich bin heute nur so schnell gefahren wie ich musste“, gab Loeb dann auf der Zielrampe zu. „Ich wollte nichts Unnötiges mehr riskieren.“ Für Solberg hingegen gab es heute nur „Attacke“: „Platz zwei sollte es mindestens sein. Leider waren am ersten Tag unsere Reifen einfach falsch.“ Grönholm wollte vor allem Punkte für sich und die Hersteller-Wertung sichern. "Klar hätte ich gerne um den Sieg gekämpft. Aber mehr war einfach nicht drin", so der Finne. "Heute wollte ich kein Risiko mehr eingehen und wichtige Punkte für Peugeot sammeln."
Bei seinem „Einmal-Comeback“ erreichte Carlos Sainz das, was man von ihm bei Citroen erwartet hatte: Möglichst viele Punkte für die Hersteller-Wertung. Mit Rang vier und fünf Punkten wurden es vermeintlich sogar mehr als gehofft und jetzt interessiert natürlich die Frage, wer in drei Wochen in Griechenland neben Loeb im zweiten Citroen sitzt. Dieses konnte oder wollte Citroen-Sportchef Guy Frequelin in der Türkei aber nicht beantworten.
Markko Märtin (Peugeot) und Toni Gardemeister (Ford) fuhren wie in den sechs Läufen zuvor in die Punkteränge. Und mit Platz sieben schaffte dieses auch Roman Kresta im zweiten Ford zum dritten Mal in Folge, nachdem der Tscheche zu Saisonbeginn gemeinsam mit dem damaligen Citroen-Stammfahrer Froncois Duval zu den Bruchpiloten zählte.
Im besten Mitsubishi sah Gianluigi Galli immerhin noch als achter die Zielrampe. Seine grossartige Leistung mit zwischenzeitlicher Führung und zwei Bestzeiten hätte gut und gerne auf dem Podest enden können, hätte nicht am Samstagmorgen ein gelöster Schlauch vom Turbolader mehr als sieben Minuten gekostet. Anthony Warmbold verpasste als neunter WM-Punkte, Harri Rovanperä, nach gebrochener Radaufhängung am ersten Tag bereits draussen, Dank SuperRally-System dann wieder dabei, wurde zehnter.
Gesamtklassement nach 18 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 4:21.48,0 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 59,6 Sekunden
3. Grönholm/ Rautiainen (Peugeot 307/P) + 1.15,3 Minuten
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara/M) + 4.17,9 Min.
5. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 5.57,2 Min.
6. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 8.07,3 Min.
7. Kresta/Mozny (Ford Focus/M) + 8.48,3 Min.
8. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 9.28,9 Min.
9. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 11.26,7 Min.
10. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 13.51,4 Min.
11. H.Solberg/Menkerud (Ford Focus/M) + 16.40,9 Min.
12. Vovos/Ero (Subaru Impreza/P) + 18.41,6 Min.
13. Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) + 20.35,0 Min.