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2005-05-31 22:13:40 - ju
WRC: Petter und Pirelli wieder siegfähig?

Die Reifen werden einen entscheidenden Anteil am Erfolg haben
Mit seinen drei Siegen in Folge in Neuseeland, Sardinien und Zypern hat sich Weltmeister Sebastien Loeb zunächst einmal von der Konkurrenz abgesetzt. Ein weiterer Erfolg am kommenden Wochenende in der Türkei und die Weltmeisterschaft droht langweilig zu werden. Auch Petter Solberg, selten um einen Spruch verlegen und zu Saisonbeginn optimistisch, heuer zehn Rallies zu gewinnen, ist merklich ruhiger geworden. „Zumindest das Problem mit den Wasserdurchfahrten haben wir gelöst“, hofft der Norweger. Im Vorjahr waren die Subaru Impreza bei Wasserdurchfahrt mehrfach „abgesoffen“.

Die Reifen werden auch beim zweiten Schotterlauf rund um das Mittelmeer wieder einen entscheidenden Anteil am Erfolg haben. Nach den letzten Läufen schienen die Michelins auf Loebs Citroen einen Vorteil zu haben. Subaru-Pirelli-Pilot Solberg und Reifenmarkenkollegen Marcus Grönholm (Peugeot) sind optimistisch. Solberg: „Pirelli wird die richtige Mischung dabei haben, da mache ich mir keine Sorgen.“

Optimismus pur hingegen bei Michelin nach den jüngsten Erfolgen. Auch am Bosporus setzen die Franzosen wieder auf die jüngste Fortentwicklung „Z BTO“. Obwohl dieser Reifen bislang ungeschlagen blieb, warnt Aimé Chatard, Leiter der Michelin-Rallye-Aktivitäten, vor übertriebenem Optimismus: „Die Art und Weise, wie Sébastien auf Zypern dominieren konnte, lässt uns natürlich etwas zuversichtlicher in die Türkei reisen“, so der Franzose.

Mit Citroën, Ford und Skoda haben sich alle drei Werkspartner von Michelin für den neuen Z BTO entschieden, den der französische Reifenhersteller mit unterschiedlichen Laufflächenmischungen zur Verfügung stellt. Testfahrten vor Ort waren im Vorfeld dieses WM-Laufs nicht erlaubt, da die Rallye Türkei zu den außereuropäischen Veranstaltungen gezählt wird. Bereits am 25. Mai mussten alle Fahrer jene 75 einzeln markierten Pneus bei der Motorsporthoheit FIA nominieren, von denen sie nicht mehr als 45 Rundlinge einsetzen dürfen

Nach vier Loeb- und zwei Solberg-Triumphen hofft Grönholm auf den ersten Saisonerfolg. Und vor allem, daß sein Motor wie auf Zypern nicht schon auf der ersten Prüfung kollabiert. Mit 26 Punkten rangiert der finnische Doppelweltmeister derzeit nur auf fünf in der Tabelle. Teamkollege Markko Märtin und Fords Speerspitze Toni Gardmeister, beide haben als einzige bislang bei allen Events gepunktet, liegen wie Solberg und Loeb noch davor.

Für ein einmaliges Gastspiel kehrt Carlos Sainz in die Rallye-WM zurück und lenkt neben Loeb den zweiten Xsara. "Ich hoffe doch, dass sieben Monate Pause mich nicht davon abhalten werden, eine gute Leistung zu bringen. Wir haben ein sehr gutes Auto und das hilft. Aber wie ich schon sagte, ich will hundert Prozent geben und bin dort, damit ich dem Team helfen kann und möchte meinen Job so gut wie möglich erledigen." Vor allem an 2003 hat der Spanier noch gute Erinnerungen: „Damals holten wir dort für den Citroen Xsara den ersten Schottersieg.“ Nach der Freistellung des belgischen Bruchpiloten Francois Duval halten sich übrigens hartnäckig Gerüchte, Colin McRae würde zu Citroen zurückkehren.

Die wichtigsten Starter im Überblick:
WRC: 1 Sébastien Loeb, 2 Carlos Sainz (beide Citroën Xsara), 3 Toni Gardemeister, 4 Roman Kresta (beide Ford Focus), 5 Petter Solberg, 6 Chris Atkinson (beide Subaru Impreza), 7 Marcus Grönholm, 8 Markko Märtin (beide Peugeot 307), 9 Harri Rovanperä, 10 Gianluigi Galli (beide Mitsubishi Lancer), 11 Armin Schwarz, 12 Janne Tuohino (beide Skoda Fabia), 14 Anthony Warmbold, 15 Henning Solberg (beide Ford Focus), 16 Daniel Carlsson, 19 Tobias Johansson (beide Subaru Impreza)

Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb 45; 2. P. Solberg und Märtin je 34; 4. Gardemeister 28; 5. Grönholm je 26; 6. Rovanperä 13; 7. Stohl 11; 8. H. Solberg 9; 9. Kresta 8; 10. Panizzi 7; 11. Duval 5; 12. Warmbold und Carlsson je 4; 14. Galli 3; 15. Atkinson 2; 16. Pykälistö 1.

Stand in der Marken-WM:
1. Peugeot 62; 2. Citroën 53; 3. Ford 44; 4. Subaru 39; 5. Mitsubishi 29; 6. Skoda 7.

Stand in der PCWRC:
1. Arai 20; 2. Pons 15; 3. Ligato 12; 4. Tirabassi 10; 5. Nutahara und Al-Attiyah je 9; 7. Medeghini und Beltran je 8; 9. Frisiero 6; 10. Pozzo 5; 11. Singh und Villagra je 4; 13. Errani 3; 14. Al Wahaibi 1.
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