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2005-05-23 22:11:51 - ks
DPWM: Zwei Siege für MG-Pilot Schläppi in Hockenheim

Es war das Wochenende des Mathias Schläppi – wieder einmal
Es war das Wochenende des Mathias Schläppi – wieder einmal. Der Schweizer dominierte das Training und beide Rennen beim dritten Lauf der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft auf dem Hockenheimring. Pole-Position, zwei Laufsiege und zweimal die schnellste Rennrunde stehen in der Bilanz des MG-Piloten. Lediglich zu Beginn des zweiten Laufs konnte ein Österreicher den Seriensieger der Saison gefährden. Sascha Plöderl erwischte mit seinem Ford Focus ST einen hervorragenden Start und konnte Schläppi und seinen Teamkollegen im Maurer-Team, Rainer Bastuck (Lebach), hinter sich lassen. Doch nach fünf Runden musste Plöderl sich mit nachlassenden Reifen geschlagen geben – kein Problem für den Gaststarter, der sich am Wochenende vor allem auf den kommenden Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, die nach dem gleichen Reglement ausgetragen wird, vorbereiten wollte: „Wir haben in Hockenheim einige Teile ausprobiert, die tatsächlich auch hervorragend funktioniert haben. Aber nach so guten Ergebnissen würde ich natürlich gerne wiederkommen.“

Mathias Schläppi zollte dem Gaststarter Respekt: „Er konnte das Tempo am Anfang des zweiten Laufs bestimmen. Ich musste trotzdem versuchen, an ihm vorbeizukommen, denn mein MG-Teamkollege hat von hinten ganz schön Druck gemacht.“ Der Angesprochene, Rainer Bastuck, ergänzt: „Sascha Plöderl war im Ford an der Spitze auf Anhieb mit dabei – der Fight auch schon im ersten Lauf hat großen Spaß gemacht. Es war ein tolles Rennen für mich, allerdings waren die durch die kurze Strecke bedingten vielen Überrundungsmanöver ganz schön viel Arbeit.“ Sascha Plöderl zeigte sich bei der Siegerehrung hoch zufrieden: „Mein Gradmesser ist Mathias Schläppi. An ihm konnte ich mich orientieren, sein Tempo wollte ich mitgehen – das ist mir gelungen.“

Division 2: Siege für die Teamkollegen Thomas Mühlenz und Tobias Pfister Die Division 2 lag in Hockenheim eindeutig in den Händen des Citroën Ravenol Teams. In Lauf 1 holte sich der Bergisch Gladbacher Thomas Mühlenz den ersten Platz, konnte am Ende sogar das Tempo etwas zurücknehmen: „Mein linker Hinterreifen überhitzte etwas, so dass ich am Ende mit Übersteuern zu kämpfen hatte, da habe ich etwas langsamer gemacht.“ Ihm folgte sein Teamkollege Tobias Pfister aus Freiburg, der mit seinem Citroën Saxo VTS die Markenkollegen Marco Wolf (Lohmar) und Guido Thierfelder (Troisdorf) in Schach halten konnte. Im zweiten Umlauf kam dann endgültig die große Stunde des Freiburgers, der von Differenzialproblemen an Mühlenz‘ Saxo profitierte und Rang 1 souverän ins Ziel rettete: „Ich hatte mir zwei neue Reifen für den zweiten Lauf aufgehoben. Während die anderen immer mehr ins Rutschen kamen, konnte ich sogar angreifen. Ich hoffe nun natürlich, dass die Saison so weitergeht. Am Jahresbeginn musste ich erst in Schwung kommen – jetzt bin ich da!“ Mindestens ebenso zufrieden zeigte sich im Ziel Sven Koch, der mit seinem VW Lupo GTi im zweiten Rennen das Siegerpodest erreichte: „Rang 3 beim dritten Saisonrennen ist toll für mich. Es geht kontinuierlich aufwärts, und ich hoffe, dass wir nun weiter vorne mitfahren können.“

Roland Hertner machte seine Wünsche war: Zweifachsieg in der Division 3 Vor dem Rennen hatte Roland Hertner gehofft, sein Heimrennen zu gewinnen – und manchmal werden Wünsche war. Der Heilbronner siegte überlegen in beiden Läufen der Diesel-Division 3 und konnte sich im zweiten Rennen sogar leisten „einen Gang langsamer zu fahren.“ Der Alfa-Pilot: „Nach sechs Runden hatte ich ungefähr sieben Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten. Da dachte ich mir ‚da brennt nichts mehr an‘ – danach habe ich es ruhiger angehen lassen.“ Für die zweitplatzierte Eve Scheer reichte es nicht mehr bis ganz nach vorne – sie musste sich rundenlang hinter Divisionssenior Uwe Reich einordnen: „Ich hätte ihn gleich beim Start überholen sollen, nachher war es einfach oft zu eng, ich wollte nichts riskieren. Als ich endlich vorbeikam, war Roland Hertner dann schon zu weit weg.“
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