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Clio Cup: Experiment gelungen, Ott siegt

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Gegen Christian Ott war am Sonntag kein Kraut gewachsen |
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| Mit einem fehlerfreien Rennen sicherte sich der Niederländer John de Vos im vierten Lauf um den Renault Clio Cup seinen ersten Sieg in der deutschen Meisterschaft. Auf den Plätzen zwei und drei: Reto Wüst und Michael Schulze. Gegen Christian Ott war im fünften Lauf um den Renault Clio Cup auf dem Hockenheimring kein Kraut gewachsen. Das bekamen auch Reto Wüst und Michael Schulze zu spüren, die sich nach einem dramatischen Rennen mit Ott das Siegerpodest teilten.
John des Vos war wachsam bis zum Zielstrich. Trotz der „wüsten“ Hatz des angriffslustigen Verfolgers Reto Wüst behielt der Trainingsschnellste die Nerven und zeigte einen glänzenden Start-Ziel-Sieg. Der „fliegende Holländer“ und der hartnäckige Schweizer konnten sich im Rennen über den kleinen Kurs des Hockenheimrings kontinuierlich von ihren Verfolgern absetzen. Keine Chance für den Kfz-Mechaniker Schulze, auf das Spitzenduo aufzuschließen. „Ich musste mich total darauf konzentrieren, die Hintermänner nicht zu nahe kommen zu lassen. Zudem schob mein Auto über die Vorderachse“, schilderte der Tagewerbener.
Hinter ihm hatte sich Marc-Uwe von Reich vom sechsten Startplatz an Christian Ott und André Glaser vorbeigearbeitet. Ein schweißtreibendes Dauerduell lieferten sich Elmar Jurek und Markus Albisser, der am Ende die Nase vorne behielt. Vom Pech verfolgt war der Schweizer Michael Ruh, der nach einem Rempler seines Teamgefährten Florian Scholze die Segel streichen musste. „Ich musste ausweichen und bin genau in Michael geprallt“, bedauerte Scholze später.
Als hartes Rennen beschrieb auch de Vos den vierten Meisterschaftslauf: „Im ersten Teil des Rennens war es noch ziemlich eng. Nachher konnte ich einen kleinen Abstand herausfahren“, erinnerte sich de Vos, der bereits auf zahlreiche Erfolge in Clio- und Mégane Cup in den Niederlanden zurückblicken kann. „Anfangs rechnete ich mir noch Chancen aus. Aber John hat gesperrt. Später habe ich einen Fehler gemacht und konnte die entstandene Lücke nicht mehr schließen“, so der Schweizer Wüst, der nur zum Gastspiel nach Hockenheim gekommen war.
„Hart, aber fair!“ So umschrieb ein strahlender Christian Ott seinen Siegeszug im fünften Lauf um den Renault Clio Cup auf dem Hockenheimring.. Der Pole-Pilot ließ weder dem zweitplatzierten Reto Wüst noch dem folgenden Michael Schulze eine Chance, an seiner Position zu rütteln.
Nachdem TKS-Pilot Ott und der Schweizer Gaststarter den zunächst auf Rang zwei fahrenden Remo Leutenegger abschütteln konnten, zog auch Michael Schulze alle Register, um Leutenegger von seinem dritten Platz zu verdrängen.
Akrobatische Glanzeinlagen, teils atemberaubende Rangeleien und ständige Positionswechsel zogen sich durch das gesamte Clio-Feld: Mittendrin: Marc-Uwe Niesewand von Reich, Mattias Hedinger, Elmar Jurek Patrick Defago, Manfred Ahlden, Daniel Milde, Hannes Plesse, Christian Wolf und Markus Albisser.
Mit einer tollen Vorstellung beeindruckte Neueinsteiger André Glaser vom Team TKS- Motorsport, der in diesem Jahr erstmals als Rennfahrer im Tourenwagensport aktiv ist. Der Bornheimer fightete sich in dramatischer Aufholjagd auf den siebten Rang vor. „Es ist super gelaufen,“ jubelte Glaser.
Begeisterung auch bei seinem Teamgefährten Christian Ott. „Nachdem ich im Vortageslauf mit stumpfen Waffen kämpfen musste, haben wir bei der Fahrzeugabstimmung etwas ausprobiert“, so Ott. „Experiment gelungen, es hat wunderbar funktioniert“, so die Bilanz des Süddeutschen. Nachhaltig beeindruckt zeigte er sich von den fairen Fights mit Eidgenosse Reto Wüst, der von Rang fünf ins Rennen gestartet war: „Nachdem ich gleich am Start an zwei Kontrahenten vorbeiziehen konnte, hatte ich zunächst lange mit meinem Teamkollegen Leutenegger zu kämpfen. Aber es reichte einfach nicht, um auch an Ott vorbei zu gehen. Und mit der Brechstange wollte ich es nicht angehen“, so Wüst.
Gleicher Tenor bei Michael Schulze aus Tagewerben. Auch er fand den Anschluss ans Führungspaar nicht, musste sich der Attacken seiner Hintermänner John de Vos und Rene Leutenegger erwehren.
„Als ich merkte, dass nicht mehr ging, wollte ich nur noch meinen dritten Platz nach Hause fahren“, so Schulze. Unverschuldet im Aus landete auch im zweiten Wochenendlauf Eidgenosse Michael Ruh. Er wurde von einem Kontrahent auf die Wiese gedrängt und landete in den Leitplanken. |  |