Formel Renault: Saarinen und Ferchner gewinnen in Hockenheim
Bruno Ferchner sorgte am Sonntag für den ersten deutschen Sieg
Pekka Saarinen setzte im dritten Lauf um den Formel Renault 2.0 Cup auf dem Hockenheimring ganz souverän die Bestmarke. Hinter ihm auf den Plätzen zwei und drei: der Russe Mikhail Aleshin und der Portugiese Filipe Albuquerque. Mit einem glänzenden Rennen Sieg sorgte Bruno Fechner im vierten Lauf für den ersten deutschen Sieg im Formel Renault 2.0 Cup. Hinter dem Kern-Pilot sahen Mikhail Aleshin und Filipe Albuquerque auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings die Zielfahne.
An Pekka Saarinen führte im dritten Lauf um den Formel Renault 2.0 Cup kein Weg vorbei. Mit einer souveränen Vorstellung bekräftigte der von Rang zwei gestartete Finne auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings seine erklärten Titelambitionen. Sehr zur Enttäuschung des Russen Mikhail Aleshin und des Portugiesen Filipe Albuquerque, die keine Chance gegen Saarinen hatten. Bereits beim Start ließen sowohl der siegreiche Finne vom Team SL Formula Racing als auch der vom dritten Startplatz ins Rennen gegangene Aleshin Polepilot Matias Milla hinter sich. Gelassen konnten die beiden die Fights ihrer Kontrahenten im Rückspiegel beobachten und dabei zunehmend auf Distanz gehen.
Eng wurde es indes für den folgenden Dima Raikhlin. Der 18-jährige Teamgefährte Saarinens hatte zwar ebenfalls auf den ersten Metern des Rennens zum Angriff geblasen. Sein rasch erkämpfter dritter Platz war ihm jedoch nicht lange vergönnt. Dir Technik machte ihm einen Strich durch die Rechnung. „Mein Auto übersteuerte stark,“, resümierte er später enttäuscht. Die Konsequenz: Er wurde bis auf den siebten Rang zurückgereicht. So auch von Filipe Albuquerque und dessen Verfolger Bruno Fechner. Zwar war der Bottroper Kern Motorsport-Pilot dem Kontrahent vom Rennstall der Motopark Academy dicht auf den Fersen, hatte jedoch keine Chance. „Zwei Runden haben mir gefehlt“, bedauerte Fechner später, während sich Albuquerque mit seinem dritten Platz sehr zufrieden zeigte, zumal er anfangs von Startplatz vier auf Rang fünf zurückgefallen war. „Meine Reifen waren zunächst zu kalt, aber es wurde mit jeder Runde besser“, erklärte der Red Bull-Pilot Albuquerque.
„Ich hatte ein härteres Rennen erwartet,“ gestand später Pekka Saarinen strahlend, für den das Rennen nach gewonnen Startfight „very easy“ gewesen sei. Auch Mikail Aleshin wusste die wertvollen Meisterschaftszähler für den zweiten Rang zu schätzen. „Nach den Problemen im Training am Freitag, ist der zweite Platt absolut o.k..“
Für weniger Begeisterung sorgte der Rennverlauf bei den beiden einzigen Amazonen im Cup: die Schweizerinnen Cyndie Allemann und Rahel Frey kamen sich auf der Strecke ins Gehege. Rahel Frey musste sich anschließend mit querstehendem Rad aus dem Rennen verabschieden. Cyndie Allemann wurde bis auf den letzten Platz zurück gespült und musste die Jagd aus der letzten Reihe wieder aufnehmen, überquerte schließlich als 14. die Ziellinie.
Er war einsam, aber schneller: Knapp 5, 7 Sekunden trennten Bruno Fechner im vierten Lauf um den Formel Renault 2.0 Cup auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings von der Konkurrenz. Der 18-Jährige ist der erste Deutsche, dem in dieser Saison der Sprung aufs Treppchen gelang. Nachdem sein Verfolger Pekka Saarinen durch ein Schaltfehler seinen zweiten Rang einbüßte, konnte der Kfz-Mechaniker vorneweg gelassen seine Runden ziehen. Alle Hände voll zu tun hatte hinter ihm Mikail Aleshin, der hinter Saarinen in der ersten Runde auf den dritten Rang geeilt war. Der Russe fand jedoch trotz des Ausrutschers Saarinens keinen Anschluss an Feldleader Fechner. Dafür sorgte sein angriffslustiger Verfolger Matias Milla, der ihn mächtig in Schach hielt. „Ich hatte tolle und harte Fights mit Matias. Wir hatten den gleichen Speed und ich durfte mir nicht den geringsten Fehler leisten“, erklärte der von Rang fünf gestartete Aleshin zufrieden.
Milla hatte indes die Rechnung ohne seinen Kollegen im Team der Motorsport Academy gemacht. Filipe Albuquerque lauerte hinter dem Argentinier, wartete nur auf einen Fehltritt und zog hellwach in der letzten Runde an dem Argentinier vorbei. „Er war viel Dreck auf der strecke, Matias kam zu weit raus und ich nutzte die Chance“, strahlte der Portugiese. „Es war sehr hart zu überholen“, so Albuquerque, der sich geschickt vom achten Platz nach vorne gearbeitet hatte.
Fechner, der seinen ersten Sieg im Formel Renault Cup verbuchte, strahlte von einem Ohr zum anderen: „Ich hatte einen guten Start und konnte mir die Verfolger vom Hals halten. Als sich Pekka weggedreht hatte, zog ich in Ruhe meine Runden, pushte aber permanent“, erzählte Fechner begeistert.
Enttäuschend der Rennverlauf für Vortagessieger Pekka Saarinen: Ein Schaltproblem bremste den Finnen aus, die Räder blockierten und er drehte sich von der Strecke. Der Pilot des Teams SL-Formula Racing musste sich mit dem achten Rang zufrieden geben, während die von Platz fünf gestartete Schweizerin Rahel Frey ihr Gastspiel mit dem sechsten Platz beendete.