 |
Fiesta Cup: Spannende Rennen in Hockenheim

|
 |
Start-Ziel-Sieg am Sonntag: Christian Hartmann |
 |
 |
 |
 |
| Der Ford Fiesta ST Cup hatte einen spannenden Rennsonntag mit dem vierten und fünften Wertungslauf beim ADAC Rennsportfestival Würzburg in Hockenheim. Strahlender Sonnenschein zum ersten Start am Morgen für das mit 36 Autos prallgefüllte Feld. Carsten Seifert (Dresden) fuhr von der Poleposition nach gutem Start einem Start-Zielsieg entgegen. Fehlerlos war auch Ralf Martin (Ungerhausen) als sicherer Zweiter unterwegs. Harald Proczyk (St.Margarethen/A) eroberte sich mit Platz drei die vorläufige Tabellenführung.
Spannung pur bis zur Zielflagge, obwohl schon zur Rennhälfte die meisten Positionen bezogen waren. Immer wieder änderten sich die Abstände, aber keiner der Fahrer machte Fehler, die mit Positionsverlust verbunden waren. Carsten Seifert klagte über eine schwergängige Schaltung, wodurch er ein Mal etwas von der Ideallinie abkam, was Ralf Martin zu nutzen versuchte, aber Seifert setzte sich durch. Hinter Harald Proczyk versuchte auch Sebastian Grunert (Korb) alles, um nach dem Start von Platz neun auf das Podium zu fahren, aber der Österreicher wehrte sich erfolgreich. Berthold Bermel (Krefeld) knüpfte an die tolle Leistung vom Rennen auf dem Nürburgring nahtlos an, er wurde Vierter im Qualifying und Fünfter im Ziel, das bedeutete für den zweiten Start am Nachmittag Position zwei. Da die ersten Sechs für das zweite Rennen in umgekehrter Reihenfolge aufgestellt werden, eroberte Christian Hartmann (Burgdorf) als Sechster nicht nur die ersten Punkte, sondern auch die Poleposition.
Dunkle Wolken und ein kräftiger Schauer präsentierten für das zweite Rennen einen klatschnassen kleinen Kurs in Hockenheim. Der Regen hatte zwar aufgehört, aber alle setzten auf die Dunlop-Regenreifen. Kleiner Trick von Christian Hartmann, er stellte sich nach der Einführungsrunde etwas neben die normale Startposition, so vermied er den starken Gummiabrieb unter den Reifen. Dadurch startete der Burgdorfer sensationell und kam aus der ersten Runde mit über 3,5 Sekunden Vorsprung zurück. Diesen hielt er kontrolliert und fehlerfrei bis ins Ziel, so gab es seinen ersten Sieg in einem Ford-Markenpokal.
Berthold Bermel wäre, wenn er nicht erst in der sechsten Runde den Weg an Proczyk vorbei gefunden hätte, wahrscheinlich in der Lage gewesen, Hartmann unter Druck zu setzen. Als Zweiter freute er sich riesig über den Erfolg.
Ein gelungenes Wochenende auch für Ralf Martin: als Einziger zwei Mal auf dem Podest, diesmal als Dritter. Nach der missglückten Abstimmung zum Nürburgring-Regenrennen vor 14 Tagen hatte man im Team diesmal bei der Abstimmung in die richtige Richtung gearbeitet.
Harald Proczyk blieb als Vierter mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Mit Harald Hennes (Aachen), Sebastian Grunert und Carsten Seifert folgten die weiteren Titelfavoriten. Insgesamt ist das Spitzenquartett nach dem fünften Rennen nur neun Punkte auseinander. Aber auch Grunert, der den „Nuller“ vom Nürburgring wettmachen muss, hat die Chance, in den noch zehn zu fahrenden Rennen die 25 Punkte Rückstand auf Proczyk aufzuholen. |  |