Gegen Stefan Moses war in Bitburg kein Kraut gewachsen
Gleich beim sechsten Einsatz der erste Gesamtsieg für den neuaufgebauten BMW 320iS aus dem E+S-Team: Stefan Moses und Beifahrer Stefan Lauth dominierten den 4. ASC Rheingau Rallyesprint in Bitburg. Nach sechs Wertungsprüfungen hatte das Duo fast eine Minute Vorsprung auf Mario Urban/Markus Nichts in einem weiteren BMW 320iS. Urban sorgte übrigens für einen Doppelsieg des gemeinsamen Arbeitgebers. Lothar Eisel/Tina Eisel komplettierten im Opel Kadett C das Podium.
Die überwiegend regnerischen Bedingungen stellten höchsten Anforderungen an die Teilnehmer. Nahezu jeder legte mal einen Dreher hin, denn es wurde mit richtig viel Einsatz gefahren. Die zahlreichen Zuschauer – vielen von ihnen noch von den ADAC-24 Stunden entsprechend abgehärtet – dankten es mit Szenenapplaus. Sowohl Moses als auch Urban und Eisel drehten sich in der Auftaktprüfung gleich zweimal, so dass Frank Kaiser im Gruppe 1-Opel Kadett die erste Bestzeit markierte.
„Weder die Reifen noch ich waren warm“, meinte Moses dann vor der zweiten Prüfung und legte die sprichwörtliche Schüppe nach. Mit vier Bestzeiten in Folge wurde der E+S-BMW seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich von den Wettbewerbern ab. Lediglich auf der letzten Prüfung war Eisel dann noch mal eine Sekunde schneller als der ehemalige Rundstreckenpilot. „Einen Dank an Karl-Heinz Erny und die gesamte Mannschaft von E+S – super job“, fand Moses dann bei der Siegerehrung die passenden Worte, ehe er das gewonnene Preisgeld den Streckenposten stiftete.
Frank Kaiser, der im Februar bei der verschneiten Rallye Heidenrod bereits für mächtig Aufsehen gesorgt hatte, landete als bestes Serienfahrzeug auf Rang vier. Als schnellster Fahrer aus dem BMW 318iS-Cup kam Andreas Lichtenecker auf Platz fünf. „Lichti“ hätte allerdings besser seinen Fahreranzug gegen ein Neopren-Pendant getauscht, denn seine bei der letzten Rallye verloren gegangenen Bodenblechstopfen hatte er nicht ersetzt. Entsprechend sah der 3er nun von innen samt Besatzung aus … VW Golf-Pilot Marco Decker wurde als siebter bester 1600er.
Gesamtklassement nach sechs Wertungsprüfungen:
1. Moses/Lauth (BMW 320iS) 26.52 Minuten (1. Gruppe 2 bis 2000 ccm)
2. Urban/Nichts (BMW 320iS) 27.48 Min.
3. Eisel/Eisel (Opel Kadett C) 27.58 Min. (1. Gruppe 2 über 2000 ccm)
4. Kaiser/Köhler (Opel Kadett E) 28.01 Min. (1. Gruppe 1 bis 2000 ccm)
5. Lichtenecker/Korbach-Müller (BMW 318iS) 28.14 Min.
6. Korell/Mayer (Opel Ascona B) 28.187 Min.
7. Decker/Feick (VW Golf GTi) 28.19 Min. (1. Gruppe 2 bis 1600 ccm)
8. Enderlein/Kolter (Opel Kadett C) 29.01 Min.
9. Schrinner/Gottwald (VW Polo) 29.04 Min.
10. Litzius/Kaiser (Opel Kadett GT/E) 29.08 Min.