Youngtimer: Ludwig/Alzen/Dumbreck siegen bei „Egons 500“
Bestimmten das Geschehen: Alzen/Ludwig/Dumbreck
Mit dem überlegenen Gesamtsieg von Klaus Ludwig (Kaltenborn / Hochacht), Uwe Alzen (Betzdorf) und Peter Dumbreck (Schottland) endete das „ADAC Chevy Egons 500“-Rennen der ADAC Youngtimer-Trophy. Nach einer Gesamtfahrzeit von 3:29.10,898 Stunden hatte das Trio im Porsche Carrera RSR 2.32 Minuten Vorsprung auf den Markenkollegen Daniel Schrey aus Langenberg. Wolfgang Pohl / Jens Weimann (Bielefeld / Preetz) komplettierten mit ihrem Porsche 911 das Podium. Insgesamt sieben Fahrzeuge der Zuffenhausener Marke kreuzten als erste die Ziellinie. Knapp 230 Youngtimer bis Baujahr 1988 und Oldtimer aus der Epoche bis 1966 hatten das 20-Runden-Rennen (= 507,560 Kilometer) in Angriff genommen.
Aus der Pole-Position startend übernahm Uwe Alzen bei zunächst feuchten Streckenbedingungen die Spitze und kehrte aus der ersten Runde mit 45 Sekunden Vorsprung zurück. Um die zweite Position entbrannte ein spannender Kampf zwischen verschiedenen Porsche-Teams sowie Peter Kröber (Kottenheim) im Volvo 240 Turbo. Der Regen hörte ab der zweiten Runde auf und die Strecke trocknete rasch ab.
Als Erster aus der Spitzengruppe steuerte Alzen mit dem Derkum-Porsche die Boxen an und ließ am Ende des dritten Umlaufs profillose Reifen aufziehen. Kröber, Schrey sowie Pohl/Weimann gingen zunächst auf der Strecke vorbei, mussten aber bis zum Ende der vierten Runde den heranstürmenden Alzen passieren lassen. Der Betzdorfer sowie seine beiden Teamkollegen sollten bis zum Fallen der Zielflagge die Spitze nicht mehr abgeben.
Bedingt durch die Reifenwechsel der Wettbewerber lag nach der fünften Runde der Porsche von Dominik an der Heiden (Wesel), Paul Hulverscheid (Wipperfürth) und Michael Eschmann (Gummersbach) auf Rang zwei. Doch der Zeitpunkt des Räderwechsels war zu spät, den dadurch eingehandelten Rückstand konnte das Trio nicht mehr aufholen und wurde nur Fünfter.
Nach neun Runden übergab Alzen das Steuer an Ludwig, ehe Peter Dumbreck nach der 15. Runde am Volant des Porsche Platz nahm. Für den Schotten war es der erste Gesamtsieg seit seinem DTM-Erfolg auf dem Lausitzring 2001. „Es war eine Riesengaudi, speziell mit Klaus und Peter“, freute sich Alzen bei der Siegerehrung und Ludwig ergänzte: „Ein Riesenlob an Horst Derkum, der Porsche war perfekt.“ Und Peter Dumbreck genoss es, etwas mehr Fahrpraxis vor den bevorstehenden 24 Stunden zu bekommen.
Solist Daniel Schrey war mit seinem Rückstand mehr als zufrieden. „Nur zweieinhalb Minuten auf drei Profis zu verlieren ist absolut in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden, denn es war erst mein drittes Rennen auf der Nordschleife.“ Großes Glück hatte der amtierende Vizemeister der Youngtimer-Trophy bei der Überrundung des VW Polo von Peter Wichmann / Robert Rupitsch (Wuppertal / Düren). Im Bereich der Eiskurve geriet Schrey auf den nassen Grünstreifen, konnte aber einen Leitplankeneinschlag mit Glück und Können verhindern.
Strahlende Mienen bei den drittplatzierten Pohl / Weimann, die beinahe nicht hätten starten können. „Im ersten Training ist uns ein Kipphebel gebrochen. Über Nacht hat unsere Mannschaft durchgeschraubt, dafür ein Riesenkompliment“, war Wolfgang Pohl stolz auf sein Team. Als bester Nicht-Porsche kamen Ulrich Becker und Michael Tischner (beide Marl) im BMW 325i auf den achten Gesamtrang und waren somit schnellstes Fahrzeug der Epoche bis 1988. Markus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff aus Bad Driburg lenkte einen Jaguar E-Type auf Gesamtrang 13 und zum Sieg bei den Anhang K-Fahrzeugen bis Baujahr 1966.