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2005-05-03 09:55:52 - ks
F3 Cup: Oval-Rookies lernen schnell

Roland Rehfeld und Alexander Friebel instruierten die Cup-Piloten
Bei strahlendem Sonnenschein betrat der RECARO Formel-3-Cup in der Niederlausitz Neuland: Erstmals bereitet sich eine Formel-3-Serie auf eine Rennveranstaltung (27. und 28. August 2005) im Oval vor. Am ersten von insgesamt drei Testtagen standen auf dem EuroSpeedway Lausitz vor allem Theorie und das Fahren mit eigenen Privatwagen im Trioval auf dem Programm.

Der Tag begann um neun Uhr mit einem theoretischen Teil. Dabei legten die Instruktoren Roland Rehfeld und Alexander Friebel besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des Spotters. Der Spotter beobachtet seinen jeweiligen Fahrer und das Feld um ihn herum. Ausschließlich er gibt seinem Schützling die passenden Anweisungen geben. „Der Spotter ist die Lebensversicherung des Fahrers, denn dieser hat speziell mit den kleinen Spiegeln eines Formel-3-Autos und bei den gefahrenen Höchstgeschwindigkeiten keine Chance, immer alles zu sehen, was um ihn herum passiert“, macht Rehfeld klar. „Außerdem ist es wichtig, dass der Spotter und der Fahrer sich sehr gut kennen und genau wissen, wie sie reagieren.“

Ebenso betonte Rehfeld, der vor einigen Jahren in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft am Start war und auf mehrjährige Erfahrung im ASCAR-Ovalsport und zwei Siege zurückblicken kann, dass das Fahren auf einer Ovalrennstrecke nicht so einfach ist, wie es vielleicht aussehen könnte. Der 27-Jährige Berliner und sein drei Jahre älterer Spotter Alexander Friebel gaben den Oval-Neulingen deshalb viele wertvolle Tipps und Hinweise.

Nach der Mittagspause stand die erste Ausfahrt mit den Privatwagen der Fahrer an. Rehfeld und seine Crew fuhren mit den 14 Kandidaten auf der Strecke verschiedenen Manöver, die auch in Rennsituationen vorkommen können: vom Nebeneinanderfahren bis Überholen und Folgen in kurzem Abstand reichte die Bandbreite. Dabei standen die Spotter auf ihrer Position hoch oben unter dem Dach der Haupttribüne und gaben ihren Piloten, mit denen sie über Funk verbunden sind, erste Anweisungen. „Ihr macht das sehr gut“, lobte Rehfeld seine Schüler. „Sogar besser als die gestanden Herren der V8STAR, die vor ein paar Jahren hier ihre Premiere gegeben haben.“

Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden mit dem ersten Tag des Lehrgangs. „Es war sehr positiv, besser als ich es erwartet hätte. Die Jungs waren alle sehr diszipliniert, obwohl sie so jung sind“, zog Organisator Bertram Schäfer sein Fazit. „Was auch daran liegt, dass Roland Rehfeld und Alexander Friebel sehr besonnen und prägnant ihre Kenntnisse vermittelt haben.“ Rehfeld gab das Lob brav weiter: „Die Jungs sind 350 Kilometer gefahren, das war nicht wenig. Sie waren so gut und haben all meine Ratschläge und Anweisungen sofort umgesetzt, dass wir schon mindestens drei Stunden vor unseren Plan liegen.“

Am zweiten Testtag (03. Mai) werden die Formel-3-Piloten erstmals mit ihren Rennwagen ihre Runden im 2-Meilen-Oval des EuroSpeedway Lausitz drehen.
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