CHC: „Feste Nürburg“ eine feste Säule der ADAC-24h
Der CHC meldet erneut ein volles Haus
Zum achten Mal geht der Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ im Rahmenprogramm des Internationalen ADAC-24 Stunden-Rennens an den Start. Seit Anfang der 1960er Jahre wird Deutschlands älteste Tourenwagen-Rundstreckenserie ausgefahren. Natürlich stehen dabei Läufe auf der „Hausstrecke“, der Nordschleife, im Mittelpunkt. Für die diesjährige Auflage mit dem Titel „Feste Nürburg“ an Christi Himmelfahrt haben rund 160 Fahrzeuge genannt.
In 2005 nehmen die Aktiven daneben je ein Mal den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings und die Ardennen-Achterbahn im belgischen Spa-Francorchamps unter die Räder. Absolutes Saisonhighlight ist jedoch unbestritten der Lauf im Rahmen des 24-Stunden-Rennens. „Unsere Fahrer genießen natürlich die unvergleichliche Atmosphäre rund um ‚Deutschlands größten Bedarfscampingplatz’“, freut sich auch Cup-Leiter Willi Hillebrand.
„Unsere Nennung kommt in Kürze, wir wollten nur vorab Bescheid sagen, damit auch nichts schief geht“, sagte eine freundliche Stimme am Telefon zu Rennleiter Hans-Werner Hilger aus Brühl. Es ging um keinen geringen als den Falken-Nissan Sykline der wie in den Jahren zuvor beim CHC-Lauf im Rahmen der 24 Stunden teilnehmen wird. Eine weiteres halbes Dutzend Japaner, unter anderem die 24h-Teamkollegen von Suzuki-Werksfahrer Niki Schelle, Schweden, Belgier oder auch Schweizer haben wir den zweiten Saisonlauf genannt.
Inwiefern sie den etablierten CHC-Experten einheizen können, bleibt abzuwarten. Ein rundes Dutzend Porsche-Teams, die BMW-Fraktion mit den Speerspitzen Hans-Rolf Salzer/Sascha Salzer (beide Alpenrod) sowie den vierfachen Vorjahressiegern Jochen Krumbach/Wilhelm Dohmen (Eschweiler/Aachen) oder auch Gerrit Gaastra aus Bonn im Mitsubishi Lancer Evo VI werden so manch einem Gaststarter schon zeigen, wo auf der Nordschleife die richtige Ideallinie ist.
Der CHC bietet sowohl dem erfahrenen Amateur-Rennfahrer als auch dem Neueinsteiger optimale Bedingungen. Und neben dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis trägt auch das Breitensport-Konzept des Castrol-HAUGG-Cup mit einem hohen Maß an Chancengleichheit zum ungebrochenen Zuspruch der Serie bei. Als Einstiegs-Serie für absolute Nürburgring-Neulinge wird seit 2002 parallel zum Castrol-HAUGG-Cup die Michaela-Lochmann-Trophy ausgefahren. Die vier Hauptunterschiede der so genannten „light-Version“ zum CHC: deutlich weniger Startgeld, kürzere Distanz, Sollzeiten werden in Eigenregie gesetzt, nur eine Sprintrunde. Außerdem ist man bereits mit einer nationalen DMSB-Lizenz startberechtigt.
Die Michaela-Lochmann-Trophy ist die ideale Ergänzung zum Castrol HAUGG Cup, der sich von je her auch als „Rennsport-Schule“ verstanden hat. Erfahrene Cup-Teilnehmer unterstützen diesen Gedanken allzu gerne: Sie nehmen neben Rookies auf dem Beifahrersitz Platz – der eigentlich nur im Rallyesport übliche Co-Pilot ist auch im CHC ausdrücklich erlaubt – und geben ihr Wissen direkt im Wettkampf weiter. Vorbild war hier der leider viel zu früh verstorbene Edgar Dören. Der Wuppertaler nahm regelmäßig wie ein Fahrlehrer neben jungen Talenten Platz und vermittelte ihnen den nötigen Feinschliff für ihre weitere Rennlaufbahn.
So bunt gemischt wie die Autopalette präsentiert sich auch das Starterfeld. Erfahrene Renn-Asse und ambitionierte Amateure treten ebenso an wie talentierte Neulinge. Selbst TV-Stars wie Helmut Zerlett und Eve Scheer, Hollywood-Schauspieler Robert Carradine oder Profis wie Ex-DTM-Pilot Uwe Alzen mischten schon im Castrol HAUGG Cup mit. Das Alter der Akteure reicht von 18 bis weit ins Rentenalter. Oft teilen sich zwei Fahrer ein Auto, darunter Ehepartner, Väter mit ihren Söhnen oder Töchtern.
Der Zeitplan:
Mittwoch, 04.05.05:
16:00 – 20:00 Uhr: Papier- und technische Abnahme
Donnerstag, 05.05.05:
07:00 - 08:00 Uhr: Papier- und technische Abnahme
08:00 Uhr: Fahrerbesprechung (Zufahrt Touristenverkehr)
08:30 Uhr: Start, Distanz 12 Runden
14:00 Uhr: Aushang der Ergebnisse im ADAC Ortsclub-Zelt (Tribüne 11)
14:30 Uhr: Siegerehrung im ADAC Ortsclub-Zelt (Tribüne 11)
P.S.:
Nicht zu vergessen die CHC--Fahrerlager-Party des Godesberger Motor-Club im Streckenabschnitt Brünnchen. Tickets für Freigetränke gibt es bei der Siegerehrung des CHC bei Hans-Christoph Schäfer. Der GMC hofft auf ein zahlreiches erscheinen!