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2005-04-30 20:55:57 - ju
WRC: Loeb und Solberg in einer anderen Welt

Petter Solberg (Subaru) hat derzeit gegen Sebastién Loeb das Nachsehen.
Vor dem Start zur zweiten Etappe war Petter Solberg noch optimistisch, Sebastién Loeb unter Druck zu setzen. Doch der Franzose ließ sich zu keinem Fehler verleiten, markierte erneut drei von fünf möglichen Bestzeiten und steht dicht vor seinen dritten Saisonsieg. Vor der abschließenden Etappe hat der Franzose 55,2 Sekunden Vorsprung auf den Subaru-Piloten. Mit über drei Minuten Rückstand folgt Harri Rovanperä als Dritter.

Für WP acht, der zweiten des heutigen Tages, hatte sich Petter Solberg viel vorgenommen. Hier sollte die Wende kommen und Hollywood wollte mächtig Boden gutmachen. Mit 38,77 Kilometern stand die längste Prüfung – Tandalo - der Rallye Sardinien auf dem Programm. Doch ganze 2,5 Sekunden war der Norweger schneller als Loeb. Beide fuhren einmal mehr in einer anderen Welt und ließen den Wettbewerbern nicht den Hauch einer Chance.

In WP neun markierte Gianluigi Galli, nach Radverlust gestern heute wieder am Start, die Bestzeit. Die letzten beiden Prüfungen des Tages, auch im zweiten Durchgang Tandalo, war der amtierende Weltmeister nicht bremsen und vergrößerte den Abstand zu Solberg auf fast eine Minute.

Hinter dem Führungsdoppel ging es heute recht munter zu: Gleich in der Auftaktprüfung verabschiedete sich der Drittplatzierte Mikko Hirvonen ins Unterholz der rechten Fahrbahnseite. In der gleichen Prüfung endete ebenfalls nach Unfällen die Fahrt von Xavier Pons im Peugeot 206 und Subaru-Pilot Daniel Carlsson.

Durch Hirvonens Ausfall rückte Rovanperä auf den dritten Platz vor, aber das Peugeot-Doppel mit Markko Märtin und vor allem Marcus Grönholm - nach seinem Überschlag in WP drei - kommen näher. „Ich will noch aufs Podium“, verkündete Grönholm im Etappenziel. Der lange Zeit viertplatzierte Toni Gardemeister musste seinen Ford Focus in der letzten Prüfung des Tages (WP 11) mit fehlendem Öldruck abstellen. Der Finne wird am Schlusstag genauso wieder an den Start gehen wie Armin Schwarz, dessen bis dahin gute Vorstellung im Skoda Fabia in WP zehn von einem Kupplungsschaden beendet wurde.

An beiden Kronos-Citroen Xsara von Juuso Pykälistö und Manfred Stohl trafen Getriebeprobleme auf: beim Bremsvorgang war ein Herunterschalten der Gänge nicht möglich. Damit belegen die beiden derzeit nur die Ränge neun und elf. Pykälistö: "Das ist sehr schade, denn wir wollten gerade am zweiten Tag attackieren und in die Punkteränge fahren. Jetzt sind wir zurückgefallen. Aber ein Platz unter den ersten acht ist immer noch möglich."

Für Manfred Stohl war zu Beginn des zweiten Tages das Getriebe nicht das größte Problem, sondern die lange WP Tandalo. Und gerade die konnte der 32-Jährige auf Grund seiner Lebensmittelvergiftung nur einmal trainieren. Stohl, dessen Copilotin Ilka Minor am zweiten Rallye-Tag auf Sardinien ihren 30. Geburtstag feierte, berichtete: „Die Probleme mit dem Aufschrieb kosteten Zeit. Wenn du dir nicht sicher bist, gehst du oft vom Gas weg. Das summiert sich dann. Am Nachmittag lief es dann aber besser, obwohl die Straßen schlechter waren.“

Gesamtklassement nach 11 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 3:13.44,7 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 55,2 Sekunden
3. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 3.01,4 Minuten
4. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) + 3.14,6 Min.
5. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 3.20,5 Min.
6. Higgins/Agnew (Ford Focus/M) + 7.23,8 Min.
7. Kresta/Mozny (Ford Focus/M) + 7.37,6 Min.
8. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 7.49,0 Min.
9. Pykälistö/Ovaskainen (Citroen Xsara/M) + 8.23,9 Min.
10. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 8.34,4 Min.
11. Stohl/Minor (Citroën Xsara/M) + 8.54,7 Min.
12. Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) + 12.26,9 Min.
13. Sarrazin/Giraudet (Subaru Impreza/P) + 13.29,4 Min.
14. Duval/Prevot (Citroën Xsara/M) + 13.42,4
M= Michelin, P=Pirelli

wichtige Ausfälle:
WP 11: Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) Öldruck (Re-Start 3. Etappe geplant)
WP 11: Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) Unfall
WP 10: Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) Kupplung (Re-Start 3. Etappe geplant)
WP 7: Carlsson/Andersson (Subaru Impreza/P) Unfall
WP 7: Pons/Oriol (Peugeot 206) Unfall
WP 7: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus/M) Unfall (Rad vorne rechts abgerissen)
WP 5: Duval/Prevot (Citroën Xsara/M) Überschlag (Re-Start 2. Etappe)
WP 5: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Rad abgerissen (Re-Start 2. Etappe)
WP 5: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Rad abgerissen (Re-Start 2. Etappe)

JWRC-Klassement nach 11 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Sordo/Marti (Citroën C2) 3:37.01,1 Stunden
2. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 2.32,7 Minuten
3. Meeke/Patterson (Citroën C2 + 4.29,3 Min.
4. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 6.12,4 Min.
5. Betti/Agnese (Renault Clio) + 6.24,2 Min.
6. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 19.29,2 Min.
7. Wilks/Pugh (Suzuki Ignis) + 20.42,5 Min.
8. Cecchettini/Daddoveri (Renault Clio) + 21.04,4 Min.
9. Prokop/Gross (Suzuki Ignis) + 21.54,2 Min.
10. Rautenbach/Williamson (Citroen C2) + 26.46,5 Min.




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