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WRC: Loeb vorne, Hirvonen stark

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Verlor nach Überschlag die Führung: Marcus Grönholm |
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| Mit vier von sechs möglichen Bestzeiten war Sebastién Loeb der überlegene Pilot auf der ersten Etappe zur Rallye Sardinien. Mit 31,7 Sekunden Vorsprung erreichte der Citroen-Pilot das Tagesziel vor Petter Solberg im Subaru Impreza. Mit einem zwei Jahre alten privat eingesetzten Ford Focus fuhr der Finne Mikko Hirvonen auf den hervorragenden dritten Zwischenrang.
Die erste Bestzeit markierte Marcus Grönholm im Peugeot 307. Auch nach WP zwei war der Finne vorn, ehe er sich auf der dritten WP überschlug. „Eine der wenigen asphaltierten Kurven haben wir viel zu spät angebremst. Mein Fehler“, gab der zweifache Weltmeister im Service zu. Grönholm rollte seitlich durch ein Gebüsch und blieb auf einer anderen Strasse seitlich liegen. Zuschauer stiessen den Peugeot wieder auf die Räder und Grönholm setzte die Fahrt fort. Rund 90 Sekunden und die Führung gingen verloren.
Sebastién Loeb übernahm mit der zweiten Bestzeit in Folge die Spitze und sollte diese bis zum Etappenziel nicht mehr abgeben, zumal der Franzose auf den Prüfungen fünf und sechs ebenfalls der Schnellste war. Grönholm, dessen Mechaniker den 307 in 30 Minuten rundum erneuert hatten, bedankte sich in WP vier prompt mit einer Bestzeit. Vor dem zweiten Tag rangiert der Finne auf dem siebten Platz.
Petter Solberg würgte in der Auftaktprüfung den Motor ab und drehte sich eine Prüfung später. Zeitverlust rund 30 Sekunden. Nach WP vier qualmte der Subaru aus allen Poren. „Keine Bremsen und keine Kupplung mehr“, meinte der Norweger kurz und bündig. Für den zweiten Tag hoffte „Hollywood“ auf losen Untergrund. „Das käme unserem Subaru und den Pirelli-Reifen entgegen. Auf hartem Untergrund wird es gegen Sebastién schwer.“
Erst als 18. startete Mikko Hirvonen auf der ersten Etappe. Sicherlich ein Vorteil, denn die Strecke war von den vorherigen Wettbewerbern kräftig von der vermeintlich losen Oberschicht befreit worden. Der Lohn für seine vielleicht stärkste WRC-Leistung war der dritte Rang nach WP sechs. „Es lief alles bestens und wir hoffen, dass Tempo auch morgen mitgehen zu gehen“, meinte der ehemalige Ford- und Subaru-Werksfahrer.
Als vierter war auch Harri Rovanperä zufrieden. Einzig zwei Reifenschäden bremsten den Finnen. Mitsubishi-Teamkollege Gianluigi Galli riss seinem Lancer in WP fünf an einem Stein das rechte Hinterrad aus. Am gleichen Stein machte es ihm übrigens Subaru-Nachwuchsmann Chris Atkinson gleich: Rad hinten rechts weg, ebenfalls Ausfall. Ein paar Meter weiter kam Francois Duval, der eine Sprungkuppe falsch anfuhr, links von der Strecke abkam, einen Felsen touchierte und sich eineinhalb Mal überschlug. Vierter Ausfall im fünften Lauf für den Belgier.
Toni Gardemeister deformierte gleich in der Auftaktprüfung die Lenkung seines Ford Focus. Nach der Reparatur im Service vor Prüfung vier holte der Finne mächtig auf und fuhr auf den fünften Rang nach vorne. Den bislang besten Tag des Jahres erlebte Armin Schwarz, der mit dem Skoda Fabia als achter das Etappenziel erreichte und lediglich Reifenprobleme beklagte. „Die vielen Tests haben uns geholfen“, freute sich der Deutsche.
Gesamtklassement nach 6 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) 1:34.51,3 Stunden
2. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) + 31,7 Sekunden
3. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus/M) + 59,0 Sek.
4. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 1.17,7 Minuten
5. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 1.33,8 Min.
6. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 1.34,5 Min.
7. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) + 2.11,9 Min.
8. Schwarz/Wicha (Skoda Fabia/M) + 2.16,3 Min.
9. Pykälistö/Ovaskainen (Citroen Xsara/M) + 2.21,8 Min.
10. Stohl/Minor (Citroën Xsara/M) + 2.28,1 Min.
11. Kresta/Mozny (Ford Focus/M) + 2.31,6 Min.
12. Carlsson/Andersson (Subaru Impreza/P) + 2.40,5 Min.
13. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 2.50,8 Min.
14. H.Solberg/Menkerud (Ford Focus/M) + 3.04,7 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 5: Duval/Prevot (Citroën Xsara/M) Überschlag
WP 5: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) Rad abgerissen
WP 5: Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) Rad abgerissen
JWRC-Klassement nach 6 von 17 Wertungsprüfungen:
1. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 1:45.56,1 Stunden
2. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 1.56,1 Minuten
3. Meeke/Patterson (Citroën C2) + 1.56,9 Min.
4. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 2.05,5 Min.
5. Sordo/Marti (Citroën C2) + 2.27,1 Min.
6. Wilks/Pugh (Suzuki Ignis) + 3.18,8 Min.
7. Rautenbach/Williamson (Citroen C2) + 4.22,8 Min.
8. Betti/Agnese (Renault Clio) + 4.52,7 Min.
9. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 5.16,9 Min.
10. Cecchettini/Daddoveri (Renault Clio) + 14.52,6 Min.
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