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WRC: Solberg, Loeb oder Grönholm?

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Petter Solberg kommt als Spitzenreiter nach Sardinien |
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| Nach den Überseeevents in Mexico und Neuseeland kehrt die World Rally Championship (WRC) zum fünften Saisonlauf wieder nach Europa zurück. Mit der „Rally Italia Sardinia“ steht die erste von vier Schotterrallies im Mittelmeerraum in Folge auf dem Programm. Bis Ende Juni folgen noch Zypern, Türkei und die Acropolis in Griechenland. Sardinien ist zum zweiten Mal Austragungsort für den italienischen WM-Lauf, 70 Teams haben für die 17 Wertungsprüfungen (=349,00 Kilometer) rund um Olbia genannt.
„Es gibt dieses Jahr so viele neue Wertungsprüfungen, dass niemand im Vorteil ist", schätzt Ford-Pilot Toni Gardemeister. "2004 waren die Straßen eng und eine Menge Geröll lag herum. Ich denke, dass die Rallye dieses Jahr schneller zu fahren sein wird", so der Ford-Pilot weiter, der gleich zum Saisonbeginn in Monte Carlo mit dem zweiten Platz für einen gelungenen Einstand beim Blue Oval sorgte. Und: Die Bedingungen auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel sind bekannt, da dort Testfahrten - anders als bei außereuropäischen WRC-Läufen – erlaubt sind.
Der bisherige Saisonverlauf stand ganz im Zeichen des Duells Petter Solberg, dem Weltmeister von 2003, gegen den amtierenden Champion Sebastién Loeb. Mit zwei zu zwei wurden die Siege heuer brüderlich geteilt. Mit 26 Zählern hat der Norweger bislang einen Punkt mehr auf dem Konto als der Franzose und muß somit auch als erstes Fahrzeug auf der ersten Etappe in Sardinien auf die Piste.
"Mit dem Subaru und Pirelli haben wir gute Siegeschancen“, ist Solberg optimistisch. "Die Prüfungen auf Sardinien sind nicht ganz so schnell und flüssig wie auf Neuseeland. Außerdem kommt das Frühlingswetter unseren Reifen sehr entgegen. Als WM-Leader spiele ich am ersten Tag wieder den Strassenfeger, aber für Sebastién sind die Bedingungen kaum besser, da er unmittelbar hinter mir startet."
Einer der Erfolgsgaranten von Loebs Sieg in Kiwi-Country war sicherlich der von Michelin neu entwickelte „Z-BTO“, mit dem der Elsässer die Konkurrenz nach Belieben dominierte. Ob der Pneu auch in Italien dem bislang auf losem Untergrund vermeintlich besseren Pirelli-Gummis ebenbürtig oder gar überlegen ist, wird sich zeigen.
Sowohl Solberg als auch Loeb sehen im Peugeot-Duo Marcus Grönholm und Markko Märtin den größten Gegner. Nach zwei zweiten Plätzen in Folge ist der Finne nur noch sechs Punkte von der Tabellenspitze entfernt. Märtin hat bislang als einziger WRC-Pilot bei allen Events gepunktet. Entsprechend überlegen führen die Löwen die Markenwertung an. Wie Subaru vertraut auch Peugeot auf Pirelli-Reifen.
Das Ford-Duo Toni Gardemeister und Roman Kresta hat wenig Erfahrung mit den rauen Schotterpisten Sardiniens. Während Gardemeister 2004 bescheidene 15 Kilometer der ersten WP bis zum Ausfall zurücklegte, betritt Kresta die Insel zum ersten Mal. Beide Piloten absolvierten daher in den vergangenen Wochen ein fünftägiges Testprogramm auf der Mittelmeerinsel. Gardemeister: „Es war eine Prüfung aus 2004, die aber heuer nicht gefahren wird. Jetzt kennen wir zumindest grob die Streckencharakteristik.“
Mit 24 Punkten hat Mitsubishi nach vier Läufen bereits sieben Zähler mehr auf dem Konto als nach dem kompletten Jahr 2004. Entsprechend optimistisch sind Teamleader Harri Rovanperä und – vor seinem Heimspiel - Gianluigi Galli. "Ich will unter die ersten Fünf fahren. Vorsicht ist geboten, denn an den ersten beiden Tagen ist die Rallye hart und lang“, so „Gigi“.
Skodas Saison verlief bislang alles andere als zufrieden stellend. Viele Defekte und langsame Zeiten sorgten für magere WM-Zähler in der Markenwertung. "Die Überseeläufe verliefen für uns nicht besonders gut", gibt Skoda-Motorsportdirektor Dr. Martin Mühlmeier zu und ergänzt: „Armin Schwarz und Janne Tuohino haben auf Sardinien ausgiebig getestet. Das wird sich hoffentlich auszahlen.“
Schwerer Rückschlag hingegen für Manfred Stohl: Der Österreicher leidet seit Dienstag an einer Salmonellenvergiftung und musste das Training abbrechen. Am Mittwoch gab es leichte Entwarnung. Nach aktuellem Stand der Dinge wird Stohl aber dennoch versuchen, mit dem Kronos-Citroen zu starten. Sein Teamkollege ist der Finne Juuso Pykälistö.
Am Rande der Rallye Sardinien wurde bekannt, dass der an einem Gehirn-Tumor leidende Ex-Weltmeister Richard Burns operiert wurde, da sich sein Gesundheitszustand in den letzten Wochen wieder verschlechtert hatte.
Die wichtigsten Starter im Überblick:
WRC: 1 Sébastien Loeb, 2 Francois Duval (beide Citroën Xsara), 3 Toni Gardemeister, 4 Roman Kresta (beide Ford Focus), 5 Petter Solberg, 6 Chris Atkinson (beide Subaru Impreza), 7 Marcus Grönholm, 8 Markko Märtin (beide Peugeot 307), 9 Harri Rovanperä, 10 Gigi Galli (beide Mitsubishi Lancer), 11 Armin Schwarz, 12 Janne Tuohino (beide Skoda Fabia), 14 Henning Solberg (Ford Focus), 15 Manfred Stohl (Citroen Xsara), 16 Anthony Warmbold (Ford Focus), 18 Daniel Carlsson, 19 Stephane Sarrazin (beide Subaru Impreza), 20 Mikko Hirvonen (Ford Focus), Juuso Pykälistö (Citroen Xsara), 22 Mark Higgins (Ford Focus), 23 Xavier Pons (Peugeot 206), 25 Tobias Johansson (Subaru Impreza).
Stand in der Fahrer-WM:
1. P.Solberg 26; 2. Loeb 25; 3. Märtin 23; 4. Gardemeister und Grönholm je 20; 6. Rovanperä 11; 7. Panizzi 7; 8. Duval 5; 9. H.Solberg 4; 10. Stohl, Carlsson und Galli je 3; 13. Kresta, Warmbold und Atkinson je 2.
Stand in der Marken-WM:
1. Peugeot 43; 2. Citroën 31; 3. Subaru 28; 4. Ford 26; 5. Mitsubishi 24; 6. Skoda 4.
Stand in der JWRC:
1. Wilks 12; 2. Andersson 11; 3. Meeke 10; 4. Katajamäki 8; 5. Cecchettini, Valousek und Scorcioni je 6; 8. Sordo 5; 9. Betti 4.
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