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2005-04-24 21:49:56 - ks
DPWM: Mathias Schläppi siegt in Oschersleben

Schläppi profitierte vom Pech seiner Verfolger
Der Schweizer Mathias Schläppi war der Mann des Tages beim Auftakt der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft im MOTOPARK Oschersleben. Den ersten der beiden getrennt gewerteten Läufe entschied der MG-ZS-Pilot souverän für sich, während der Sieg im zweiten Lauf deutlich härter umkämpft war. Schläppi: „Wolfgang Treml war mit seinem Ford Focus unheimlich schnell unterwegs, der war eigentlich nicht zu halten.“ Allerdings musste der Österreicher seinen Ford Focus ST wenige Runden vor Schluss mit Problemen an der Antriebswelle vorne links unmittelbar nach Start und Ziel am Streckenrand abstellen.

Rang zwei im Rennen holte schließlich Newcomer Reinhard Huber (Albaching), der sich mit seinem BMW 320i am ganzen Wochenende kontinuierlich steigern konnte: „Ich habe am Samstagmorgen zum ersten Mal in meinem Einsatzfahrzeug gesessen, da gab es natürlich viel zu tun. Alles ist neu. Umso glücklicher bin ich, dass ich gleich zweimal auf Podium fahren konnte.“

Am Start zu beiden Läufen hatte es jeweils nicht gerade nach MG-Erfolgen ausgesehen, denn Mathias Schläppi konnte in beiden Rennen die Pole Position nicht umsetzen. Der MGFahrer: „Der stehende Start macht mir noch Probleme, daran werde ich für die Zukunft arbeiten müssen, ansonsten lief mein Wochenende aber rundherum prima. Oschersleben ist wie eine Achterbahn – klasse!“ Auch sein Markenkollege war von Beginn an schnell unterwegs. Rainer Bastuck im zweiten MG ZS hatte aber gegen Ende des ersten Laufs einen Ölleitungsbruch zu beklagen, so dass der Lebacher, der im ersten Lauf zwischenzeitlich Rang vier belegt hatte, das zweite Rennen nicht mehr in Angriff nehmen konnte.

Auch die Divison 2 bot eine spannende Vorstellung. Das erste Rennen konnte der aktuelle Champion Kai Jordan von Beginn an kontrollieren: „Ich habe gleich versucht, ein bisschen Abstand zwischen mich und meine Verfolger zu legen“, freute sich der VW-Lupo-Pilot in der Rennpause. „Als Thomas Mühlenz dann auch etwas Tempo herausgenommen hat, konnte ich mir den Rest des Rennens einteilen.“ Doch dann die Enttäuschung: Jordan hatte Probleme mit dem Anlasser, musste den zweiten Lauf aus der Boxengasse aufnehmen. Damit war Lauf zwei leichte Beute für Thomas Mühlenz und Guido Thierfelder, beide auf Citroën. Zunächst dominierte der Troisdorfer Thierfelder, der Thomas Mühlenz bis zur zehnten von 13 Runden in Schach halten konnte. Doch dann nutzte der Gladbacher einige Überrundungsmanöver, um vorbeizuziehen. Guido Thierfelder konnte die Führung in der Divison 2 zwar noch einmal zurückerobern, musste sich aber in der vorletzten Kurve des Rennens schließlich geschlagen geben. Thierfelder: „Im ersten Lauf hatte ich die Reifen Serienorganisation: etwas zu hart rangenommen, im zweiten Lauf lief’s mit neuen Reifen fast perfekt. Am Ende bin ich kurz auf die Kerbs gekommen, so dass Thomas vorbeiziehen konnte. Das sah vielleicht spektakulär aus, war aber absolut fair.“ Dies bestätigte auch der Rennsieger: „Ich habe Guidos Fahrt rundenlang genau verfolgt, um zu sehen, wo er seine Schwachstellen hat. Die habe ich dann am Ende ausgenutzt.“

In der Diesel-Division, die im MOTOPARK ihre Premiere in der DMSB-Produktionswagen- Meisterschaft feierte, lieferten sich die Hauptakteure an der Spitze sehenswerte Duelle. Vor allem Markus Lungstrass (Burscheid) und Roland Hertner (Heilbronn) schenkten sich nichts. Lungstrass siegte überlegen in Lauf 1, noch unbedrängt von Roland Hertner, der nach einem Missverständnis aus der Boxengasse starten musste. Das sollte sich im zweiten Rennen ändern, Runde um Runde holte der Schwabe auf und überholte zur Rennmitte den Spitzenreiter. Hertner im Ziel: „Im Gerangel am Start zum zweiten Lauf habe ich viel Zeit verloren, aber danach war es ein tolles Rennen, das viel, viel Spaß gemacht hat.“
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