Rallye nat.: Zimmer siegt erneut bei Kohle und Stahl
Zweiter Sieg in Folge bei der Kohle & Stahl für Kai Zimmer
Spannend bis zum letzten Meter war die 17. Auflage der ADAC-Rallye Kohle und Stahl rund um Wolfersweiler. Am Ende konnte Kai Zimmer seinen Vorjahreserfolg wiederholen und siegte mit 3,4 Sekunden Vorsprung auf Marc Färber im Mitsubishi Lancer. Armin Sommer komplettierte im Sauer-Subaru Impreza das Podium und wurde dritter.
Nach der überwiegend nassen Einführungsrunde kam pünktlich zum Start die Sonne heraus und trocknete die sechs Wertungsprüfungen rasch ab. Zimmer blieb – wie im Vorjahr – auf Regenreifen, während sich Färber und Sommer für Trockenpneus entschieden. Obwohl die Gummiwahl vermeintlich falsch war, hatte Zimmer am Ende doch wieder die Nase vorn, wenn auch nur knapp. Mit 3:2 hatte der Ford Escort-Pilot auch bei den Bestzeiten knapp die Nase vorn. Ebenfalls eine Bestzeit (in WP 2) markierte Michael Herresthal mit seinem Ford Escort RS 2000, der danach das Tempo seiner Wettbewerber aber nicht mehr mitgehen konnte und nur neunter wurde.
Spannend auch der Kampf um den vierten Gesamtrang zwischen den beiden Klassensiegern Lars Mysliwietz im Honda Civic (Gruppe N/F bis 2000 ccm) und der „gelben Limo“ von Alexander Gräff (Gruppe H bis 2000 ccm). Erstgenannter entschied das Duell mit hauchdünnen 0,5 Sekunden zu seinen Gunsten. Sein bislang bestes Ergebnis mit dem zweiten Klassen- und achten Gesamtrang erreichte Franco Decker im BMW 320iS. Haarscharf an den Top Ten schrammte Frank Merten im Citroen Saxo vorbei. In der Gruppe H bis 1600 ccm war der Pilot des MSC Adenau einmal mehr der Klassenprimus und siegte mit fast einer Minute (!) vor Michael Riga im Opel Corsa.
In der Gruppe H bis 1300 ccm führte vom Start an Mario Fuchs, der seinen Allradvorteil am Daihatsu Charade optimal umsetzen konnte. Ein kleiner Ausrutscher in WP fünf kostete über zehn Sekunden und den möglichen Klassensieg, über den sich Sven Langenfeld im Suzuki Swift freute. Einen überraschenden Sieg in der Gruppe N/F bis 1600 feierte Kai Hantel im Citroen Saxo vor den beiden Suzuki-Piloten Stefan Schneppenheim und Gianni Di Noto. Fast sensationell die Niederlage von Thomas Cappel im bärenstarken Subaru Impreza gegen den Audi A3 1,8 von Gernot Gräf in der Gruppe G.
Endergebnis 17. ADAC-Rallye Kohle und Stahl nach 6 Wertungsprüfungen:
Gestartet/Gewertet: 84/64
1. Kai Zimmer/Ronny Kaiser (Ford Escort Cosworth) 23:09,6 Minuten (1. Gruppe H über 2000 cm)
2. Marc Färber/Alexandra Färber (Mitsubishi Lancer) + 3,4 Sekunden (1. Gruppe N/F über 3000 ccm)
3. Armin Sommer/Bianca Lauck (Subaru Impreza) + 22,5 Sek.
4. Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher (Honda Civic Type-R) + 1:14,6 Minuten (1. Gruppe N/F bis 2000 cm)
5. Alexander Gräff/Stefan Später (Opel Kadett C Limo) + 1:15,1 Min. (1. Gruppe H bis 2000 ccm)
6. Wilfried Brunken/Heiko Brunken (Ford Sierra Cosworth) + 1:16,3 Min.
7. Stefan Malter/Katharina Schmitt (Peugeot 306 S16) + 1:39,5 Min.
8. Franco Decker/Patricia Decker (BMW 320is) + 1:42,3 Min.
9. Michael Herresthal/Markus Schley (Ford Escort RS 2000) + 1:50,3 Min.
10. Uwe Gropp/Patrick Kesselring (Peugeot 306 Maxi) + 1:59,5 Min.
11. Frank Merten/Ralph Merten (Citroen Saxo Kit-Car) + 2:10,7 Min. (1. Gruppe H bis 1600 ccm)
17. Sven Langenfeld/Theresia Antony (Suzuki Swift) + 2:32,2 Min. (1. Gruppe H bis 1300 ccm)
20. Kai Hantel/Klaus Cousin (Citroen Saxo) + 2:45,2 Min. (1. Gruppe N/F bis 1600 ccm)
29. Gernot Gräf/Sandra Gräf (Audi A3 Turbo) + 3:15,8 Min. (1. Gruppe G3)
31. Thomas Cappel/Andreas Setzer (Subaru Impreza) + 3:20,9 Min. (1. Gruppe G1)
WP-Bestzeiten:
Zimmer 3; Färber 2; Herresthal 1.
wichtige Ausfälle:
nach WP 6: Jürgen Schumacher/Stephan Frank (VW Golf GTi) unbekannt
WP 5: Dieter Reiland/Claudia Reiland (Mitsubishi Galant) technischer Defekt
WP 2: Christian Brunken/Hans-Peter Loth (Ford Sierra) Folgeschaden Unfall WP 1
WP 1: Jens Kirchen/Ramona Mühleib (Ford Fiesta) Unfall