Rallye nat.: Marc Färber siegt souverän bei der Osterrallye
Auch schnell auf zwei Rädern: Marc Färber
Marc Färber setzte bei der ADAC-MSC Osterrallye Zerf die Siegesserie seines großen Bruders Frank fort: Zum vierten Mal in Folge siegte ein Mitglied der Neuwieder Rallyefamilie. Marc und Ehefrau Alexandra fuhren auf allen fünf Wertungsprüfungen (WP) im Mitsubishi Lancer Evo IV die Bestzeit und siegten mit 19,3 Sekunden Vorsprung auf Armin Sommer im Sauer-Subaru Impeza. Dritter wurde Christian Brunken im Ford Escort Cosworth. Gianni Di Noto fuhr den kleinen Suzuki Ignis in Cup-Spezifikation auf den vielbeachteten 20. Gesamtrang.
Mehrere tausend Zuschauer verfolgten die einmal mehr bestens organisierte Rallye, die mit anspruchsvollen Strecken und wenig Blechschäden glänzte. Nur ein verbogenes Drainage-Gitter kurz vor dem Ziel sorgte für die Neutralisation von WP sechs.
Von Beginn an kontrollierte Marc Färber das Geschehen, allerdings blieb Armin Sommer immer in Schlagdistanz. Ein Reifenschaden oder Dreher und der Subaru-Pilot wäre vorbei gewesen. Für die Färbers war es nach Taunus bereits der zweite Saisonsieg. Christian Brunken konnte im Gruppe H-Ford Sierra als einziger das Tempo des Spitzenduos halbwegs mitgehen, doch hinter einer Spitzkehre in WP vier landete Brunken links im Graben und ein Kilometerstein beschädigte den Unterboden. Mehr als Gesamtrang drei und der Gruppensieg waren nicht mehr möglich.
Ganze 0,1 Sekunden trennten Lars Mysliwietz (Honda Civic Type-R) und Michael „Jeanny“ Rausch im Opel Ascona 2,4-16V auf der Zielrampe. Hesse Rausch, der bei weitem nicht die Streckenkenntnisse hatte wie der Ur-Saarländer, begeisterte mit tollen Drifts. Platz fünf und der Klassensieg waren ein verdienter Lohn für den Kreis-Piloten. Mysliwietz seinerseits baute die Führung mit dem Klassensieg in der Saarländischen Rallyemeisterschaft weiter aus.
Für einen Peugeot-Dreifachsieg in der Gruppe H bis 2000 ccm sorgten Uwe Gropp (306 Maxi), Stefan Burg (309) und Stefan Malter (306 S16). In der Gruppe H bis 1600 ccm musste sich Lokalmatador Jürgen Schumacher im VW Golf dieses Mal mit dem zweiten Platz hinter dem Markenkollegen Marko Decker zufrieden geben. Dennoch überwog beim Zerfer im Ziel die Freude, war er doch in der Auftaktprüfung beinahe auf dem Dach gelandet.
Über die Absage der letzten Prüfung ärgerte sich vor allem Sven Langenfeld. Auf den ersten drei Prüfungen bremsten Motoraussetzer den Vortrieb am Suzuki Swift und der Pilot des ATC Merzig büßte elf Sekunden auf Mario Fuchs im Daihatsu Charade ein. Ab WP vier begann dann die große Aufholjagd und Langenfeld machte acht Sekunden gut. Es wäre sehr spannend geworden, somit behielt Fuchs mit 3,5 Sekunden Vorsprung die Oberhand. Bester Youngtimer wurde das Vater-Sohn-Team Heinz-Robert und Martin Jansen vom MSC Wahlscheid, obwohl in der Auftaktprüfung rund 50 Meter Stacheldrahtzaun auf der Ideallinie des Opel Manta-Duos standen.
Richtig flott unterwegs waren die zumeist Anfang-20jährigen Nachwuchspiloten in der Gruppe N/F bis 1600 ccm. ADAC Nordrhein-Pilot Udo Schütt begann im Suzuki Ignis mit einer Bestzeit, musste dann aber Gianni Di Noto vorbeiziehen lassen. Mit seinem Ignis nahm Di Noto der Konkurrenz Sekunde um Sekunde ab und fuhr den PS-Zwerg sogar auf den 20. Gesamtrang. Schütt wurde mit 7,5 Sekunden Rückstand zweiter, mit weiteren 6,4 Sekunden folgte Andreas Schrinner im VW Polo. Stefan Schneppenheim musste seinen Ignis schon in der ersten Prüfung mit gebrochener Antriebswelle abstellen. Tobias Alzenberger versenkte den Citroen Saxo in einem Gebüsch (WP vier). Nach den Leistungen von Kempenich und Zerf untermauerte Gianni Di Noto nachhaltig seine Favoritenstellung für den in Kürze startenden Suzuki Ignis-Cup.
Gesamtklassement nach 5 Wertungsprüfungen:
(gestartet: 87; gewertet: 74)
1. Marc Färber/Alexandra Färber (Mitsubishi Lancer Evo IV) 19:51,3 Minuten (1. Gruppe N/F über 3000 ccm)
2. Armin Sommer/Bianca Lauck (Subaru Impreza WRX STi) + 19,3 Sekunden
3. Christian Brunken/Hans-Peter Loth (Ford Sierra Cosworth) + 33,5 Sek. (1. Gruppe H über 3000 ccm)
4. Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher (Honda Civic Type-R) + 54,0 Sek. (1. Gruppe N/F bis 2000 ccm)
5. Michael Rausch/Heiko Steinacker (Opel Ascona 2,4-16V) + 54,1 Sek. (1. Gruppe H bis 3000 ccm)
6. Uwe Gropp/Patrik Kesseling (Peugeot 306 Maxi) + 1.00,4 Minuten (1. Gruppe H bis 2000 ccm)
7. Stefan Burg/Hans-Jürgen Herzog (Peugeot 309) + 1.05,3 Min.
8. Stefan Malter/Katharina Schmitt (Peugeot 306 S16) + 1.11,9 Min.
9. Joachim Hirsch/Fritz-Walter Vohl (Ford Escort Cosworth) + 1.12,5 Min.
10. Andreas Konrath/Mark Ternes (Opel Kadett E 16V) + 1.13,0 Min.
11. Marko Decker/Torsten Müller (VW Golf GTi) + 1.29,9 Min. (1. Gruppe H bis 1600 ccm)
14. Heinz-Robert Jansen/Martin Jansen (Opel Manta) + 1.40,0 Min. (1. Youngtimer bis 2000 ccm)
20. Gianni Di Noto/Sebastian Glatzel (Suzuki Ignis) + 1.57,0 Min. (1. Gruppe N/F bis 1600 ccm)
29. Mario Fuchs/Maik Dünker (Daihatsu Charade) + 2.11,6 Min. (1. Gruppe H bis 1300 ccm)
33. Jürgen Carabin/Sina Carabin (Ford Escort Cosworth) + 2.32,7 Min. 1. Gruppe G1)
46. Gernot Gräf/Sandra Gräf (Audi A3 1,8 Turbo) + 3.12,8 Min. (1. Gruppe G3)