Wieder ein Gesamtsieg für Carsten Alexy im Audi S2
Carsten Alexy baut seine Rekordserie weiter aus: Am Steuer des Audi S2 Quattro siegte der Pilot des veranstaltenden MSC Braach zum sechsten Mal bei der ADAC-Rallye „Rund um dem Alheimer“. Nach sechs Wertungsprüfungen hatte der Audi-Pilot 13 Sekunden Vorsprung auf Norbert Moufang im Opel Kadett C. Auf der letzten Prüfung rückte Uwe Kiehm, erstmals mit Freundin Martina Riepl unterwegs, mit seinem Opel Kadett C noch auf den dritten Rang vor.
Die erste Bestzeit im Braach-Klassiker „Am Stock“ ließ BMW M3-Pilot Udo Schiffmann für sich notieren. Nach einem Unfall im Herbst des Vorjahres wurde nicht nur die Karosserie instandgesetzt, auch unter dem Blechkleid hat sich einiges getan. Auch von Cornberg nach Dens war Schiffmann der Schnellste, reichlich schlammbedeckter Asphalt half Alexy im Allrad-Audi, Schiffmanns Zeit zu egalisieren. Auf dem Truppenübungsplatz (WP 3) knöpfte Alexy dem BMW-Piloten elf Sekunden ab, übernahm die Führung und sollte diese bis zum Ziel nicht mehr abgeben.
Vom ersten Meter an wurde Norbert Moufang, Gesamtsieger von 1990 und 1992, von einer defekten Zylinderkopfdichtung eingebremst. Eine kräftige Rauchfahne ließ auf das baldige Ende des Mitfavoriten schließen, doch das Opel-Triebwerk sollte bis zum Schluß halten. In WP fünf gelang Moufang sogar eine Bestzeit (Zeitgleich mit Schiffmann) und erreichte als Gesamtzweiter und Klassensieger der Gruppe H bis 2000 ccm den parc fermé. Einen möglichen zweiten Gesamtrang vergab Schiffmann auf der letzten Prüfung, als er sich drehte und den Motor abwürgte.
Für die weitesten Sprünge und den intensivsten Funkenflug des Tages sorgten Georg Hossfeldt im VW Golf II GTi und Bernd Schneider – weder der Fussballer, noch der DTM- oder VLN-Pilot – mit einem Peugeot 205. Fehlende Motorleistung wurde mit entsprechendem Mut und Können ausgeglichen. Hossfeldt wurde immerhin Gesamt-13. und Klassen-7., Schneider dritter in der G3.
Ihre erste Rallye überhaupt fuhren Björn Reitze/Patrick Kästner im Opel Corsa. Zündprobleme hatten sowohl auf der Anreise als auch während der Rallye für Kopfzerbrechen gesorgt. Dazu landete das Duo in WP fünf noch kurz im Acker, konnte aber weiterfahren und wurde zwar als 64. und Letzte - aber immerhin als Lohn der Mühen - gewertet. Glück hatten die Markenkollegen Lutz Stein/Jan Dittrich, die in Prüfung zwei bei hoher Geschwindigkeit einen Erdwall erklommen, sich aber nicht überschlugen.
Gesamtklassement nach 6 Wertungsprüfungen:
(gestartet: 72; gewertet: 64)
1. Carsten Alexy/Uwe Wagner (Audi S2 Quattro) 23.09 Minuten (1. Gruppe H über 3000 ccm)
2. Norbert Moufang/Michaela Frenzel (Opel Kadett C) + 13 Sekunden (1. Gruppe H bis 2000 ccm)
3. Uwe Kiehm/Martina Riepl (Opel Kadett C) + 27 Sek.
4. Marco Koch/Stefan Assmann (Opel Kadett C) + 31 Sek.
5. Udo Schiffmann/Sandro Matejka (BMW M3) + 33 Sek. (1. Gruppe H bis 3000 ccm)
6. Michael Rausch/Heiko Steinacker (Opel Ascona 2,4) + 35 Sek.
7. Stefan Göttig/Holger Claus (Ford Escort Maxi) + 39 Sek.
8. Jörg Schuhey/Tanja Timmer (Opel Astra) + 50 Sek. (1. Gruppe N/F bis 2000 ccm)
9. Bodo Friebertshäuser/Frank Graul (Mitsubishi Lancer Evo 8) + 1.06 Minuten (1. Gruppe N/F über 2000 ccm)
10. Ingo Koschmieder/Bettina Gniß (Opel Kadett C) + 1.06 Min.
15. Karsten Säckl/Heiko Brandt (Toyota Corolla) + 1.39 Min. (1. Gruppe H bis 1600 ccm)
24. Mathias Pfordt/Peter Dilcher (VW Polo) + 2.15 Min. (1. Gruppe H bis 1300 ccm)
26. Michael Buchwald/Rita Buchwald (VW Polo) + 2.19 Min. (1. Gruppe N/F bis 1400 ccm)
34. Mike Günther/Cindy Günther (Mazda 323) + 2.58 Min. (1. Gruppe G)