Erstmals zählte mit der Corona Rally Mexico ein Rallye-WM-Lauf außerhalb Europas zur Junior-World-Rallye-Championship (JWRC). Aufgrund der hohen Transport- und Einsatzkosten folgten allerdings nur fünf der 13 JWRC-Teams dem WRC-Tross nach Mittelamerika. Und nur Guy Wilks sollte als einziger alle 14 Wertungsprüfungen absolvieren. Der Brite feierte im Suzuki Ignis seinen ersten Saisonsieg, markierte elf Bestzeiten und übernahm auch die Tabellenführung.
Vom Start weg übernahm Wilks die Führung und gab diese bis zur Zeilrampe nicht mehr ab. Zeitweise lag Wilks sogar unter den Top Ten in der Gesamtwertung. Aufgrund seines großen Vorsprunges in der JWRC tauschte sein Team am letzten morgen nahezu jedes Bauteil aus und nahm hierfür auch gerne 2:30 Minuten Strafzeit in Kauf. Dennoch betrug Wilks’ Vorsprung im Ziel über elf Minuten.
Markenkollege Per-Gunnar Andersson sorgte für einen Doppelsieg, obwohl der Schwede auf der zweiten Etappe an zweiter Stelle liegend ausgeschieden war. Der Suzuki-Pilot hatte in Prüfung elf einen Felsen touchiert und dabei den Motor seines Ignis beschädigt. Dank des seit diesem Jahr gültigen Superrally-Systems – hierbei bekommt ein Teilnehmer pro Prüfung, die er auslässt, fünf Strafminuten- konnte der Schwede am Sonntag mit einem neuen Motor noch einmal starten und seinen zweiten Platz ins Ziel retten.
Dritter wurde Luca Cecchettini mit seinem Fiat Punto, der auf Prüfung fünf eigentlich mit einem Unfall ausgeschieden war, nach dem Auslassen von WP sechs dann aber ab Prüfung sieben wieder dabei war. Pavel Valousek, dritter Suzuki im Feld, war eigentlich in Prüfung vier verunfallt, aber auch ab Prüfung sieben wieder mit von der Partie. Einzig Conrad Rautenbach wurde nicht gewertet, da er an den ersten beiden Tagen jeweils mit Motorschaden ausgefallen war und für den letzten Tag kein drittes Triebwerk dabei hatte.