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WRC: Erster Solberg-Sieg in Schweden

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Neuer WM-Leader: Toni Gardemeister und Ford |
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| Petter Solberg sorgt für den ersten Subaru-Sieg in Schweden seit 1997. Nach 20 Wertungsprüfungen rund um Uddeholm, welches nur rund 70 Kilometer von seiner Heimat Norwegen entfernt liegt, siegte der Weltmeister von 2003 mit über zwei Minuten Vorsprung auf Markko Märtin im Peugeot und Ford-Pilot Toni Gardemeister. Der Finne übernahm mit dem zweiten Podestplatz der laufenden Saison auch die Führung im WM-Klassement.
Oftmals sind die Würfel nach dem zweiten von drei Tagen bei WRC-Läufen gefallen. Nicht so bei der 2005er Auflage der einzigen Schnee-Veranstaltung im WM-Kalender. Petter Solberg und Marcus Grönholm (Peugeot) hatten bis zum Ziel der zweiten Etappe sechsmal für einen Wechsel an der Spitze gesorgt und mit knapp 13 Sekunden fiel der Vorsprung des Wikingers zu Beginn des heutigen Tages sehr knapp aus.
Mit einer Bestzeit in der Auftaktprüfung (WP 15) vergrößerte Solberg den Vorsprung. Dann gab es zwei Bestzeiten in Folge für Peugeot, doch dafür war nicht „Bosse“ Grönholm, sondern Märtin verantwortlich, der Vorjahressieger Sébastien Loeb immer näher auf den Pelz rückte. Grönholm kam in WP 16 von der Straße ab, überschlug sich und riss dem 307 ein Rad ab. Der Finne nahm zwar die Fahrt wieder auf, blockierte sogar kurzzeitig den zwei Minuten später gestarteten Petter Solberg, musste dann aber aufgeben.
In der vorletzten Prüfung (WP 19) hauchte dann der schon länger kränkelnde Motor in Loebs Xsara endgültig sein Leben aus. Märtin rückte somit auf Rang zwei vor, ein Ergebnis, mit dem der Este nicht gerechnet hatte. Zu sehr mußte sich der ehemalige Ford-Pilot noch an Auto und (Pirelli-)Reifen gewöhnen.
Für ein sprichwörtliches „Finnish“ sorgten die beiden Finnen Toni Gardemeister im Ford Focus und Harri Rovanperä (Mitsubishi Lancer). Gemeinsam mit Petters Bruder Henning Solberg kämpfte das Duo um den letzten Podiumsrang. Rovanperä war die für die letzten drei Prüfungen der fünfte Gang abhanden gekommen, blieb aber 2,7 Sekunden vor Solberg. Toni Gardemeisters dritter Rang bedeutete nicht nur die Tabellenführung in der Fahrer-, sondern auch in der Marken-WM.
Sehr gut unterwegs war Daniel Carlsson bei seinem Heimspiel. Ohne die leichte Kaltverformung vom ersten Tag wäre Platz zwei möglich gewesen, der sechste Rang am Steuer des Bozian-Peugeot ist aber auch nicht schlecht. Den möglichen achten Rang und WM-Punkte verpasste Schweden-Debütant Chris Atkinson (Subaru) bei einem Unfall in Prüfung 18, der rund zwölf Minuten kostete.
Gesamtklassement nach 20 Wertungsprüfungen:
1. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza/P) 2:54.25,5 Stunden
2. Märtin/Park (Peugeot 307/P) + 2.15,2 Minuten
3. Gardemeister/Honkanen (Ford Focus/M) + 3.20,3 Min.
4. Rovanperä/Pietiläinen (Mitsubishi Lancer/P) + 3.26,3 Min.
5. H.Solberg/Menkerud (Ford Focus/M) + 3.29,0 Min.
6. Carlsson/Andersson (Peugeot 307/P) + 3.45,2 Min.
7. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer/P) + 4.09,5 Min.
8. Kresta/Tomanek (Ford Focus/M) + 4.33,7 Min.
9. Paasonen/Vainikka (Skoda Fabia/M) + 5.02,8 Min.
10. Warmbold/Orr (Ford Focus/M) + 6.54,0 Min.
11. Ekström/Bergman (Skoda Fabia/M) + 7.04,6 Min.
12. Duval/Prevor (Citroën Xsara/M) + 7.07,6 Min.
13. Sarrazin/Giraudet (Subaru Impreza/P) + 7.55,6 Min.
19. Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza/P) + 16.49,8 Min.
M= Michelin, P=Pirelli
wichtige Ausfälle:
WP 20: Tuohino/Markkula (Skoda Fabia/M) Folge von WP 18, Rad abgerissen
WP 19: Loeb/Elena (Citroën Xsara/M) Motorschaden
WP 17: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) technischer Defekt
WP 16: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307/P) Unfall
WP 10: Sohlberg/Lindström (Ford Focus) Unfall
WP-Bestzeiten:
P.Solberg 6; Grönholm und Loeb je 4; Märtin und Carlsson je 2; Galli und Rovanperä je 1.
Stand in der Fahrer-WM:
1. Gardemeister 14; 2. Märtin 13; 3. Loeb und P.Solberg je 10; 5. Rovanperä 7; 6. Panizzi 6; 7. Grönholm und H.Solberg je 4; 9. Stohl und Carlsson je 3; 11. Galli und Kresta je 2.
Stand in der Marken-WM:
1. Ford 20; 2. Peugeot und Mitsubishi je 17; 4. Citroen 11; 5. Subaru 10; 6. Skoda 3.
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