Sportwagen: Licht und Schatten für Alzen in Brasilien
Alzen: "Da ist noch eine Rechnung offen"
Bei den „1000 Meilen von Interlagos“ startete Uwe Alzen in die Motorsportsaison 2005. Für den Betzdorfer war es die erste Teilnahme an dem bereits zum 33. Mal ausgetragenen Langstreckenrennen in Brasilien. Zusammen mit Franz Konrad und dem Spanier Antonio Hermann steuerte Alzen einen Saleen SR7 aus der FIA GT-Meisterschaft.
Von Startplatz drei aus ins Rennen gestartet übergab Uwe Alzen nach Wetterkapriolen in der Anfangsphase und einem Doppelturn in Führung liegend an seine Fahrerkollegen. „Kurz vor dem Start hatte es zu regnen begonnen. Wir waren auf Intermediates unterwegs und in der ersten halben Stunde fuhr mir die Spitze davon – es war unheimlich viel Wasser auf der Strecke. Als es abtrocknete sind Reifen dann warm geworden und ich konnte an die Spitze fahren“, beschreibt Alzen.
Nach mehr als neun Stunden Fahrtzeit bremste ein technischer Defekt die Deutschen ein und zwang zur Aufgabe. „In der Nacht konnten wir nicht mehr in den sechsten Gang schalten. Auf den Vollgas-Passagen mussten wir den fünften Gang ausreizen, um mithalten zu können. Der extremen Belastung hat der Motor auf Dauer nicht standgehalten und als Folge ist ein Kipphebel gebrochen den wir nicht mehr reparieren konnten“, erläutert Alzen.
Damit war der Weg frei für einen Ex-DTM-Audi: Die Lokalmatadoren Xandy Negrão, Xandynho Negrão, Guto Negrão und Giuliano Losacco überquerten nach 11:14:49.929 Stunden als Sieger die Ziellinie. Die schnellste Rennrunde ging auf das Konto von Alzen. Für die 4,292 Kilometer benötigte er 1:34,592 Minuten. „Die Konkurrenz war stark und schnell“, urteilt Alzen. „Wir planen, auch im nächsten Jahr wieder hier an den Start zu gehen – da ist noch eine Rechnung offen.“