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2005-01-18 23:15:36 - ju
WRC: Saisonauftakt in Monte Carlo

Bei der Monte geht ein übersichtliches Feld an den Start
Zufriedene Mienen an allen Ecken und Enden: 351 Nennungen gingen beim Automobilclub de Monaco für die Rallye Monte Carlo an. Unter ihnen auch 16 deutsche Teams welches beweist, dass der Klassiker auch hierzulande nichts von seinen Reizen eingebüßt hat. Verschneite Passstraßen, Nachtetappen und die berühmte Sternfahrt von Reims, Barcelona oder Turin sorgen einmal mehr für das einmalige Flair der berühmtesten aller Rallies.

In der Starterliste wimmelt es natürlich nur so an klangvollen Namen: Jean Ragnotti, Sieger von 1980, und Ex-Formel 1-Pilot Erik Comas bringen jeweils eine der favorisierten Renault Alpine A110 an den Start. Opels früherer Rennleiter Tony Fall sowie Datsun-Werksfahrer Andy Dawson nehmen am Volant von zwei Datsun 240 Z Platz. US-Legende John Buffum kann aus Baujahrsgründen nicht einen seiner geliebten Audi Quattro über die Startrampe fahren, aber auch im Plymouth Barracuda wird der US-Boy eine gute Figur abgeben.

Patrick Tambay, in der Formel 1 unter anderem für Renault und Ferrari am Start, lenkt einen Citroen DS 19 während der aktuelle Porsche-Werksfahrer Romain Dumas mit der hohen Start-Nummer 72 auf ein gutes Ergebnis im Alfa Romeo 1900 hofft. Zu den ganz heißen Eisen gehören auch Jean-Pierre Richelmi (Lancia Stratos), Pseudonym-Pilot „Tchine“ (Opel Commodore GS/E) und der Schweizer Allrounder Jürg Hügli, den deutschen Fans vor allem durch die vielen Starts bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring bekannt, mit seiner Alfa Romeo Giulia Sprint GT. VLN-Pilot Rolf Kienen lenkt einen BMW 1600-2 und Youngtimer-Trophy-Spezialist Michael Kronenberg einen Opel Ascona 1,9.

Nebenbei: Eine Woche vorher startet übrigens noch eine zweite Rallye in Monte Carlo. Äußerst bescheidene 34 Teams haben genannt. Außer den bekannten WRC-Besetzungen von Citroen, Ford, Subaru, Peugeot, Mitsubishi und Skoda und den technisch labilen Super 1600-Fahrzeugen der JWRC hat der WM-Auftakt nicht viel zu bieten.

Die 15 Prüfungen sind zumeist an den südlichen Berghängen, damit es möglichst viel Regen anstelle von Schnee gibt. Der am weitesten entfernte Zuschauerpunkt liegt gerade einmal 60 Kilometer vom Steuerparadies entfernt, so dass mit kilometerlangen Staus, der totalen Überfüllung der wenigen Zuschauerplätzen sowie der daraus resultierenden Absage einiger Prüfungen zu rechnen ist.

Wer das echte Monte-Feeling spüren will, sollte eine Woche später ins Fürstentum fahren.
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