Peterhansel ließ auch am Ende der Dakar nichts anbrennen
Nach 9000 Kilometern endete die am Silvestertag in Barcelona gestartete Rallye Dakar mit einem Doppelsieg von Mitsubishi. Damit bleibt die Marke mit den drei Diamanten seit 2001 ungeschlagen und ist mit insgesamt zehn Triumphen der erfolgreichste Hersteller bei dem seit 1979 ausgefahrenen Marathon-Klassiker. Wie im Vorjahr drückte der Franzose Stéphane Peterhansel der härtesten Motorsport-Veranstaltung der Welt seinen Stempel auf. Am Steuer seines Pajero Evolution übernahm er die Führung mit dem zweiten seiner insgesamt vier Tagessiege auf der siebten und längsten Dakar-Prüfung und gab sie bis ins Ziel am berühmten Lac Rose nicht mehr ab. "Das ist ein großartiger Erfolg", jubelte Peterhansel. "Ich musste deutlich mehr kämpfen als im Vorjahr, weil die Rallye schwieriger war und der Abstand zu meinen Verfolgern geringer." Peterhansel hat die Dakar nun bereits sechs Mal mit dem Motorrad und zweimal mit Mitsubishi gewonnen.
Der härteste Rivale des Franzosen um den Gesamtsieg war sein Landsmann und Teamkollege Luc Alphand. Der ehemalige Ski-Weltcup-Sieger bestritt die Dakar erstmals im Pajero Evolution und kam vom Start weg bestens mit dem 270 PS starken Geländewagen zurecht: Alphand markierte mit Ausnahme der letzten drei Prüfungen, auf denen das Mitsubishi Führungsduo des Tempo herausnahm, jeweils Plätze unter den besten Fünf und feierte einen Tagessieg. Den zweiten Rang der Gesamtwertung, den er schließlich auch auf der Zielrampe in Dakar mit einer Champagnerdusche zelebrierte, hatte er seit dem sechsten Tag inne. Alphand: "Ich wollte auf das Podium fahren und freue ich mich über den großartigsten zweiten Platz meiner Karriere. Ich danke dem ganzen Team, das das beste der Welt ist. Es ist unglaublich, auf welch hohem Niveau bei Mitsubishi gearbeitet wird."
Volkswagen spielte im Kampf um den Gesamtsieg wie bereits in den Vorjahren keine Rolle. Die Wolfsburger ließen zwar mit kleinen Lichtblitzen, wie der anfänglichen Stärke von Dakar-Neuling Robby Gordon oder der Etappensieg von Jutta Kleinschmidt am 11. Januar, aufhorchen. Aber auch diese Minimalerfolge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mitsubishi zu jedem Zeitpunkt der Rallye die Entscheidung um den Gesamtsieg unter Kontrolle hatte. Am Ende feierte die Mannschaft rund um Teamchef Kris Nissen mit Rang drei die erste Podiumsplatzierung eines Diesel-Fahrzeuges durch das Damenduo Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons mit 3:22.00 Stunden Rückstand auf die Gewinner.
„Für mich ist es ein besonderer Podiumsplatz. Denn als wir zu Volkswagen kamen, wussten wir, dass wir eine Durststrecke durchzustehen haben. Jetzt haben wir den Anschluss an die Konkurrenz geschafft“, so Jutta Kleinschmidt optimistisch. „Die Mannschaft hat diesen Erfolg ebenso verdient wie Volkswagen – alle sind das Projekt vom ersten Tag an mit großem Engagement und viel Enthusiasmus angegangen. Wir haben eine gute Vorstellung gezeigt und hatten von Anfang an gute Ergebnisse. Erst hat Robby Gordon geführt, dann Bruno Saby. Später lag ich auf Podiumskurs. Das Podest war unser Ziel und dass es geklappt hat, ist einfach toll.“