RAID: Mitsubishi baut Dakar-Doppelführung weiter aus
Peterhansel führt mit 23.16 Minuten Vorsprung auf Alphand
Die Dakar-Karawane hat ihre südlichste Station erreicht: Bamako, die Hauptstadt von Mali. Die Pajero Evolution Piloten Stéphane Peterhansel und Luc Alphand erkämpften auf der 586 Kilometer langen Prüfung von Mauretanien in die 840.000-Einwohner-Metropole die Plätze zwei und drei der Tageswertung hinter Giniel de Villiers (Nissan) und bauten so die Doppelführung von Mitsubishi bei der härtesten Motorsport-Veranstaltung der Welt weiter aus. 1:18.47 Stunden trennen Spitzenreiter Peterhansel mittlerweile von der Gesamtdritten Jutta Kleinschmidt, Luc Alphand liegt 23.16 Minuten hinter seinem Teamkollegen. Peterhansels Führung ist das Resultat seiner konstant schnellen Fahrt: Auf acht der zehn bisher gewerteten Prüfungen belegte er einen Platz unter den besten Drei der Tageswertung, dreimal markierte er dabei die Bestzeit.
Vier Tage vor dem Ende der Rallye Dakar liegen zwei Volkswagen Race-Touareg unter den fünf Bestplazierten. Vortages-Siegerin Jutta Kleinschmidt mit Beifahrerin Fabrizia Pons beendete die zwölfte Etappe als Sechste und nimmt im Gesamtklassement nunmehr schon seit acht Tagen den dritten Rang ein. Zwei Plätze besser war Bruno Saby mit Copilot Michel Périn, der den 260 PS starken Race-Touareg auf den vierten Rang steuerte. Damit verdrängten die beiden Franzosen den Mitsubishi-Piloten Nani Roma vom fünften Gesamtrang.
Der Streckenbelag der mit 819 Kilometer längsten Dakar-Etappe in Afrika war ein Wechselspiel zwischen Sand, Schotter, roten Laterit-Böden und Waldwegen. Außerdem erschwerte eine kniffelige Navigation vor allem den Beifahrern den harten Arbeitstag. „Am schwierigsten war heute die Navigation“, gab Jutta Kleinschmidt zu. „Am Anfang haben wir uns mit einer Gruppe von Fahrzeugen verfahren, dann fanden wir die Strecke wieder. Als 150 Kilometer vor dem Ziel hinten rechts ein Antriebswellenschaden auftrat, reduzierte ich mein Tempo.“
Die 13. Etappe führt am Donnerstag über 370 Wertungskilometer nach Kayes im Westen von Mali. Unter anderem erwarten die Fahrer Busch-Pfade und die "Tambaoura"-Klippen.