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2005-01-12 10:36:36 - ks
Gamepreview: Vom Cockpit in den Kommandostand

Wer kennt sie nicht, die viel sagenden Gesichter der Strategen hinter den Kulissen? Längst ist es nicht mehr der Fahrer alleine, der das Rennen bestimmt, und mit der notwendigen Portion Glück auch gewinnt. Je komplizierter die Boliden werden, und je mehr High-Tech-Tools das Set-up des Wagens bestimmen, desto einflussreicher werden die Entscheidungen des Rennleiters, des technischen Direktors und der Ingenieure. Wie viel Sprit man an Bord nimmt, welche Reifenmischung passt und wann der beste Zeitpunkt für den Boxenstopp ist – die richtige Strategie macht den Erfolg. Das alles gibt es jetzt auch in Gran Turismo 4: der Spieler darf nun alternativ vom Fahrer zum Rennleiter mutieren, gibt taktische Anweisungen und beobachtet „seinen“ Piloten aus diversen Kamerawinkeln, ähnlich dem Replay-Modus. Der neue B-Spec-Modus (Spec steht dabei für „Special“) ist optional sowohl im Arcade-, als auch im Gran Turismo-Modus einsetzbar und eröffnet eine völlig neue Dimension im Rennspiel-Genre. Aktiviert der Spieler vor dem Start den B-Spec-Modus nimmt an seiner Stelle ein computergesteuerter Fahrer im virtuellen Schalensitz platz, dessen Fahrstil und Aggressivität einstellbar ist.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht
Dabei ist der neu entwickelte B-Spec-Modus nicht annähernd so kompliziert, wie der Name vielleicht vermuten lässt. „Eine unserer größten Herausforderungen war es, eine neue, anspruchsvolle Spielebene zu entwickeln, ohne jedoch dem durchschnittlichen Spieler durch eine unüberschaubare Fülle von Möglichkeiten den Spaß zu verderben“, so Kazunori Yamauchi, Präsident von Polyphony und Schöpfer der Gran Turismo Spiele. „Die ursprüngliche Idee war es, einen Simulations-Modus zu entwickeln, in dem der Spieler als Renndirektor den Wettbewerb von der Boxengasse aus beeinflusst. Anfangs hatten wir für den Manager-Part viele Kommandos und Instruktionen geplant, von denen wir jedoch einige wieder über Bord warfen, um uns jetzt auf das Wesentliche zu konzentrieren. So gelang es uns, die Bedienung einfach und verständlich zu halten.“

„Manchmal habe ich eben das Bedürfnis, mich einfach nur zurück zu lehnen, einen Kaffee zu trinken, und dabei das Renngeschehen zu beobachten,“ erläutert Yamauchi seine Philosophie weiter.

Alles unter Kontrolle
Wie im richtigen Rennen, so hängen auch im virtuellen Circuit, Tempo und Risiko eng beieinander. So stehen dem Spieler Buttons zur Verfügung, mit denen er von eins (verhalten), bis fünf (hart am Limit), den Fahrstil des Piloten beeinflussen kann. Doch Vorsicht: je schneller der Pilot den Kurs umrundet, umso eher kann es durch einen Fahrfehler zu einem Ausrutscher in das Kiesbett kommen, der wertvolle Zeit kostet. Mit dem „Overtake“-Button überholt er Konkurrenten und der „P“-Button dirigiert den Fahrer in die Boxengasse zum Pitstop. Dabei ist es wichtig, dass der Rennleiter, gerade bei längeren Rennen, den Reifenverschleiß und den Spritverbrauch stets im Auge behält. Dazu stehen ihm auf dem zugeschalteten „Race-Monitor“ jede Menge Informationen zum eigenen Fahrzeug zur Verfügung, wie auch Rundenzeiten und Platzierungen der jeweiligen Konkurrenten. Wenn es dem Spieler dennoch langweilig werden sollte, dann bietet der Race-Monitor die Möglichkeit, das Rennen mit bis zu vierfacher Geschwindigkeit ablaufen zu lassen. Wer klug und taktisch entscheidet, führt seinen Schützling zur Pole Position und aufs Siegertreppchen.
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