RAID: Mitsubishi Doppelspitze setzt sich weiter ab
Jutte Kleinschmidt liegt nach wie vor auf Rang drei
Mitsubishi Pilot Stéphane Peterhansel feierte auf der zehnten Etappe der Rallye Dakar seinen dritten Tagessieg und baute damit seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Der 39 Jahre alte Franzose durcheilte die 483 Kilometer lange Schleife nordöstlich des mauretanischen Handelszentrums Atar in 5:22.58 Stunden und war damit eineinhalb Minuten schneller als sein Teamkollege Luc Alphand. In der Gesamtwertung trennen die beiden Pajero Evolution an der Spitze 21.28 Minuten. Die Drittplatzierte Jutta Kleinschmidt liegt nach zehn der 16 Etappen bereits mehr als eine Stunde zurück.
Die Deutsche hatte am 5. Januar im Volkswagen Race-Touareg den dritten Gesamtrang der Rallye Dakar übernommen und verteidigte diese Position am Montag auch auf der anspruchsvollen zehnten Etappe in Mauretanien. Auf der Schleife mit Start und Ziel in Atar, die zahllose Dünenüberquerungen, aber auch Pässe, Kamelgras und ein Chott (ein ausgetrocknetes Seebett) enthielt, errang Kleinschmidt mit Beifahrerin Fabrizia Pons wie bereits auf der fünften und der siebten Etappe wiederum das drittbeste Tagesergebnis.
Peterhansel berichtete: "Eine schöne und vielseitige Prüfung. Wir haben viele Dünen und Wüstenpfade passiert. Außerdem mussten wir uns 60 Kilometer lang durch das tückische Kamelgras quälen und einen Pass erklimmen. Als wir oben waren, hatten wir einen Plattfuß. Vorsichtshalber haben wir daraufhin den Luftdruck in allen Reifen auf 1,6 bar reduziert. Später haben wir uns noch in einer Düne die Front beschädigt - was aber nichts Ernsthaftes war." Alphand ergänzte: "Wir sind auf der heutigen Prüfung bei Stéphane geblieben, um uns gegenseitig helfen zu können, falls etwas Unvorhergesehenes passiert. Wir haben das Tempo ein wenig forciert, ohne ein unnötiges Risiko einzugehen. Die Taktik hat sich ausgezahlt, denn wir haben den Vorsprung auf Jutta Kleinschmidt deutlich ausgebaut."
Während die beiden Pajero Evolution an der Spitze ohne Probleme das Tempo bestimmten, wurden Hirsohi Masuoka und Andrea Mayer von Defekten eingebremst. Masuoka musste nach 100 Kilometern mit Motorproblemen anhalten und erreichte das Ziel schließlich mit drei Stunden Verspätung. Dennoch verteidigte er seinen fünften Platz in der Gesamtwertung. Am Auto seiner deutsche Teamkollegin streikte die Elektronik. Mayer musste in der Wüste auf einen Service-Lkw warten. Teamneuzugang Nani Roma verbesserte sich mit der achtbesten Zeit des Tages (+1:18.54 Std.) auf Platz sechs.
Wegen starker Sandverwehungen soll die Prüfung am Dienstag, die als schwierigste der gesamten Rallye galt, von 658 auf 400 Kilometer verkürzt werden.