Peterhansel übernahm mit zweitem Tagessieg in Folge Gesamtführung
Stéphane Peterhansel hat am Steuer eines Mitsubishi Pajero Evolution die längste Prüfung der Dakar 2005 gewonnen und somit die Führung im Gesamtklassement übernommen. Der 39 Jahre alte Franzose benötigte für die 660 Kilometer lange Strecke trotz teilweise starker Sandverwehungen und Sichtweiten von unter 100 Metern nur 8:21.57 Stunden und war damit 25 Minuten schneller als der Zweitplatzierte Nasser Al-Attiyah (BMW).
Peterhansel, der seit Tagen gegen eine Grippe ankämpft, berichtete: "Der erste Teil der Prüfung war sehr schnell und weniger schwierig, aber auf dem letzten Teil nach dem dritten Kontrollpunkt kamen wir wegen der welligen "Kamel-Gras"-Pisten nicht über einen Schnitt von 40 km/h hinaus. Ich schätze, ich habe heute rund 150 Motorradfahrer überholt."
Teamkollege Luc Alphand fuhr die viertschnellste Zeit des Tages (+ 28.11 Min.) und verteidigte so seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Hiroshi Masuoka, der auf der fünften Prüfung drei Stunden eingebüßt hatten, setzten seine Aufholjagd fort: Nach Platz zwei am Vortag markierte er zusammen mit Beifahrer Andreas Schulz trotz eines Zwangsstopps wegen einer Beschädigung an der Front die fünftbeste Zeit (+ 42.30 Min.). Damit marschiert der Pajero Evolution mit der Startnummer 309 zügig in Richtung Top 15 der Gesamtwertung. Masuoka/Schulz waren die letzten Fahrer, die das Biwak vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Masuoka: "Wir sind froh, es bis ins Ziel geschafft zu haben. 50 Kilometer vor dem Ziel wurde das Benzin knapp und der Motor hatte Fehlzündungen."
Der Dakar-Veranstalter ASO hat beschlossen, den morgigen zweiten Teil der zweitägigen Marathon-Etappe mit Reparatur-Verbot beim Zwischenstopp in Tichit auf 130 statt 520 Kilometer zu verkürzen. Für den Großteil des Starterfeldes, der die Nacht unfreiwillig in der Wüste verbringen muss, eine willkommene Nachricht...
Jutta Kleinschmidt und ihre italienische Beifahrerin Fabrizia Pons festigten auf der siebten Etappe ihren dritten Platz in der Gesamtwertung. Das Damen-Duo erreichte das Tagesziel in Mauretanien auf dem ersten Teil einer so genannten Marathon-Etappe als drittbestes Team. Teamkollege Bruno Saby und Beifahrer Michel Périn, die als Spitzenreiter in die siebte Etappe gestartet waren, fielen ebenso wie Juha Kankkunen und Co Juha Repo aus bislang unbekannter Ursache zurück.