RAID: Mitsubishi Doppelsieg bei erster Wüstenetappe
Peterhansel war trotz Reifenschaden nicht zu stoppen
Die erste Wüstenetappe der Dakar sorgte für reichlich Bewegung im Gesamtklassement. Zu den großen Gewinnern zählte das Mitsubishi Werksteam. Stéphane Peterhansel feierte auf dem Weg nach Zouérat in Mauretanien seinen ersten Tageserfolg im laufenden Wettbewerb und verbesserte sich in der Gesamtwertung vom 14. auf den fünften Platz. Trotz eines Reifenschadens hinten rechts benötigte der 39 Jahre alte Franzose für die 492 Kilometer lange Prüfung nur vier Stunden. "Das war eine der schnellsten Dakar-Prüfungen, die ich je gefahren bin", kommentierte der Tagessieger im Ziel.
Teamkollege Hiroshi Masuoka musste die sechste Dakar-Etappe als 121. in Angriff nehmen, da er am Vortag ein Schlagloch übersah, sich die Aufhängung beschädigte und so über drei Stunden verloren hatte. Zusammen mit seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz überholte der routinierte Japaner rund 100 vor ihm gestartete Autos und markierte mit nur 5.58 Minuten Rückstand die zweitschnellste Zeit des Tages. In der Gesamtwertung schoss die japanisch-deutsche Kombination vom 110. auf den 42 Platz vor.
Volkswagen-Werksfahrer Bruno Saby hat mit der drittschnellsten Zeit des Tages auf der sechsten Etappe der Rallye Dakar im Volkswagen Race-Touareg die Führung übernommen. In der Gesamtwertung führen Saby/Périn mit 40 Sekunden Vorsprung vor Luc Alphand. Nach den Erfolgen von Neuverpflichtung Robby Gordon, der den Wüsten-Klassiker im Race-Touareg auf der ersten, zweiten und vierten Etappe anführte, liegt damit zum dritten Mal in sechs Tagen ein Volkswagen Werkspilot an der Spitze der 9.039 Kilometer langen Rallye. Teamkollegin Jutta Kleinschmidt verbesserte sich mit dem siebtbesten Tagesergebnis auf Gesamtrang drei.
Glück im Unglück hatten Robby Gordon und Beifahrer Dirk von Zitzewitz: Beide überstanden einen Überschlag unverletzt. Allerdings mussten sie die Fahrt unterbrechen und auf Hilfe durch einen der beiden Race-Trucks von Volkswagen warten. Mit der 660 Kilometer langen Prüfung von Zouerat nach Tichit am Donnerstag steht die erste Marathon-Etappe bevor, an der kein Begleittross für den abendlichen Service zur Verfügung steht.