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VLN: Ein Team, zwei Marken, viele Erfolge

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Mühlner holte auf Porsche und Volvo 14 Siege in der Saison 2004 |
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| Das in den belgischen Ardennen, in unmittelbarer Nähe zum Formel 1 GP-Kurs in Spa-Francorchamps, ansässige Mühlner Motorsport Team blickt auf eine seiner erfolgreichsten Saisons zurück. Neben dem umfangreichen Tourenwagen Projekt mit Volvo kam 2004, der 14. Saison, die von H&R Spezialfedern unterstützt wurde, ein GT Engagement mit Porsche hinzu. Insgesamt konnten mit beiden Marken 14 Siege, sechs zweite Plätze und drei dritte Plätze, also 23 Podiumsplätze gefeiert werden.
Erst im Februar stand endgültig fest, dass auch zwei Porsche 911 GT3 Cup eingesetzt werden. Die Verhandlungen mit Partnern, Sponsoren und Fahrern hatten sich länger hinausgezögert als geplant. Trotz der zeitlichen Verzögerung waren bis zum Saisonstart zwei getrennte Strukturen, sowohl für die Vorbereitung der Fahrzeuge im Betrieb, als auch für den Einsatz an der Strecke, verfügbar. „Das zusätzliche Standbein im GT Bereich mit Porsche ist wichtig für die Zukunft. Oberste Prämisse war, dass das Tourenwagen Projekt mit Volvo nicht durch die Erweiterung unserer Aktivitäten leiden durfte. Daher haben wir von einer separaten Werkstatt, über neues Werkzeug und Equipment bis hin zum Personal zwei vollkommen getrennte Abteilungen aufgebaut. Das war nicht einfach, aber die Erfolge haben bewiesen, dass uns das wohl sehr gut gelungen ist“, stellt Teamchef Bernhard Mühlner fest.
Die Weiterentwicklungen des Volvo S60 über den Winter zahlten sich direkt beim Saisonstart aus: Das erste Rennen wurde prompt gewonnen. Weitere acht Siege sollten folgen, so dass in den zehn Rennen zur Langstreckenmeisterschaft neun Mal ein Volvo S60 des Mühlner Teams als Sieger die Ziellinie überquerte. Lediglich bei einem Rennen blieben die Volvo ohne Sieg, ein Lichtmaschinenwechsel während des Rennes warf Ulli Andree auf Platz zwei zurück. Durch diese enorme Bilanz konnte die Vizemeisterschaft errungen werden. „Das komplizierte System teilt die Punkte für die jeweilige Platzierung abhängig von den Starterzahlen in der Klasse zu. Ferner werden leider nur die acht besten Ergebnisse gewertet, zwei Rennen gelten als Streichresultat. Da in unserer Klasse für Spezialtourenwagen bis 2.500ccm weniger Teilnehmer als in den Klassen für seriennahe Fahrzeuge am Start waren, haben wir nie mit einer realistischen Chance, die Meisterschaft zu gewinnen, gerechnet. Nach dem Klassensieg 2003 in der Jahreswertung, haben wir 2004 wieder unsere Klasse aber diesmal auch die Wertungsgruppe gewonnen. Die Vizemeisterschaft kommt dann noch als Krönung hinzu, auch wenn es schon etwas enttäuscht, dass wir insgesamt ja mehr Punkte als die Meister eingefahren haben, die aber, wegen der Streichresultate, nicht alle berücksichtigt werden“, erläutert der Teamchef.
Auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war der Volvo S60 mit den Fahrern Ulli Andree, Heinz-Josef Bermes, Andreas Middendorf und Jörg Seidel das Maß der Dinge in der Klasse für Spezialtourenwagen bis 2.500ccm. Nach 2003 gelang auch 2004 der Klassensieg und mit Platz zwölf im Gesamt war der Volvo ebenfalls wieder der beste Fronttriebler im Feld.
Die Porsche Aktivitäten verliefen ebenfalls sehr erfolgreich. Heinz-Josef Bermes, seit zehn Jahren für das Mühlner Team, erst mit Opel, dann mit Volvo und 2004 mit Volvo und Porsche am Start, fuhr zusammen mit Thomas Koll bereits im zweiten Rennen einen zweiten Platz ein. Im dritten Rennen wurden die beiden, von der Pole Position aus gestartet, als Erste abgewunken und nur eine nach dem Rennen ausgesprochene Zeitstrafe, wegen angeblichen Überholens bei gelber Flagge, verhinderte den ersten Porsche Sieg des Mühlner Teams.
Der kam dann aber beim 24-Stunden-Rennen in Spa, wo beide Mühlner Porsche 911 GT3 Cup sogar einen Doppelsieg einfuhren. Vanina Ickx, Jean-Francois Hemroulle und Peter Wyss sowie Heinz-Josef Bermes, Helmut Reis und Kurt Thiim ließen ihren Konkurrenten keine Chance und überquerten als Zehnte und Elfte im Gesamtklassement die Ziellinie. Grundstein für dieses überragende Ergebnis war die gute Vorbereitung der beiden Porsche und eine perfekte Boxenstrategie. Mit jeweils nur 17 Stopps und den kürzesten Standzeiten im gesamten Feld, gewann das Mühlner Team auch diese Sonderwertung.
Auch in der Deutschen Langstreckenmeisterschaft stellten sich nun die Siege ein. Drei Mal in Folge gewannen Koll und Bermes, beim 6-Stunden-Rennen von Jürgen Gockel unterstützt, ihre Klasse und die Wertungsgruppe aller Cup Fahrzeuge.
Wir sind mit unserer ersten Porsche Saison sehr zufrieden. Wir haben sowohl im Training als auch im Rennen vom ersten Lauf an bewiesen, dass man mit uns rechnen muss. Und wenig später haben sich auch die Siege eingestellt“, zieht Bernhard Mühlner eine positive Bilanz.
Am Abend nach dem letzen Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft wurde dann auch die überaus erfolgreiche Saison bis in die Morgenstunden gebührend gefeiert. Aber wie schon der alte Spruch lautet: „Nach der Saison ist vor der Saison“, und entsprechend laufen die Vorbereitungen für 2005 bereits an.
„Wir möchten auch im nächsten Jahr unsere überaus erfolgreiche Zusammenarbeit mit Volvo fortführen. In den zurückliegenden drei Jahren haben wir bewiesen, was wir leisten können. Wir hoffen, dass uns Volvo auch im vierten Jahr unterstützen wird. Ob wir mit dem S60 oder aber mit dem neuen S40 antreten werden, ist hauptsächlich eine Budgetfrage“, gibt Teamchef Bernhard Mühlner eine Aussicht auf die Zukunft. „Und die Aktivitäten mit Porsche würden wir gerne noch ausbauen und erweitern. Uns liegen ernsthafte Anfragen auch für andere Meisterschaften vor. Bei unserem Heimrennen, dem 24-Stunden-Rennen hier in Spa-Francorchamps werden wir auf jeden Fall wieder dabei sein. Möglicherweise mit einer richtigen Überraschung.“
Keine Überraschung hingegen ist, dass H&R Spezialfedern und Mühlner Motorsport auch 2005, in der dann 15. gemeinsamen Saison wiederum zusammenarbeiten werden. |  |