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2004-11-25 23:42:08 - ks
RAID: Volkswagen mit vier Race-Touareg bei der Dakar

Robby Gordon, Juha Kankkunen, Jutta Kleinschmidt und Bruno Saby starten im Touareg
Volkswagen nimmt die Rallye Dakar 2005 nach einem intensiven Test- und Entwicklungsprogramm des Race-Touareg mit einem starken Aufgebot von vier internationalen Spitzenpiloten und zwei starken neuen Partnern in Angriff. Zusätzlich zu den drei bereits unter Vertrag stehenden früheren ‚Dakar’-Siegern Juha Kankkunen, Jutta Kleinschmidt und Bruno Saby ist der US-Amerikaner Robby Gordon als weiterer renommierter Pilot verpflichtet worden, der Erfahrungen aus dem Offroad-Sport ebenso wie aus dem Rundstrecken-Rennsport mitbringt. Mit O2 und Castrol gewann Volkswagen neben Red Bull und LuK zudem zwei leistungsstarke Partner, die in der Saison 2005 das Engagement im Marathon-Rallyesport unterstützen.

Überzeugendes Fahrerquartett mit langjährigen Erfahrungen
Volkswagen startet zur Rallye Dakar 2005 mit dem stärksten Fahreraufgebot seit Beginn des Engagements im Marathon-Rallyesport. Neuzugang Robby Gordon bereichert das fahrerische Profil der Marke um ein breites Erfahrungsspektrum. Obwohl erst 35 Jahre alt und damit jüngster Volkswagen Werkspilot, genießt der in Kalifornien geborene Profi-Rennfahrer in vielen Spitzenserien hohes Ansehen. Nicht weniger als sechs Titelsiege in der heimischen SCORE-Offroad-Serie weisen den Amerikaner als ausgesprochenen Geländewagen-Experten aus. Parallel etablierte sich der Profi-Pilot seit 1990 in der IMSA-Sportwagenserie, feierte vier Klassensiege in Folge bei den 24 Stunden von Daytona, startete 1991 erstmals in der NASCAR-Serie und debütierte im Folgejahr in der ChampCar-Serie, in der er zwei Siege feierte. Bis heute ist er der "Baja 1000", die er zwei Mal gewann, als wohl berühmtester Offroad-Veranstaltung Amerikas treu geblieben.

"Mit seinen vielfältigen Erfahrungen passt Robby bestens in die Mannschaft von Volkswagen", betont Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Er hat uns bei einem Test im September von seinen Qualitäten überzeugt. Wir erachten ihn als perfekte Ergänzung zu unseren drei etablierten Stammpiloten und verfügen nun über eine der erfahrensten, vielseitigsten und überzeugendsten Fahrermannschaften im Feld."

Juha Kankkunen, ‚Dakar’-Sieger von 1988, wird bei dem Wüsten-Klassiker nach seinem Debüt für Volkswagen bei der UAE Desert Challenge zusammen mit seinem Copiloten und finnischen Landsmann Juha Repo erneut im Race-Touareg an den Start gehen. Jutta Kleinschmidt, ‚Dakar’-Gewinnerin des Jahres 2001, teilt sich ihren Prototypen mit Copilotin Fabrizia Pons. Das deutsch-italienische Duo errang im August mit Platz drei bei der Rallye d’Orient den ersten Podiumsplatz des Race-Touareg. Komplettiert wird das Aufgebot durch Bruno Saby und seinen französischen Landsmann Michel Périn. Saby, der ‚Dakar’-Sieger von 1993, und Périn, der den Wüsten-Klassiker zwischen 1994 und 1996 drei Mal in Folge gewann, führten in der Türkei im August über vier Tage erstmals mit dem Race-Touareg eine Rallye an.

Konsequente technische Entwicklung mit großvolumigerem Motor
Volkswagen hat den Race-Touareg nach der gelungenen Premiere mit Platz sechs von Bruno Saby und einem Etappensieg von Jutta Kleinschmidt bei der Rallye Dakar 2004 permanent weiterentwickelt. Die bedeutendste Neuerung betrifft den innovativen TDI-Antrieb: Der Hubraum des längs hinter der Vorderachse eingebauten Fünfzylinder-Reihenmotors wurde von 2,3 auf 2,5 Liter erhöht. Damit stieg die Leistung des Turbodiesel-Aggregats von 175 kW/238 PS auf nunmehr 191 kW/260 PS.

Zur optimalen Verteilung des Motor-Drehmoments von mehr als 500 Newtonmetern hat Volkswagen neue Lösungen in den permanenten Allradantrieb des Race-Touareg einfließen lassen. Bei drei Einsätzen im Marathon-Rallye-Weltcup und sechs Tests erprobten die Techniker unter der Leitung von Eduard Weidl bei unterschiedlichsten äußeren Bedingungen auch verschiedene Fahrwerksabstimmungen, neue Komponenten sowie Details zur Verbesserung von Servicefreundlichkeit, Komfort und Bedienung.


Vorbereitung auf neue Herausforderungen
Die Rallye Dakar 2005 stellt das Werksteam von Volkswagen und dessen Konkurrenten mit 16 Wertungsprüfungen über 5.431 Kilometer und 8.956 Kilometern Gesamtstrecke vor eine der größten Herausforderungen im Motorsport. Die gewertete Distanz entspricht etwa der Summe aller gefahrenen Rennkilometer in einer vollständigen Formel-1-Saison. Gleichzeitig gestalten diverse Neuerungen die ‚Dakar’ 2005 noch spannender, aber auch sicherer. So ist der Einsatz eines automatischen Reifen-Luftdrucksystems ab sofort verboten. Zur Vergrößerung der Aufstandsfläche und damit der Traktion auf besonders weichem Untergrund müssen die Piloten den Druck selbst am Reifenventil justieren. "Damit werden Fahrer, die den Fülldruck vorab richtig eingeschätzt haben oder mangelnde Traktion mit Fahrtalent ausgleichen, stärker belohnt", begrüßt Bruno Saby die Maßnahme. Ebenso ist ab 2005 ein Einheitsreifen von BFGoodrich für die gesamte Veranstaltung vorgeschrieben. "Beide Bedingungen haben wir bei der UAE Desert Challenge bereits freiwillig simuliert und damit gute Erfahrungen gemacht", freut sich Jutta Kleinschmidt, die sich beim sechsten Weltcup-Lauf kein einziges Mal im weichen arabischen Sand festfuhr.

Zwei Marathon-Etappen mit anschließendem Marathon-Biwak verbieten am jeweils ersten Abend der über zwei Tage ausgetragenen Prüfung jeglichen Service durch den Begleittross. Nach der Betankung muss das Fahrzeug in einem Parc fermé abgestellt werden. "Damit sind extreme Langstreckenqualitäten gefordert. Das Auto muss absolut zuverlässig sein, Fahrer und Beifahrer sind auf sich selbst gestellt", blickt Robby Gordon seiner ersten ‚Dakar’-Teilnahme hoffnungsvoll entgegen. Der Amerikaner weiß, von welchen Belastungen er spricht: Er hat 1989 bei der 1600 Kilometer langen "Baja 1000" in einer Solo-Fahrt ohne Copilot nach 16:15 Stunden den Gesamtsieg erzielt.

Das in der Saison 2004 bereits erprobte "Sentinel"-System rundet das Paket der Neuerungen ab. Es signalisiert vorausfahrenden Teilnehmern optisch und akustisch, dass ein in der eigenen Staubfahne im Zweifel nur schwer zu erkennender Hintermann herannaht. "Damit wird das Überholen an engen Streckenstellen erleichtert. Risikoreiche Manöver gehören der Vergangenheit an und im Feld steigt die Chancengleichheit", erklärt der viermalige Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen.

Gestärkte Team-Struktur
Nicht nur die Technik sowie die Fahrer/Beifahrer-Paarungen wurden bestmöglich auf die Anforderungen der Rallye Dakar 2005 und der weiteren geplanten Einsätze im Marathon-Rallye-Weltcup des Automobil-Weltverbandes FIA ausgerichtet, sondern auch das gesamte Team von Volkswagen Motorsport mit Sitz in Hannover. Intensiv hat sich das Team in der Saison vor allem bei den Rallye-Einsätzen in 2004 auf alle organisatorischen Herausforderungen vorbereitet, die mit dem zweiten ‚Dakar’-Einsatz des Race-Touareg verbunden sind.

Nach der Verdoppelung des Aufgebotes von zwei Einsatzfahrzeugen bei der Rallye Dakar 2004 auf nunmehr vier Race-Touareg im Januar 2005 ist die Logistik systematisch ausgebaut worden. Volkswagen tritt die 9.000 Kilometer lange Fahrt nach Dakar mit einer Mannschaft von über 60 Personen an – einschließlich Führungspersonal und Fahrern. Zur direkten Unterstützung der Werkspiloten sind zwei Race-Trucks in die Lkw-Wertung eingeschrieben, die auf den Etappen unmittelbar Hilfe leisten dürfen. Zum Transport der Teammitglieder, darunter natürlich auch eine Ärztin sowie ein Physiotherapeut, vertraut Volkswagen Motorsport auf neun seriennahe Touareg, die sich bei den vergangenen Einsätzen sehr gut bewährt haben. Der weitere Begleittross besteht aus sieben Lastwagen unterschiedlicher Bauart für den Transport von Material, Ausrüstung und Technik.

Bestens präpariert bricht das Werksteam von Volkswagen nach einem abschließenden zweiwöchigen Test in Marokko und den letzten Vorbereitungen in Hannover zur 27. Ausgabe der Rallye Dakar auf. Am 27. Dezember reist das gesamte Team von Wolfsburg aus nach Barcelona, wo nach der technischen Abnahme der Fahrzeuge die Rallye Dakar 2005 mit dem obligatorischen Prolog beginnt.

"Wir freuen uns sehr auf die Rallye Dakar und sind gespannt auf die Anforderungen. Dieser Wettbewerb ist eine unglaubliche Herausforderung für Mensch und Material. Wir sind gut vorbereitet, um uns der starken Konkurrenz zu stellen", so Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen.
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