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PCWRC: Niall McShea ist neuer Weltmeister

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Wechselbad der Gefühle für Niall McShea |
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| Neuer Weltmeister in der Production-Car-World-Rally-Championship ist der Brite Niall McShea. Bei der Telstra Rally Australia, dem siebten und letzten Lauf zur PCWRC, wurde der 31jährige fünfter der Gruppe N- und zweiter der PCWRC-Wertung. Mehr als genug, um mit dem Syms-Subaru Impreza Nachfolger seines Landsmann Martin Rowe zu werden. Überhaupt war das Saisonfinale ein Triumph für die Marke mit den sechs Sternen: Chris Atkinson siegte in der Gruppe N, Toshi Arai in der PCWRC und der Japaner rückte noch auf den zweiten Platz in der Meisterschaft vor.
Als Tabellenführer war Jani Paasonen (Mitsubishi Lancer) nach Down Under gereist. Der Finne zeigte bis dahin eine taktisch kluge Fahrt. Ohne Risiko hielt er den Kontakt zu Alister McRae und Niall McShea an dritter Position in der PCWRC – genug für den Titelgewinn. Dann die verhängnisvolle zehnte Prüfung: Der vorausfahrende Karamjit Singh verlor durch einen Ausritt viel Zeit. Knapp vor dem heranbrausenden Paasonen bog der Proton-Pilot wieder in langsamer Fahrt in die Strecke ein. Beim Versuch, Singh zu überholen, beschädigte sich Paasonen zunächst einen Reifen. Auf der folgenden Verbindungsetappe brach auch noch ein Querlenker, so dass der Finne mit 24 Minuten Verspätung die nächste Prüfung erreichte.
Paasonen beendete zwar noch den zweiten Tag, doch die Sportkommissare nahmen ihn am Ende des zweiten Tages aus der Wertung. Die erlaubte Zeitüberschreitung lag nämlich bei maximal 15 Minuten. „Es ist schon sehr ärgerlich. Aber ich musste versuchen, Singh zu überholen, da er so langsam war! Natürlich bin ich enttäuscht, aber Rallye ist eben so. Das muss man akzeptieren, wenn man diesen Sport betreibt“, meinte ein enttäuschter Paasonen.
Nun sah Alister McRae, der jüngere Bruder von Colin McRae, wie der sichere PCWRC-Champion aus. Doch in der 22. von 25 Wertungsprüfungen kollabierte das Getriebe am RED-Subaru Impreza und die Fahrt des Schotten war beendet. Niall McShea war somit der lachende Dritte und wurde überraschend neuer PCWRC-Weltmeister.
„Es ist unglaublich, ich glaube, ich bin auf dem Mond“, konnte der 31jährige sein Glück kaum fassen. „Ich habe dieses Jahr so viele Höhen und Tiefen erlebt, es ist der absolute Wahnsinn.“ Der Brite operierte mit einem der kleinsten Budgets in der PCWRC. Oftmals wurden seine Starts erst in letzter Minute gesichert, weil Freunde noch ein paar britische Pfund beisteuerten. Für seinen Mut, seinen Willen und seinen Kampfgeist wurde McShea auch mit der „Inmarsat Star of Rally“-Trophäe ausgezeichnet. Jury-Mitglied Nicky Grist: „Er ist ein wahrer und würdiger Champion!“
Sein bestes Ergebnis auf WM-Ebene erreichte Sebastian Vollak. Am Steuer seines OMV-Mitsubishi Lancer fuhr der Solinger auf den elften Platz in der Gruppe N und wurde fünfbestes PCWRC-Team. Die PCWRC-Saison schloss Vollak auf Platz 13 ab.
Gruppe N-Gesamtklassement nach 25 Wertungsprüfungen:
1. Atkinson/MacNeall* (Subaru Impreza) + 3:56.42,4 Stunden
2. Pons/Oriol* (Mitsubishi Lancer) + 40,5 Sekunden
3. Crocker/Foletta* (Subaru Impreza) + 47,7 Sek.
4. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 2.36,7 Minuten
5. McShea/Orr (Subaru Impreza) + 3.00,1 Min.
6. Baldacci/Bernacchini* (Mitsubishi Lancer) + 6.00,7 Min.
7. Ordynski/Stewart* (Mitsubishi Lancer) + 6.20,2 Min.
8. Nutahara/Hyashi (Mitsubishi Lancer) + 9.35,4 Min.
9. Al-Attiyah/Patterson (Subaru Impreza) + 13.06,9 Min.
10. Katsuta/Yamamoto* (Subaru Impreza) + 19.45,7 Min.
11. Vollak/Kölbach (Mitsubishi Lancer) + 19.54,8 Min.
*= nicht punkteberechtigt in der PCWRC
wichtige Ausfälle:
WP 24: Herridge/Stacex* (Subaru Impreza) Motor
WP 22: A.McRae/Senior (Subaru Impreza) Getriebe
WP 14: Higgins/Barrett (Subaru Impreza) Motor
WP 12: Singh/Oh (Proton Pert) technischer Defekt
nach WP 6: Galli/D`Amore (Mitsubishi Lancer) Kupplung
nach WP 5: Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) Motorschaden
WP 5: Kuistila/Jokinen* (Mitsubishi Lancer) Überschlag
WP 4: Stohl/Minor (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 3: Latvala/Antilla* (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
nach WP 1: Ligato/Garcia (Subaru Impreza) Motorschaden
WP-Bestzeiten:
Atkinson 9; Nutahara und Arai je 4; Kangas 2; Paasonen, A.McRae, Galli, Crocker, Herridge und Pons je 1.
Endstand in der PCWRC nach 7 Läufen:
1. McShea 35; 2. Arai 30; 3. Paasonen 29; 4. Pons 27; 5. McRae 26; 6. Stohl 18; 7. Al-Attiyah 17; 8. Sola 16; 9. Nutahara 13; 10. Singh 9; 11. Ligato und Kuchar je 8; 13. Vollak 6; 14. Lopez-Fombona, Higgins und Frisiero je 5; 17. Galli und Geradzhiev je 4; 19. Trivino 3; 20. Roman 1.
WP-Bestzeiten in der PCWRC-Saison 2004:
1. Paasonen 27; 2. Pons 26; 3. Arai 21; 4. Galli 20; 5. Sola 16; 6. McShea 8; 7. A.McRae 7; 8. Nutahara 7; 9. Stohl 6; 10. Ligato 3.
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