Jerlitschka und Jonas Wagner im Ford Escort RS 2000
Die Sieger der ADAC Rallye Köln-Ahrweiler 2004 heißen Paul Jerlitschka und Jonas Wagner. Der 44-jährige Autolackierermeister aus Remscheid und sein Co-Pilot aus dem bergischen Kürten holten sich mit einem Ford Escort RS 2000 in 1:24:47,1 Stunden den Gesamtsieg. Mit 31 Sekunden Rückstand nur knapp geschlagen wurden Ex-Opel-Rallye-Werksfahrer Christoph Schleimer und sein Co Dieter Hawranke auf Vauxhall Astra. Dritte wurden Gerard und Wim Hofhuis aus den Niederlanden, die auf einen Ford Escort MK 1 vertrauten.
Mit insgesamt neun Bestzeiten ließ Rallyelegende Walter Röhrl im Porsche 911 zwar sein Ausnahmekönnen mehr als deutlich aufblitzen, scheiterte am Ende aber an Problemen mit dem Gasgestänge, die den Doppelweltmeister aus Regensburg gleich mehrfach einbremsten. Für Paul Jerlitschka ist der Erfolg nach seiner mehrjährigen Rallyepause besonders wertvoll: „Die komplette Rallye lief ohne Probleme, alles ist perfekt für uns gelaufen. Das ist für mich bislang der größte Erfolg mit meinem Ford Escort.“
Entscheidung bei den Youngtimern: Olaf Rost holt Gesamtsieg vor Daniel Schrey
Die Ausgangsposition in der Gesamtwertung der Youngtimer war vor der Rallye Köln-Ahrweiler denkbar einfach: Wer schneller ist, wird Meister. Dementsprechend mussten die beiden Führenden im Championat Vollgas geben – zur Freude der zahlreichen Fans. Am Ende trennten die beiden Piloten nur rund 21 Sekunden – zugunsten von Olaf Rost. Der 41-jährige Solinger entschied nach 1997 und 1998 zum dritten Mal die Trophy für sich. „Es ist immer wieder schön und eigentlich gar nicht zu beschreiben, wenn man die Youngtimer-Trophy gewinnt“, freute sich der Sohn des Bergrennfahrers Siegfried Rost im Ziel. Zweiter wurde Daniel Schrey, der als Rundstrecken-Spezialist ebenfalls zufrieden Bilanz ziehen konnte: „Dafür, dass ich heute meine erste Rallye gefahren bin, lief es prima – auch wenn ich zugeben muss, dass es anfangs ein komisches Gefühl war, einen Passagier an Bord zu haben ...“
Positive Bilanz der Rallyeleitung
Das Eifelwetter hatte den Organisatoren wieder einmal die ganze Palette der Meteorologie geboten – von Schnee über Regen bis zu strahlendem Sonnenschein. „Den Fans der Rallye Köln-Ahrweiler machen diese Kapriolen aber nichts aus“, weiß Organisationsleiter Hans-Werner Hilger. „Im Gegenteil: Der sportliche Wettkampf wird durch wechselnde Bedingungen oft noch spannender, wie wir auch in diesem Jahr wieder gesehen haben. Die Rallye-Teams haben in diesem Jahr ganz besonders attraktiven Sport geboten – es war ein Fest für die Fans klassischer Rallyefahrzeuge.“
Walter Röhrl / Karl-Heinz Heger (Porsche 911)
Röhrl: „Heute morgen habe ich mich der Physik gebeugt, da unsere Reifen einfach nicht warm wurden und habe es etwas langsamer angehen lassen.“ Dennoch lag der zweimalige Weltmeister nach der Hälfte der WPs rund eine Minute vor dem Rest des Feldes. „Auf dem ersten Rundkurs und auf WP 8 ist dann jeweils das Gasgestänge gebrochen. Ab und zu gibt es solche Dinge, und dann funktioniert es nicht. Technische Probleme belasten mich aber weniger als eigene Fehler.“
Gerard Hofhuis / Wim Hofhuis (Ford Escort MK1)
Gerard Hofhuis: „Das Wetter hat uns gefallen, wir hatten einen Riesenspaß! Außerdem haben wir keine Fehler gemacht, und unser Escort ist perfekt gelaufen.“
Stefan Schlesack / Peter Schaaf (Ford Escort RS 2000)
Stefan Schlesack: „Ich hatte unsere Reifen vor der Rallye nicht ausprobiert. Deshalb hatten wir für die Wetterverhältnisse insbesondere heute Morgen keine passenden Pneus dabei. Aber versprochen: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei – mit besserem Reifenmaterial natürlich!“
Paul Jerlitschka / Jonas Wagner (Ford Escort RS 2000)
Der Sieger der Rallye Köln-Ahrweiler, Paul Jerlitschka, zieht Bilanz: „Eigentlich lief die Rallye ohne Probleme. Alles hat sehr gut funktioniert. Vor allem die drei letzten Prüfungen haben viel Spaß gemacht und sind super gelaufen. Das ist für mich bislang der größte Erfolg mit diesem Fahrzeug.“
Christoph Schleimer / Dieter Hawranke (Vauxhall Astra)
„Der zweite Platz ist eigentlich auch ok“, zeigte sich der Zweitplatzierte Christoph Schleimer im Ziel nicht ganz zufrieden. „Die Aussetzer wurden immer schlimmer, und ich konnte den Angriffen von Paul Jerlitschka nichts mehr entgegensetzen.“
Daniel Schrey / Manfred Klemme (VW Golf 1,6)
Schrey: „Meine erste Rallye war anstrengend, aber prima. Anfangs war es ein komisches Gefühl, einen Passagier an Bord zu haben, aber ich habe den Ansagen von Manfred immer mehr vertraut. Der zweite Platz in der Youngtimer-Trophy ist absolut ok.“
Olaf Rost / Wolfgang Großmann (VW Polo 1,3)
Olaf Rost sicherte sich mit seiner Platzierung heute den Gesamtsieg in der Youngtimer-Trophy, die der 41-Jährige bereits zum dritten Mal für sich entscheiden konnte: „Es ist gut gelaufen. Zum Schluß haben wir nichts mehr riskiert und uns strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten ...“, grinst der Meister. „Es ist immer wieder schön und eigentlich gar nicht zu beschreiben, wenn man die Youngtimer-Trophy gewinnt.“