Walter Röhrl und Karl-Heinz Heger starten im Porsche 911
91 Teilnehmer: Die ADAC-Rallye Köln-Ahrweiler peilt in diesem Jahr eine neue Bestmarke an. Angeführt wird das Tableau von Walter Röhrl/Karl-Heinz Heger im Porsche 911 des Bonners Christopher Stahl. Das Duo siegte bei der Köln-Ahrweiler in den Jahren 1994 (Ford Escort MkI) und 1996 (Opel Ascona A). Im Vorjahr lag Röhrl mit Co. Christian Geistdörfer mit diesem Porsche ebenfalls in Führung, ehe ein Unfall die Fahrt beendete. Auch für dieses Jahr gilt der zweifache Rallye-Weltmeister als Top-Favorit auf den Gesamtsieg.
Teamchef „Chris“ Stahl pilotiert seinerseits mit Gerd Ottenburger auf dem heißen Sitz eine Chevrolet Corvette. „Sechs Liter Hubraum, über 500 PS: Die Zuschauer sollten Ohropax mitbringen“, schwärmt der Bonner. Diese „Vette“ feierte 1965 übrigens zwei Laufsiege im Rahmen der Tourenwagen-EM.
Neben Röhrl/Heger können sich mindestens ein Dutzend Teams berechtigte Hoffnungen auf ein Top Drei-Resultat machen. Zwei dieser Piloten kommen aus Remscheid im Bergischen Land: Stefan Schlesack, Gesamtsieger 1998, und Paul Jerlitschka sind nicht nur schnell, sondern mit ihren Ford Escort MkII RS2000 häufig auch zuschauerfreundlich quer unterwegs! Der Niederländer Gerard Hofhuis, im Vorjahr Gesamtzweiter, bringt wieder seinen MkI-Ford Escort (Hundeknochen) an den Start.
Erstmals hat Rainer Herrmann bei der K-AW genannt. Der Ostbelgier teilt sich das Cockpit mit Landsmann Gabriel Hüweiler und ist in seiner Heimat bekannt für seinen schweren Gasfuss. Auch das Einsatzgerät ist nicht von schlechten Eltern: Rainer Herrmann wird einen Opel Manta 400 von Guy Colsoul lenken. Coloul gehörte in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den schnellsten Europäischen Piloten. Mit einem Manta 400 bestritt er sogar die Rallye Paris-Dakar. Bei Herrmanns Einsatzfahrzeug handelt es sich um einen ehemaligen Werks-Boliden, der auch während der K-AW vom Colsoul-Team betreut wird.
Zum zehnten Mal in Folge, aber auch zum letzten Mal, nehmen Ralf Driescher und Karl-Eduard Reinders die K-AW in Angriff mit ihrem Renault 5 Alpine in Angriff. „Für das nächste Jahr planen wir ein neues Fahrzeug, der R5 hat seine Schuldigkeit getan“, gibt Reinders mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu.
Gleich zum elften Mal – und somit an allen Auflagen der Youngtimer-Köln-Ahrweiler beteiligt – reisen der Belgier Jean-Marie Jacobs, Heinz-Robert „passt immer“ Jansen, Vater und Sohn Heinz und Guido Kottmann sowie der Finne Erkki Granlund nach Mayschoss. Granlund, finnischer Handelsvertreter mit exzellenten Deutschkenntnissen, nimmt auch für die 2004er-Auflage gerne 60 Stunden-Wegstrecke in Kauf. Granlund und Beifahrer Hannu Vuori starten im Opel Ascona A mit der Start-Nr. 14. Da kann man nur sagen: „Paljon onnia!“