Rallye nat.: Vierter Honke-Sieg in der Fränkischen Schweiz
Vierter "Heimsieg" für Reinhard Honke
Die 26. ADAC-Rallye Fränkische Schweiz mutierte in ihrer 26ten Ausgabe abermals zur Großveranstaltung mit Kultcharakter. Es waren dann auch 128 Rallyeteams aus dem gesamten Bundesgebiet, die fünf schnelle und sehr anspruchsvolle Asphalt-Wertungsprüfungen - bestückt mit etwas Schotteranteil - um das Rallyezentrum Hollfeld unter die Räder nahmen. Das trockene und sonnige Wetter schaffte beste Rallyebedingungen. Jedoch zeigte sich, dass sich vor allem in den Waldpassagen die Feuchtigkeit noch hielt und es stellenweise rutschig zuging.
Zum Auftakt galt es die über 4,5 Kilometer führende traditionelle Prüfung im kleinen Örtchen Brunn zu meistern. Hier markierten die Vorjahresgesamtsieger Reinhard Honke und Co-Pilot Erwin Unterburger im Ford Escort Cosworth die schnellsten Zeit. Es folgte eine weitere Bestzeit auf dem Rundkurs Neudorf. Nachdem Homke/Unterburger nach der dritten WP bereits acht Sekunden Vorsprung auf die Mitstreiter herausgefahren hatten, ließen sie es auf der neuen WP in Seelig etwas ruhiger angehen. Doch die Konkurrenz schlief nicht und Klaus-Jürgen Faust/Martin Mendl holten im Subaru Impreza durch eine Bestzeit etwas auf.
Folglich legten Honke/Unterburger auf der letzten Prüfung in Hungenberg nochmals nach und überquerten letztlich mit zehn Sekunden Vorsprung auf Faust/Mendl als Gesamtsieger die Ziellinie. Der amtierenden bayerischen Rallyemeister Reinhard Honke, der bei dieser Rallye aus seinen Stammbeifahrer Mario Nitsche, der als Organisator der Großveranstaltung unabkömmlich war. verzichten musste, schrieb sich mit diesem Sieg zum mittlerweile vierten Male in die Ehrentafel der Gesamtsieger des MSC Fränkische Schweiz ein. Gesamtrang zwei war für Faust/Mendl im seriennahen und schweren Subaru Impreza STi mehr als nur ein schwacher Trost. Keine Chance in den Zweikampf an der Spitze einzugreifen hatten Heini Russner/Bernd Scheuring im bärenstarken BMW M3 ins Rennen. Trotz der überwiegend trockenen Streckenbedingungen konnten sie die PS-Überlegenheit nicht wie erhofft nutzen.
Im schnellsten Zweiliterfahrzeug kreuzten Bernd Michel/Sabine Heinzel die Zielrampe. Das Opel Astra-Duo war allerdings nur 2,6 Sekunden schneller als Martin Stockhammer/Michaela Kusebauch im VW Golf GTi. Im erstmals mit einem sequentiellen Getriebe bestückten Ford Escort RS2000 wurden Markus Schmidt/Ulli Weidauer dritter der Gruppe F bis 2000 ccm.
Die Gruppe N/F2005 wurde eine sichere Beute der Gesamtneunten Stefan Moses/Stefan Lauth. Mit dem E+S-BMW 320iS übernahmen die beiden vom ersten Meter an das Kommando und konnten bis zum Ziel über 30 Sekunden auf Max Schmidt/Andrea Tyrolt im Peugeot 306 S16 herausfahren. Für die beiden Hessen war dieses das beste Ergebnis bei ihrem erst dritten Einsatz mit dem neuaufgebauten „Italo-M3“.
In der Gruppe F bis 1600 ccm sahen die Eheleute Silvio und Silke Huss eigentlich schon wie die sicheren Sieger aus, doch ein kleiner Ausrutscher auf der letzten Prüfung kostete rund 20 Sekunden und den Klassensieg. Walter Schaaf/Marco Goppel hatten somit im VW Golf GTi die Nase vorn. Auf dem hervorragenden 24. Gesamtrang beendete bereits der schnellste 1300er - der VW Polo von Kurt Bretzner/Ingird Huber – den ADAC-Event.
Gesamtklassement nach 5 Wertungsprüfungen:
128 gestartet – 109 gewertet – 19 nicht gewertet
1. Honke/Unterburger (Ford Escort Cosworth) 15.59,7 Minuten
2. Faust/Mendl (Subaru Impreza STi) 16.10,7 Min. (1. Gruppe G1)
3. Russner/Scheuring (BMW M3 E36) 16.17,0 Min.
4. Michel/Heinzel (Opel Astra GSi 16V) 16.19,0 Min. (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
5. Stockhammer/Kusebauch (VW Golf GTi) 16.21,6 Min.
6. Fruck/Fruck (Audi 90 Quattro) 16.31,6 Min.
7. Schmidt/Weidauer (Ford Escort MkII RS 20000) 16.39,8 Min.
8. Mühl/Altmann (Opel Kadett GSi 16V) 16.51,4 Min.
9. Moses/Lauth (BMW 320iS) 16.57,5 Min. (1. N/F2005 bis 2000 ccm)
10. Wahl/Sturm (Ford Escort RS Cosworth) 16.57,8 Min.
19. Weidl/Eckert (Audi Quattro) 17.39,8 Min. (1. Gruppe G2)
22. Schaaf/Goppel (VW Golf GTi) 17.47,7 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
23. Kramer/Demant (Opel Manta B) 17.48,1 Min. (1. Youngtimer)
24. Bretzner/Huber (VW Polo) 17.57,6 Min. (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
47. Frasch/Frasch (Peugeot 205 Rallye) 18.31,2 Min. (1. Gruppe G3)
50. Kurz/Kopczyk (Opel Astra F) 18.39,3 Min. (1. Gruppe G4)
51. Stützel/Meyer (VW Polo) 18.41,4 (1. N/F2005 bis 1400 ccm)
58. Stopp/Zwingmann (Audi 90 Quattro) 18.49,9 Min. (1. Gruppe N/F2005 über 2000 ccm)