Der Franzose Nicolas Bernardi siegte im Renault Clio bei der Rallye Catalunya in der Junior-World-Rally-Championship für Super 1600-Fahrzeuge. Mit über drei Minuten Rückstand folgten die beiden Suzuki-Piloten Per-Gunnar Andersson und Mirco Badlacci. Die ersten beiden sowie Guy Wilks und Kosti Katajamäki waren als mögliche Titelträger nach Spanien gereist, dem Schweden Andersson reichte Platz zwei zum Gewinn der JWRC. Andersson ist nach Sebastien Loeb, Daniel Sola und Brice Tirabassi der vierte Titelträger. Elf JWRC-Teams im Ziel bedeutete Saisonrekord der sonst eher anfälligen High-Tech-Geräte.
Lokalmatador Xavier Pons galt nach seinen jüngsten Erfolgen in der PCWRC als einer der Favoriten. Mit dem unterlegenen Fiat Punto setzte sich der Spanier auch zunächst an die Spitze. Doch ein Unfall sorgte am Ende des ersten Tages für das vorzeitige Aus. Mirco Baldacci (Suzuki) kämpfte nun mit Bernardi um die Spitze, fiel nach einem Reifenschaden aber weit zurück. Nach Prüfung acht hatte der Franzose die Führung übernommen und er sollte diese auch nicht mehr abgeben. Mit insgesamt elf Bestzeiten war Bernardi der überlegene Fahrer des JWRC-Finales. Baldaccis Aufholjagd wurde noch mit Rang drei belohnt.
Der Pechvogel der Catalunya war ohne Zweifel Guy Wilks. Der Brite lag zu Beginn des letzten Tages auf dem dritten Rang und somit einen Punkt vor Andersson in der Jahreswertung, als der Suzuki-Pilot in der Auftaktprüfung von der Strecke abkam und aufgeben musste. Baldacci übernahm Platz drei, Larry Cols im zweiten Renault Clio wurde trotz zwei Reifenschäden vierter. Für Schotter-Spezialist Kosti Katajamäki war nicht mehr als Rang fünf möglich. Alessandro Broccoli wurde im besten Fiat Punto sechster. Beim JWRC-Debüt des Citroen C2 fuhr Kris Meeke auf Rang sieben und kassierte zwei WM-Punkte.
JWRC-Klassement nach 20 Wertungsprüfungen:
1. Bernardi/Fortin (Renault Clio) + 3:58.08,7 Stunden
2. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 3.00,8 Minuten
3. Baldacci/Bernacchini (Suzuki Ignis) + 3.57,7 Min.
4. Cols/Godde (Renault Clio) + 4.26,8 Min.
5. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) + 7.13,3 Min.
6. Broccoli/Agnese (Fiat Punto) + 7.22,5 Min.
7. Meeke/Patterson (Citroen C2) + 8.51,1 Min.
8. Scorcioni/Florian (Fiat Punto) + 9.58,7 Min.
9. Latvala/Antilla (Suzuki Ignis) + 15.32,7 Min.
10. Betti/Rosso (Renault Clio) + 20.41,1 Min.
11. Rautenbach/Jones (Citroen Saxo) + 22.09,6 Min.
WP-Bestzeiten:
Bernardi 11; Pons 3; Cols und Baldacci je 2; Andersson 1.
WP-Bestzeiten in der Saison 2004:
Bernardi 33; Baldacci 23; Andersson 20; Katajamäki 14; Wilks 12; Meeke 10; Cols 7; Aava und Pons je 3; Broccoli und Chicherit je 1.
Endstand in der JWRC 2004:
1. Andersson 39; 2. Bernardi 37; 3. Wilks 34; 4. Katajamäki 31; 5. Baldacci 23; 6. Cols 21; 7. Meeke 18; 8. Aava 16; 9. Pons 12; 10. Broccoli 9; 11. Marshall, Chicherit und Latvala je 5; 14. Cecchettini, Betti und Scorcioni je 3; 17. Rautenbach 2; 18. Tabaton 1; 19. Barratt und Biasion ohne Punkte.