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2004-10-31 18:32:16 - ju
WRC: Zweiter Sieg in Folge für Markko Märtin

Markko Märtin siegte bei der Rallye Catalunya, dem 15. von 16 WRC-Läufen
Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen feierte Markko Märtin einen Gesamtsieg. Am Steuer des Ford Focus WRC hatte der Este nach 20 Wertungsprüfungen im Rahmen der Rallye Catalunya 23,2 Sekunden Vorsprung auf Marcus Grönholm im Peugeot 307. Lokalmatador Carlos Sainz wurde bei seinem letzten heimischen WM-Lauf dritter. Vor dem anschließenden Lauf in Australien können somit Märtin, Sainz und Vorjahresweltmeister Petter Solberg noch Vize-Weltmeister werden.

Auf den finalen sechs der insgesamt 20 Wertungsprüfungen lieferten sich Grönholm und Sainz ein packendes Duell um Rang zwei. Die beiden konnten zwar den Abstand auf Märtin etwas verringern, doch Fords Nummer eins fuhr taktisch klug den dritten Saisonsieg nach Mexico und Korsika entgegen. „Der Druck war gewaltig und es war nicht einfach, die richtige Mischung aus Speed und Kontrolle zu finden. Ich bin froh, am Ende gewonnen zu haben“, gab Märtin zu.

Trotz des verpassten Sieges war Grönholm zufrieden. „Wir hatten in diesem Jahr sehr viel Pech. Mit diesem zweiten Platz haben wir das beste Asphaltergebnis für den 307 erreicht. Das war endlich mal eine gute Rallye“, meinte der zweifache Weltmeister im Ziel. Beim letzten WRC-Start in seinem Heimatland auf dem Podium zu stehen, hatte sich Carlos Sainz gewünscht. „Eine gute Rallye und ein gutes Ergebnis. Danke an die Fans und Danke an Citroen!“

Als vierter konnte sich Stephane Sarrazin im Subaru Impreza des französischen Importeurs vor Werks-Pilot Petter Solberg bis ins Ziel behaupten. Der entthronte Weltmeister erhöhte auf den letzten Prüfungen den Druck, schlussendlich fehlten aber 16,3 Sekunden auf den ehemaligen Formel 1-Testfahrer. Sarrazin hatte übrigens mit einer Gesamtbestzeit in WP 15 für Aufsehen gesorgt. Sicherlich auch ein Verdienst der Michelin-Reifen während die beiden Werks-Impreza mit - auf Asphalt bekanntlich langsamen – Pirelli-Pneus unterwegs waren.

Ganze 0,2 Sekunden trennten im Ziel die beiden Mitsubishi Lancer WRC von Daniel Sola und Gianluigi Galli. Der Italiener vergab die reelle Chance auf Rang sechs bei einem Frühstart auf WP 18, die mit zehn Strafsekunden geahndet wurden. Um den letzten WM-Zähler kämpften bis zum letzten Meter die beiden Finnen Toni Gardemeister im schnellsten Skoda Fabia und Subaru-Pilot Mikko Hirvonen. Dank zwei viertbesten Zeiten hatte sich Gardemeister am Morgen vorgekämpft. Doch dann ließen die Kräfte nach, bedingt durch eine Grippe und Fieber.

In der Marken-WM sind alle Positionen bezogen. Citroen stand schon vor Spanien als Titelverteidiger fest. Ford ist Dank Märtins Sieg sicherer zweiter vor Subaru. Peugeot hat hingegen keine Chance mehr, die Japaner einzuholen.

WRC-Gesamtklassement nach 20 Wertungsprüfungen:
1. Märtin/Park (Ford Focus WRC) 3:40.43,8 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 23,2 Sekunden
3. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 37,7 Sek.
4. Sarrazin/Privato (Subaru Impreza) + 2.50,4 Minuten
5. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 3.06,7 Min.
6. Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) + 4.05,7 Min.
7. Galli/D`Amore (Mitsubishi Lancer) + 4.05,9 Min.
8. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 4.31,7 Min.
9. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 4.37,6 Min.
10. Vouilloz/Giraudet (Peugeot 206) + 4.45,0 Min.
11. Schwarz/Hiemer (Skoda Fabia) + 5.27,0 Min.
12. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 6.48,0 Min.
13. Warmbold/Price (Ford Focus) + 9.05,3 Min.

wichtige Ausfälle:
nach WP 8: Loeb/Elena (Citroen Xsara) Ölwanne
nach WP 6: Duval/Prevot (Ford Focus) Rad ab
WP 3: Loix/Smeets (Peugeot 307) Elektrik

WP-Bestzeiten:
Grönholm 6; Märtin 4; Duval und Loeb je 3; Sainz 2; Sarrazin 1.

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 108; 2. Solberg 82; 3. Märtin 79; 4. Sainz 73; 5. Grönholm 62; 6. Duval 47; 7. Hirvonen 24; 8. 8. Rovanperä 20; 9. Tuohino 16; 10. Loix 9; 11. Sarrazin 8; 12. Carlsson 6; 12. Panizzi, Navarra und Galli je 5; 16. Robert und Stohl je 4; 18. H.Solberg, Perez-Companc, Paasonen, Gardemeister, Warmbold und Sola je 3; 24. Valimäki, Ginley und Pozzo 2; 27. Burri, Vovos, Campos und Schwarz je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 184; 2. Ford 137; 3. Subaru 117; 4. Peugeot 93; 5. Mitsubishi 17.


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