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2004-10-31 14:58:30 - ju
CHC: Jörg Weber gewinnt den Meistertitel

(c) ks design
Weber hatte am Ende knapp die Nase vorne
Jörg Weber aus Kehrig im Kreis Mayen ist der neue Meister im Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Pokale“. Der 36jährige lenkte seinen Ford Escort RS2000 zum fünften Saisonsieg bei den Specials bis 2000 ccm, seinem zehnten CHC-Erfolg insgesamt. Mit 112,93 Punkten hatte der KfZ-Meister knapp die Nase vorn gegenüber Karl-Eduard Reinders (Mönchengladbach) und Matthias Holle (Diez). Große Freude natürlich auch bei Hankook-Rennleiter Manfred Sandbichler, denn gleich in der CHC-Debütsaison eroberte mit Jörg Weber einer der Hankook-Piloten den Titel. Gesamtsieger des „Bergischen Schmied“, ausgerichtet vom Bergischen Motor Club Wuppertal e. V. im ADAC, wurden Wilhelm Dohmen/Jochen Krumbach (Aachen/Eschweiler) im BMW M3 E30 2,0.

Neun Teams hatten vor dem Finallauf noch theoretische Chancen auf den begehrten Titel. Mit den besten Chancen waren Klaus und Julia Flint aus Melle an den Nürburgring gekommen. Doch bereits in der dritten Runde verendete der Motor im Tost-Honda Integra Type-R. Hatte das Vater-Tochter-Team beim achten Lauf noch Glück, als kurz vor Schluss eine Antriebswelle brach und Dank fremder Hilfe das Ziel noch erreicht wurde, so war dieses Mal die Fahrt in der vierten von 15 Runden vorzeitig zu Ende.

Auch Halbzeitmeister Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) sollte mit dem Harosa-BMW M3 E36 das Ziel nicht sehen. Zunächst hatte der Westerwälder noch Glück, als im Bereich Schwalbenschwanz das Gaspedal brach und ein Unfall soeben vermieden werden konnte. In Runde zehn krachte Salzer dann ausgangs Fuchsröhre in die Leitplanken und musste aufgeben. Fast zeitgleich endete die Fahrt von Jürgen Schulten/Ludger Henrich (Hamminkeln/Schmitten) im PPPC-Opel Corsa nach einem Unfall in der Hatzenbach.

So blieb ein Titel-Zweikampf zwischen Jörg Weber und Karl-Eduard Reinders, wobei Letztgenannter die leicht besseren Karten hatte. Ein Klassensieg in der Gruppe F/H bis 2000 ccm und der Pilot vom MSC Odenkirchen wäre Meister, unabhängig von Webers Abschneiden. Doch für Reinders im Niemeyer-Peugeot 205 war es schlicht und einfach zu trocken und gegen die leistungsmäßig überlegenen Dohmen/Krumbach sowie Udo Wachsmuth/Bastian Kraus (Nachrodt/Dortmund) im Escher-VW Golf war der Mönchengladbacher chancenlos. Dennoch überquerte Reinders mit geballter Faust den Zielstrich und freute sich als Vizemeister mächtig über seinen bisher größten Erfolg.

Den größten Jubel gab es freilich in der Mannschaft von JÖWE-Motorsport. Jörg Weber hatte gekämpft wie ein Löwe und mit einer fehlerfreien Leistung den Titel unter Dach und Fach gebracht. „Ein Riesendank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben“, freute sich der 36jährige. „Hankook hat super Reifen geliefert und mit Castrol lief alles wie geschmiert!“ Ein kleines bisschen Glück gehört immer zum Erfolg: Markenkollege Bastian Hüttinger aus Neuenstein drehte zwar die schnelleren Sprintrunden, sammelte aber 140 Strafpunkte in den Sollrunden und hatte im Ziel 100 Punkte Rückstand auf Weber.

Hinter Reinders beendete Matthias Holle mit dem Edgar Dören Motorsport-Porsche 993 GT2 die Saison als Dritter. Der größte CHC-Erfolg für das Team des im April 2004 verstorbenen Wuppertalers Edgar Dören. Und das man auch mit einem kleinen und günstigen Fahrzeug ganz nach vorne fahren kann, bewies Tobias Trunz mit dem VW Lupo 1,4. Der Krefelder sah in allen Veranstaltungen den Zielstrich und feierte sechs Klassensiege in der Gruppe N/F2005 bis 1600 ccm. Der vierte Endrang war wenige Tage nach seinem 26. Geburtstag der verdiente Lohn für eine tolle Saison. Mit dem dritten Saisonsieg bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm verbesserten sich Ralf Grass aus Ueden und Löhmer-Pilot Torsten Kratz (Mönchengladbach) mit dem GR-BMW 318iS noch auf den fünften Schlussrang.
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