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2004-10-28 23:27:30 - ju
WRC: Spannung auf der iberischen Halbinsel

Abschied vor heimischen Publikum: Carlos Sainz
Innerhalb von zwei Wochen steht mit der Rallye Catalunya ein weiterer Asphalt-Event auf dem Programm. Zwar stehen mit Sebatién Loeb und Citroen die beiden Weltmeister zwei Läufe vor Schluss bereits fest, dennoch verspricht der spanische WM-Lauf spannend zu werden. 20 Wertungsprüfungen über knapp 400 Kilometer werden rund um den Urlaubsort Lloret de Mar abgespult, 58 Teams haben für den 15. von 16. WRC-Läufen genannt.

Nach vier zweiten Plätzen in Folge brennt Loeb natürlich wieder auf einen Sieg. Zu sehr war dem Franzosen in den letzten Läufen anzumerken, nur taktisch möglichst viele WM-Punkte einzufahren. Teamkollege Carlos Sainz, der am Ende der Saison zurücktreten wird, peilt natürlich einen Sieg bei seinem Abschied auf heimischem WM-Boden an. „El Matador“ hatte bei seiner Heimrallye zuletzt 1995 triumphiert. Mit derzeit 67 Zählern liegt Sainz auf dem vierten WM-Rang, kann aber bei nur elf Punkten Rückstand auf Petter Solberg noch Vizeweltmeister werden.

Für den entthronten Champion wird Spanien ähnlich schwierig – sprich chancenlos – sein wie Korsika. Subaru, Pirelli und Solberg sind auf Schotter fast unschlagbar, aber genau das Gegenteil auf Asphalt. Mehr als Platz fünf war auf Korsika nicht möglich und in Spanien wäre eine Verbesserung eine Überraschung. Bärenstark präsentierten sich die Ford-Piloten Markko Märtin und Francois Duval auf Korsika. Können sie an der Costa Brava die Leistung wiederholen? Der Este liegt nur neun Punkte hinter Solberg in der Tabelle.

Gleich mit drei Teams kehrt Mitsubishi in die WRC zurück. Und wenn der Lancer im bisherigen Saisonverlauf ebenbürtig war, dann auf Asphalt. Mit Gilles Panizzi, Daniel Sola und Gigi Galli greifen zudem drei Asphaltexperten ins Lenkrad. Ein gutes Ergebnis in Spanien dürfte daher zu erwarten sein. Skoda hatte zuletzt einen Aufwärtstrend, der auch rund um Lloret de Mar fortgesetzt werden soll. Armin Schwarz, der auf Korsika seinen ersten Saisonzähler einfuhr, und Toni Gardemeister sind wie gewohnt die Piloten.

Die Rallye Catalunya ist gleichzeitig auch der siebte und letzte Lauf zur Junior-World-Rally-Championship. Vier Piloten – Guy Wilks, Per-Gunnar Andersson, Nicolas Bernardi und Kosti Katajamäki – können noch die Nachfolge von Brice Tirabassi antreten. Nach einem Sieg und einem zweiten Rang zu Saisonbeginn lief es für den Renault-Piloten Bernardi alles andere als nach Plan. Zu überlegen war die Suzuki-Streitmacht. Die Gelben gelten auch in Spanien als Favoriten, frei nach dem Motto: Einer der drei wird schon durchkommen.

Wichtige Starter Rallye Catalunya:
WRC: 1 P. Solberg, 2 Hirvonen (beide Subaru Impreza), 3 Loeb, 4 Sainz (beide Citroen Xsara), 5 Grönholm, 6 Loix (beide Peugeot 307); 7 Märtin,
8 Duval (beide Ford Focus); 9 Panizzi, Sola (beide Mitsubishi Lancer) ;
11 Schwarz; 12 Gardemeister (beide Skoda Fabia); 14 Galli (Mitsubishi);
15 Kopecky (Skoda); 16 Warmbold (Ford Focus); 17 Voullioz (Peugeot 206); 18 Sarrazin, 19 Boland (beide Subaru).

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 108; 2. Solberg 78; 3. Märtin 69; 4. Sainz 67; 5. Grönholm 54; 6. Duval 47; 7. Hirvonen 23; 8. 8. Rovanperä 20; 9. Tuohino 16; 10.
Loix 9; 11. Carlsson 6; 12. Panizzi und Navarra je 5; 14. Robert und Stohl je 4; 16. Galli, H.Solberg, Perez-Companc, Paasonen, Gardemeister, Warmbold und Sarrazin je 3; 23. Valimäki, Ginley und Pozzo 2; 26. Burri, Vovos, Campos und Schwarz je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 178; 2. Ford 127; 3. Subaru 108; 4. Peugeot 85; 5. Mitsubishi 17.

Stand in der JWRC:
1. Wilks 34; 2. Andersson 31; 3. Bernardi und Katajamäki je 27; 5.
Baldacci 17; 6. Aava, Meeke und COls je 16; 9. Pons 12; 10. Broccoli 6; 11. Marshall, Chicherit und Latvala je 5; 14. Cecchettini und Betti je 3; 16. Rautenbach und Scorcioni je 2; 18. Tabaton 1.
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