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2004-10-27 17:13:10 - ju
CHC: Spannung wie schon lange nicht mehr

(c) ks design
Weber könnte dem Duo-Flint noch den Titel streitig machen
Der Tag der Entscheidungen naht: Beim neunten und letzten Lauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ werden am kommenden Samstag die Würfel fallen. Und dieses Saisonfinale ist kaum an Spannung zu überbieten: 13 Piloten aus dem CHC können noch Meister werden, fünf im Rahmen der Michaela-Lochmann-Trophy. Die Distanz beträgt einmal mehr 15 Runden (312,45 Kilometer) auf der Nordschleife des Nürburgrings, der Start zum „Bergischen Schmied“ des Bergischen Motorclub Wuppertal e. V. im ADAC erfolgt gegen 13.30 Uhr.

Mit durchschnittlich 99 Startern (Stand vor dem letzten Lauf) konnte der CHC den guten Vorjahreswert um weitere sieben Fahrzeuge steigern. Ein erneuter Beweis für die Beliebtheit von Deutschlands ältester Tourenwagen-Serie. Doch nicht nur die Quantität, auch die Qualität ließ keine Wünsche offen. Keine Siegesserien Einzelner, sondern viele verschiedene Sieger im Gesamtklassement, in den Gruppen- oder auch Klassenwertungen. Fast jeder hat sein Streichergebnis – nur die besten sieben Ergebnisse kommen in Anrechnung – bereits in Anspruch genommen.

Mit den besten Titelchancen im CHC reisen Klaus und Julia Flint zum Eifelkurs. Mit dem Honda Integra Type-R siegte das Vater-Tochter-Team aus Melle bislang dreimal in der Gruppe H/F bis 2000 ccm, zuletzt bei den schwierigen Regenbedingungen beim achten Lauf. Der härteste Konkurrent Karl-Eduard Reinders aus Mönchengladbach startet mit seinem Peugeot 205 ebenfalls in dieser Klasse. Und da die Differenz netto nur 0,97 Punkte beträgt, wird vermutlich entscheidend sein, wer vor wem beim Bergischen Schmied ins Ziel kommt.

Nur 0,30 Punkte hinter dem Peugeot-Piloten folgt Jörg Weber (Kehrig) als drittbestes Auto. Mit seinem Ford Escort RS 2000 hat der Eifeler bereits den Titel in der Sonderwertung Hankook-Masters sicher, jetzt soll auch noch der CHC-Triumph folgen. In der Gruppe A/Specials bis 2000 ccm hatte Weber bislang fünf Mal die Nase vorn. Und nicht zu vergessen Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod mit seinem BMW M3 E36. In der Gruppe F2005 über 2000 ccm war der HAROSA-Pilot bislang fünf Mal erfolgreich und mit einem sechsten Sieg kann auch hier noch der Sprung an die Tabellenspitze erfolgen.

Theoretische Chancen auf den CHC-Titel dürfen sich auch noch Matthias Trunz (VW Lupo 1,4), Matthias Holle (Edgar Dören-Porsche), Ludger Henrich/Jürgen Schulten (PPPC-Opel Corsa), Ralf Grass/Torsten Kratz (GR-BMW 318) sowie Jochen Krumbach/Wilhelm Dohmen (KRS-BMW M3) ausrechnen.

In der Michaela Lochmann-Trophy, dem so genannten CHC light mit weniger Gesamtdistanz und nur einer Sprintrunde, sah es lange Zeit nach einem Durchmarsch von Holger Träger aus Bochum aus. Der VW Golf-Pilot dominierte die ersten Läufe bei den Specials bis 2000 ccm und wurde mit seinem VW Golf auch Halbzeitmeister. Doch nach drei sieglosen Läufen ist die Konkurrenz wieder näher gekommen. Titelverteidiger Christof Degener aus Hattingen hatte zuletzt zweimal bei den Specials bis 2000 ccm die Nase vorn und kann sogar erneut Meister werden.

Das wollen auch zwei Teams von den Specials bis 1600 ccm. Der zweifache Saisonsieger Guido Sälzer (Sprockhövel) hat mit seinem NSU TT ebenfalls noch Titelchancen wie die Solinger Michael Drexelius/Bastian Teiwes mit ihrem Opel Kadett D.
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