 |
WRC: Loeb und Citroën sind Weltmeister

|
 |
Citroen und Loeb ließen beim Heimevent nichts anbrennen |
 |
 |
 |
 |
| Die Würfel sind gefallen: Sebastién Loeb und Citroen sicherten sich bereits beim drittletzten Saisonlauf zur Rallye-Weltmeisterschaft vorzeitig die WM-Titel. Dem Franzosen reichte dafür auf Korsika ein zweiter Platz hinter Markko Märtin im Ford Focus, der nach Mexico seinen zweiten Saisonsieg feierte. Und gemeinsam mit dem drittplatzierten Teamkollegen Carlos Sainz sammelte Loeb so viele Punkte für seinen Arbeitgeber in der Herstellerwertung, dass Verfolger Ford auch theoretisch keine Chancen mehr hat.
Die Entscheidung in der Marken-WM fiel auf der ersten Prüfung (WP 9) der heutigen Etappe. Francois Duval, nach dem ersten Tag noch vorne und beim Re-Start heute morgen zweiter, mußte seinen Ford Focus mit Motorschaden abstellen. Das blue oval hätte schon beide Fahrzeuge im Ziel benötigt, um zumindest noch theoretisch Citroen bei den Herstellern gefährden zu können. Da Loeb und Sainz aber unmittelbar folgten, hatte der Ausfall des Belgiers eigentlich keine Auswirkung mehr auf die Hersteller-Krone. Das PSA-Gruppenmitglied wäre heute so oder so Weltmeister geworden.
Und auch der Fahrer-Wertung war die Spannungskurve bereits am ersten Tag genommen worden. Zu überlegen hielt sich Sebastién Loeb dort auf, wo er auf jeden Fall die Rallye beenden mußte: unter den ersten vier. Verfolger Petter Solberg war in Napoleons Heimat dieses Jahr chancenlos, trotz des von gewünschten Regens auf einigen Prüfungen. Einzig in WP neun markierte der Norweger eine Bestzeit, mehr als Platz fünf hinter Marcus Grönholm im besten Peugeot 307 war nicht möglich.
Im Kampf um die Vize-WM hinter Loeb hat der Weltmeister von 2003 weiterhin die besten Chancen. Der Subaru-Pilot hat bei zwei noch ausstehenden Events nun 78 Zähler auf dem Konto, neun mehr als Märtin und elf mehr als Sainz. Armin Schwarz sammelte am Steuer des Skoda Fabia als achter seinen ersten WM-Punkt der laufenden Saison.
Gesamtklassement nach 12 Wertungsprüfungen:
1. Märtin/Park (Ford Focus) 4:11.51,4 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 2.02,0 Minuten
3. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.55,3 Min.
4. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 3.29,1 Min.
5. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 5.06,3 Min.
6. Sarrazin/Privato (Subaru Impreza) + 7.09,1 Min.
7. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 8.21,2 Min.
8. Schwarz/Hiemer (Skoda Fabia) + 9.08,3 Min.
9. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 9.35,3 Min.
10. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 11.58,2 Min.
wichtige Ausfälle:
WP 9: Duval/Prevot (Ford Focus) Motorschaden
nach WP 7: Bengue/Escudero (Peugeot 206) Unfall (Rad ab)
WP 5: Robert/Bedon (Peugeot 307) Unfall
nach WP 2: Vouilloz/Giraudet (Peugeot 206) Motor überhitzt
WP-Bestzeiten:
Märtin 7; Duval 3; P.Solberg und Loeb je 1.
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb 108; 2. Solberg 78; 3. Märtin 69; 4. Sainz 67; 5. Grönholm 54; 6. Duval 47; 7. Hirvonen 23; 8. 8. Rovanperä 20; 9. Tuohino 16; 10. Loix 9; 11. Carlsson 6; 12. Panizzi und Navarra je 5; 14. Robert und Stohl je 4; 16. Galli, H.Solberg, Perez-Companc, Paasonen, Gardemeister, Warmbold und Sarrazin je 3; 23. Valimäki, Ginley und Pozzo 2; 26. Burri, Vovos, Campos und Schwarz je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 178; 2. Ford 127; 3. Subaru 108; 4. Peugeot 85; 5. Mitsubishi 17.
Verwandte News: Die Fordsetzung auch am zweiten Tag Ford vorne, Loeb souverän Drei Matchbälle für Citroen |  |