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WRC: Die Fordsetzung auch am zweiten Tag

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Mit Feuer unter der Haube zum Etappensieg: Markko Märtin |
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| Die beiden Ford-Piloten dominierten auch die zweite Etappe der Rallye Korsika. Markko Märtin und Francois Duval feierten eine Reihe von Doppelsiegen auf den vier Wertungsprüfungen und bauten ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Dank drei Bestzeiten konnte Märtin allerdings am Belgier vorbeiziehen und die Führung übernehmen. Sebastien Loeb liegt auf einen komfortablen dritten Rang, der ihm den vorzeitigen WM-Titel bescheren würde.
Auf den heutigen vier Prüfungen machten die beiden Ford-Piloten alles richtig: Set-up, Reifenwahl und Fahrkönnen. Trotz der anspruchsvollen Witterungsverhältnisse – Regen, Nebel, Hagel, verschlammte Pisten – setzen Märtin und Duval ihr hohes Tempo „ford“. Der Este gewann die Auftaktprüfung (WP 5) und übernahm auch die Führung, die er bis zum Etappenziel nicht mehr abgeben sollte. Einzig Duval konnte in Prüfung sieben eine Bestzeit markieren.
Eine Schrecksekunde hatte Märtin in der letzten Prüfung: Rund vier Kilometer vor dem Ziel der 40,94 Kilometer langen WP begann unter der Motorhaube ein kleines Feuer. „Daher mussten wir uns beeilen, ins Ziel zu kommen“, erklärte Märtin seine überlegene Bestzeit. „Nach dem Ziel haben wir dann gelöscht, Öl hatte sich entzündet. Die Servolenkung ist leider beschädigt worden, ich hoffe, dass unsere Mechaniker das in der erlaubten Servicezeit beheben können.“
Wie ein Champion fuhr Sebastien Loeb. Der Franzose würde sicherlich viel lieber Jagd auf die beiden Ford Focus machen, aber das Risiko eines Problems oder Unfalls wäre dann um ein Vielfaches höher. Somit beschränkte sich Citroens Speerspitze auf die Sicherung des dritten Platzes. Loeb hat auf seinen Teamkollegen Carlos Sainz über eine Minute Vorsprung, und selbst ein vierter Rang würde zum vorzeitigen Titelgewinn reichen. Auch zur Hersteller-Krone wohlgemerkt!
Petter Solberg, der einzige WM-Rivale, hat als sechster über vier Minuten Rückstand und kann die Titelverteidigung wohl abhaken. „So ganz verstehe ich nicht, wo wir die Zeit verlieren, denn eigentlich sind Auto, Reifen und ich gut drauf“, rätselte der Norweger im Ziel. Während Mikko Hirvonen mit dem zweiten Werks-Subaru nur elfter ist, konnte sich Subaru-Privatier Stephane Sarrazin auf Platz sieben verbessern.
Marcus Grönholm ist als bester Werks-Peugeot 307 derzeit fünfter, aber Teamkollege Cedric Robert mußte seinen Boliden nach einem Unfall in WP fünf abstellen. Der Franzose hatte nach Aquaplaning – auf rund zehn Meter Länge lief Bergwasser quer über die Strasse – die Kontrolle verloren und war frontal in einen Felsen geknallt. Freddy Loix ist mit dem dritten 307 achter. Die beiden Skoda Fabia runden die Top Ten ab. Armin Schwarz verlor rund zwei Minuten nach Hydraulikproblemen (WP 6) und einem Dreher (WP 7).
In der Gruppe N hat Xavier Pons mittlerweile fast zwei Minuten Vorsprung. Der Rallye Deutschland-Sieger verbuchte auch am heutigen Tag drei der vier möglichen Bestzeiten für sich. Nur sein Landsmann Daniel Sordo war in WP 7 schneller. Sebastien Vollak mußte zweimal in einer Prüfung einen Reifen wechseln und rutschte somit auf den viertletzten Platz ab.
Gesamtklassement nach 8 von 12 Wertungsprüfungen:
1. Märtin/Park (Ford Focus WRC) 3:02.39,2 Stunden
2. Duval/Prevot (Ford Focus) + 20,8 Sekunden
3. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 1.08,3 Minuten
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 2.28,5 Min.
5. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 3.03,4 Min.
6. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 4.28,2 Min.
7. Sarrazin/Privato (Subaru Impreza) + 5.26,6 Min.
8. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 6.20,4 Min.
9. Schwarz/Hiemer (Skoda Fabia) + 7.38,1 Min.
10. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 7.48,1 Min.
11. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 9.02,9 Min.
12. Carlsson/Andersson (Peugeot 206) + 9.48,8 Min.
wichtige Ausfälle:
nach WP 7: Bengue/Escudero (Peugeot 206) Unfall (Rad ab)
WP 5: Robert/Bedon (Peugeot 307) Unfall
nach WP 2: Vouilloz/Giraudet (Peugeot 206) Motor überhitzt
Gruppe N-Klassement nach 8 von 12 Wertungsprüfungen:
1. Pons/Julia (Mitsubishi Lancer) 3:19.40,5 Stunden
2. Sordo/Del Barrio* (Mitsubishi Lancer) + 1.48,5 Minuten
3. McShea/Orr (Subaru Impreza) + 2.52,8 Min.
4. A.McRae/Senior (Subaru Impreza) + 3.26,3 Min.
5. Latvala/Anttila* (Subaru Impreza) + 5.57,6 Min.
6. Higgins/Gibson (Subaru Impreza) + 6.42,5 Min.
7. Nutahara/Hayashi (Mitsubishi Lancer) + 7.41,8 Min.
8. Kuchar/Gerber (Mitsubishi Lancer) + 8.40,2 Min.
9. Trivino/Barrabes (Mitsubishi Lancer) + 8.47,2 Min.
10. Al Attiyah/Patterson (Subaru Impreza) + 10.58,6 Min.
19. Vollak/Kölbach (Mitsubishi Lancer) + 38.36,1 Min.
*nicht eingeschrieben in PCWRC
wichtige PCWRC-Ausfälle:
WP 3 : Ligato/Curletto (Subaru Impreza) technischer Defekt
WP 2: Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) Getriebe
WP 1: Galli /D´Amore (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
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