RAID: Masuoka und Schulz stehen in Dubai kurz vor dem Sieg
Masuoka / Schulz bauen Vorsprung an der Spitze mit zweitem Tagessieg aus
Nach einer Bestzeit auf der vierten und damit letzten Prüfung der UAE Desert Challenge stehen Hiroshi Masuoka und sein deutscher Beifahrer Andreas Schulz kurz vor dem Gesamtsieg beim vorletzten Lauf zum Marathon-Weltcup. Nachdem der Veranstalter die Abschlussprüfung wegen der Überschneidung mit dem Fastenmonat Ramadan gestrichen hat, trennt nur noch die morgige nicht gezeitete Verbindungsetappe vom Wüsten-Biwak in Moreeb nach Dubai die Dakar-Sieger des Jahres 2003 von ihrem nächsten großen gemeinsamen Triumph im Cockpit eines Mitsubishi Pajero Evolution.
Tagessieger Masuoka und Teamkollege Stéphane Peterhansel waren auf der 255 Kilometer langen Schleife rund um Moreeb die beiden einzigen Piloten, die unter der Drei-Stunden-Marke blieben. Masuoka wurde mit 2:52.56 Stunden gestoppt, Peterhansel lag nur 55 Sekunden zurück. Der Franzose erklärte, wie die Differenz zustande kam: "Da wir vor Hiroshi gestartet sind, haben wir auf ihn gewartet, um Geleitschutz zu bieten. Die Prüfung war sehr schön mit vielen Dünen."
Volkswagen Werksfahrerin Jutta Kleinschmidt hat ihren Ruf als „Wüsten-Königin“ erneut bekräftigt: Die ‚Dakar’-Siegerin von 2001 erreichte mit Co-Pilotin Fabrizia Pons auf der vierten Etappe unter äußerst harten Bedingungen mit über 45 Grad Hitze und extrem weichem Sand Rang vier. Ihre Teamkollegen Juha Kankkunen/Juha Repo und Bruno Saby/Michel Périn mussten dagegen dem Sand Tribut zollen. Vier Mal blieb der viermalige Rallye-Weltmeister im Sand stecken und verlor auf der 256 Kilometer langen Etappe mit Start und Ziel in der Moreeb-Wüste rund eine Stunde. Damit büßte Kankkunen den Podiumsrang ein, den er am Vortag belegt hatte, und rutschte auf Rang vier ab – der voraussichtliche Schlussrang, da am Freitag nur eine Verbindungsetappe nach Dubai gefahren wird. Auch Saby/ Périn blieben im Sand stecken, mussten zu Schaufel und Sandbrettern greifen. Unglücklicherweise blieb die körperliche Anstrengung auf Grund eines defekten Anlassers unbelohnt.
Andrea Mayer trat nach ihrem Motorschaden auf der dritten Etappe nicht mehr an.