Auf Sardinien feierte Petter Solberg den fünften Saisonsieg
Gegen Petter Solberg ist derzeit in der Rallye-Weltmeisterschaft kein Kraut gewachsen: Beim italienischen WM-Lauf auf Sardinien feierte der Norweger seinen dritten Sieg in Folge, den fünften in dieser Saison insgesamt. Nach 19 Wertungsprüfungen hatte der Subaru-Pilot über zwei Minuten Vorsprung auf Tabellenführer Sebastien Loeb, der dicht vorm ersten Titelgewinn steht. Mit Carlos Sainz fuhr auch der zweite Citroen-Pilot aufs Podium.
Auch auf der letzten von drei Etappen war Solberg das Mass der Dinge. Weitere vier von sechs möglichen Bestzeiten gingen auf das Konto des amtierenden Weltmeisters. Sebastien Loeb und Marcus Grönholm markierten die anderen beiden.
Um Platz drei lieferten sich Sainz und Markko Märtin einen spannenden Kampf. Märtin touchierte in WP 14 einen Stein, aber nur eine Felge wurde leicht beschädigt. Eine Prüfung später zog der Ford-Pilot dann am Spanier vorbei, ehe in Prüfung 16 der Motor kollabierte. Märtin erreichte zwar noch das WP-Ziel, mußte den Focus dann aber abstellen.
Trotz des neuerlichen Triumphs von Solberg wird Sebastien Loeb der Fahrertitel kaum noch zu nehmen sein. Drei Läufe vor Schluss hat der Franzose 26 Punkte Vorsprung auf Solberg. Ein Vierter Rang bei den ausstehenden Events würde bereits die Entscheidung bedeuten. Und mit Korsika und Katalonien folgen zwei Asphaltrallies, dem vermeintlichen Lieblingsbelag des Franzosen.
In der Marken-WM fehlen Citroen noch ganze zwei Zähler zur Verteidigung des Titels. 14 Punkte sammelten Loeb und Sainz auf Sardinien, während Verfolger Ford nur fünf Punkte einfahren konnte. Francois Duval wurde hinter Subaru-Privatier Andrea Navarra fünfter. Auf den grossartigen sechsten Gesamtrang kam Gianluigi Galli mit dem Gruppe N-Mitsubishi Lancer. Seine ersten WM-Zähler in dieser Saison, trotz seiner diversen Starts im Werks-Lancer WRC. Damit egalisierte Galli das bislang beste Saisonergebnis für Mitsubishi nach Monte Carlo (Panizzi im WRC).
Als siebter kassierte Marcus Grönholm noch zwei Zähler für die Fahrer- und vier für die Marken-WM, nachdem der Finne am zweiten Tag über 20 Minuten nach einem Turbodefekt eingebüßt hatte. Anthony Warmbold fuhr mit seinem drei Jahre alten Ford Focus zum dritten Mal in diesem Jahr auf Platz acht.
Gesamtklassement nach 19 Wertungsprüfungen:
1. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 4:43.47,9 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 2.07,9 Minuten
3. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 3.20,9 Min.
4. Navarra/Fedeli (Subaru Impreza) + 10.16,1 Min.
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 10.48,0 Min.
6. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer) + 25.11,6 Min. (1. Gruppe N)
7. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 26.39,2 Min.
8. Warmbold/Price (Ford Focus) + 28.03,2 Min.
9. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 29.03,6 (1. Super 1600)
10. Andreucci/Andreussi (Fiat Punto) + 31.01,9