Diverse: Gemeinsames Reglement für Langstreckenfahrzeuge
Fast 30 Veranstaltungen in 2005: Fahrzeuge gemäß Reglement 24h-Spezial
Ein enorm ausgeweitetes Betätigungsfeld bietet sich ab der kommenden Motorsport-Saison für die besten Langstrecken-Teams Deutschlands. Bei einer gemeinsamen Tagung beschlossen die Reglementsmacher des ADAC Zürich 24h-Rennens gemeinsam mit den Technik-Experten von DMSB, BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) und der ab dem kommenden Jahr neu ins Leben gerufenen ADAC Procar-Serie im Rahmen der Beru Top 10 gemeinsame Strukturen für die technischen Reglements aller Serien ins Leben zu rufen.
Die Basis bildet das seit Jahren bewährte technische Reglement des 24h-Rennens, das bereits mehrfach mit der VLN abgeglichen wurde und dessen Eckdaten erhalten bleiben. Das gemeinsame Ziel ist es, den Langstreckenteams ein verlässliches, stabiles und planungssicheres Reglement zu bieten, welches für möglichst viele Fahrzeuge offen ist. Mit der damit zur Verfügung stehenden breiteren Auswahl an Veranstaltungen und Strecken wird der Einstieg in die nationalen Langstrecken-Rennen in Zukunft für noch mehr Teams attraktiv.
Gemeinsames Technik-Gremium
Gemeinsam haben VLN, Procar und ADAC Zürich 24h-Rennen in Zukunft unter anderem die Divisionen „E1“ und „24h-Spezial“. Um in ihnen ein einheitliches technisches Reglement sicherstellen zu können, wurde ein konzertiertes Vorgehen beschlossen. Für die Ausgestaltung der Klasse E1, die bei den Langstrecken-Rennen unter anderem für die Renn-Fahrzeuge aus der DTM, der ALMS und der ehemaligen V8STAR die Basis darstellt, ist in Zukunft der Motorsport-Dachverband DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) zuständig. Die Klasse der 24h-Spezial, die eine Vielzahl weiterer attraktiver Rennfahrzeuge umfasst, wird in Zukunft einvernehmlich gestaltet: Eine Technikgruppe mit Vertretern des DMSB, des ADAC Nordrhein als Veranstalter des ADAC Zürich 24h-Rennens und der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) sowie der Top 10 Sport GmbH als Promotor der neu geschaffenen ADAC Procar-Serie erarbeitet künftig die Einstufungsrichtlinien. Gleichzeitig wird so auch eine Anlaufstelle geschaffen, die bei Fragen zum komplexen Technik-Regelwerk schon vor Umbauten am Fahrzeug kontaktiert werden kann und soll. Als erste Rahmendaten wurden die mehrjährige Stabilität des Regelwerkes und die maximale Hubraumgrenze von 6,2 Litern bereits festgelegt. Die Divisionen 24h-Spezial und E1 in der etwa Fahrzeuge aus DTM, ALMS, Ferrari Challenge, Porsche-Carrera-Cup und belgischer Procar erfasst werden, bleibt damit auch in Zukunft ein Herzstück für vielfältigsten und spannenden Motorsport.
Insgesamt bis zu 30 Veranstaltungen locken die Teilnehmer an
Schon in dieser Saison fanden die Teams mit E1- bzw. 24h-Spezial-Fahrzeugen und den anderen Divisionen eine attraktive Szene vor. Neben dem Saisonhöhepunkt beim ADAC Zürich 24h-Rennen stand ihnen die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft mit zehn Rennen sowie der Castrol-HAUGG-Cup mit neun Veranstaltungen zwischen Anfang April und Ende Oktober zur Verfügung. Zu den Nürburgring-Terminen kommen nun die Procar-Läufe im Rahmen der Beru Top 10 hinzu, die fünf weitere Strecken in Deutschland und dem benachbarten Ausland umfassen – insgesamt also rund 30 Gelegenheiten für den Einsatz der beliebten Boliden.