Rallye nat.: Fünfter Limes-Sieg für Norbert Moufang
Knapper Sieg für Moufang vor Häring
Bis zum letzten Meter lieferten sich Markus Moufang im Opel Kadett C und Opel Manta-Pilot Martin Häring einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg. Im Ziel nach sechs Wertungsprüfungen hatte Moufang - wenn auch nur mit sechs Sekunden Vorsprung – einmal mehr die Nase vorn. Für den Piloten vom MSC Horlofftal war es nach 1989, 1991, 1993 und 2003 der fünfte Gesamtsieg bei der ADAC Limes-Rallye.
Vor dem Haupt-Teilnehmerfeld nahmen als erste die 30 Teams des FULDA Historic-Rallye-Cup die Strecken in Angriff. Mit Begeisterung verfolgten die mehreren tausend Zuschauer, wie die Piloten mit ihre Rallyefahrzeugen aus den letzten 40 Jahren drifteten. „Porsche 911, BMW 2002, Audi Quattro und viele andere Rallyefahrzeuge vergangener Tage – einfach gigantisch.“ so ein Zuschauer an der Strecke.
Opel Kadett-Pilot Norbert Moufang und Beifahrerin Michaela Frenzel ließen die Stimmung unter den Zuschauern nochmals steigen, als sie mit ihren Opel Kadett C Coupé, der an der Seite die Startnummer eins hatte, mächtig Gas gaben. Hinter beiden nahmen Carsten Alexy/Karlheinz Knaus im Audi Quattro S2 und das BMW M3-Duo Udo Schiffmann/Sandro Matejka die Verfolgerrolle ein.
Für Furore jedoch sorgten Martin Häring und Beifahrer Stefan Schork, die in diesem Jahr bereits die Landsbergrallye gewinnen konnten. Häring/Schork konnten mit ihrem Opel Manta das Tempo von Moufang mitgehen und sorgten Dank zwei WP-Bestzeiten für das spannende Spitzenduell um den Gesamtsieg. Ganze vier Sekunden trennten die Eheleute Marc und Alexandra Färber im Mitsubishi Lancer Evo 4 sowie Alexy/Knaus beim Kampf um den dritten Gesamtrang.
Die mitfavorisierten Dirk Klemund/Markus Zimmermann kamen in Prüfung zwei mit ihrem Ford Escort Cosworth von der Strecke ab und sorgten für eine 30-minütige Unterbrechung. Direkt nach dem Start war auf einer langen Geraden das rechte Vorderrad samt Bremse und Antriebswelle abgerissen und hatte sich unter dem Fahrzeug verkantet. Resultat: Kopfüber im Bachbett gelandet und beide Piloten kamen mit dem Schrecken davon. Ebenfalls kopfüber – allerdings in einem Graben – endete die Rallye bereits in der Auftaktprüfung die die Lokalmatadoren Markus und Thomas Schmidtmeister im VW Golf GTi.
Mächtig Spass hatte auch Suzuki-Werksfahrer Nikolaus „Niki“ Schelle, der mehrfache Sieger der Super-1600-Klasse in der Rallye-DM. Suzuki Deutschland, die im kommenden Jahr beabsichtigen, die Limes-Rallye als Lauf zum Suzuki Ignis-Markenpokal auszuschreiben, hatte dem n-tv Fernsehjournalisten Michael Podlogar einen Ignis in Cup-Spezifikation zur Verfügung gestellt und Schelle fungierte hier einmal als Beifahrer – was ihm sichtlichen Freude bereitete. „Michael hat hier eine hervorragende Rallye gefahren und war sehr schnell,“ so Schelle. Am Ende belegten sie einen hervorragenden vierten Rang in ihrer Klasse.
Am Ende zogen die Teams, Zuschauer und der AMC Hungen eine durchweg positive Bilanz. Rallyeleiter Gerhard Krause und Karlheinz Raab, der 1.Vorsitzende des AMC Hungen, waren sich einig „Es war eine spannende Rallye vom ersten Meter an. Wir freuen uns das es wir viele anerkennende Rückmeldungen erhalten haben und bedanken uns noch einmal bei den genehmigenden Behörden und dem Verständnis der Anwohner entlang der Strecken.“
Endergebnis 14. ADAC Limes-Rallye:
1. Moufang/Frenzel (Opel Kadett C) 18.51 Minuten (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
2. Häring/Schork (Opel Manta) + 6 Sekunden
3. M.Färber/A.Färber (Mitsubishi Lancer Evo 4) + 16 Sek. (1. Gruppe N/F2005 über 2000 ccm)
4. Alexy/Knaus (Audi S2 Coupe) + 20 Sek. (1. Gruppe F über 2000 ccm)
5. Schiffmann/Mateika (BMW M3 E30) + 25 Sek.
6. Koch/Assmann (Opel Kadett C Coupe) + 37 Sek.
7. Kiehm/Ziebuhr (Opel Kadett C Coupe) + 38 Sek.
8. R.Honke/D.Honke (Ford Escort Cosworth) + 41 Sek.
9. Rexhausen/Stehr (Mitsubishi Lancer Evo 5) + 46 Sek.
10. Russner/Scheuring (BMW M3 E36) + 58 Sek.
12. Schuhey/Timmer (Opel Astra GSi) + 1.01 Minuten (1. Gruppe N/F2005 bis 2000 ccm)
17. Keil/Luther (VW Polo GTi) + 1.33 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
24. U.Strobel/L.Strobel (VW Polo) + 2.10 Min. (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
32. R.Müller/U.Müller (Audi 80 GT/E) + 2.47 Min. (1. Gruppe G)