Gegen Jordan war in der Lausitz kein Kraut gewachsen
Eine beeindruckende Vorstellung lieferte Kai Jordan (Wolfsburg) in der Division 2 der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft auf dem EuroSpeed-way Lausitz ab: Im VW Lupo GTI holte er die Pole-Position und sicherte sich sowohl im Sprint- als auch im Hauptrennen souverän den Sieg. Mit zwei sehr guten Starts konnte sich der Wolfsburger schon zu Beginn vom Verfolgerfeld absetzen und seinen Vorsprung sicher ins Ziel fahren. Zweiter im Rennen über 25 Minuten wurde Thomas Mühlenz (Bergisch Gladbach) im Citroën Saxo VTS vor seinem Markenkollegen Jörg Schramm (Neuss). Mit insgesamt fünf Saisonsiegen übernimmt Kai Jordan vor dem Finale in Oschersleben (8.–10. Oktober 2004) mit 227 Punkten die Führung in der Meisterschaft.
An Kai Jordan kam an diesem Wochenende keiner vorbei. Schnellster im Qualifying und in beiden Rennen ungefährdet zum Sieg – der Wolfsburger distanzierte die Konkurrenz auf dem 4,534 Kilometer langen EuroSpeedway Lausitz deutlich. „Das Auto war wirklich super vorbereitet“, ging der Dank des Siegers auch in Richtung Team. „Beide Starts waren nahezu perfekt, und ich konnte mich schon in den ersten Runden mit schnellen Zeiten deutlich absetzen“, erklärte Jordan seine Rennstrategie. „Danach habe ich das Tempo eigentlich kaum verringert, um im Falle eines Drehers nicht zu viel Vorsprung zu verlieren.“ Als Einziger musste der 35-Jährige kein Fahrzeug aus der Division 1 zur Überrundung passieren lassen, überquerte sogar wenige Sekunden vor dem Fallen der Zielflagge noch einmal den Zielstrich und absolvierte die letzte Runde allein. Jordan: „Ich wollte mich von den ‚Großen’ einfach nicht überrunden lassen.“ In beiden Rennen wurde Thomas Mühlenz als Zweiter gewertet. Aus der vierten Position in den 15-minütigen Sprint gestartet, profitierte er vom Duell der vor ihm liegenden Fahrer. Im Hauptrennen war sein zweiter Platz zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Als Dritter feierte Jörg Schramm sein bestes Saisonergebnis in der DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft. „Ich bin voll auf Angriff gefahren, aber Kai und sein Lupo waren heute nicht zu schlagen“, lobte der Neusser den Sieger. „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, und die Punkte sind wichtig für die Meisterschaft.“
Titelentscheidung erst beim Finale in Oschersleben
Mit der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern konnte sich Kai Jordan (227 Punkte) vom vierten auf den ersten Meisterschaftsrang katapultieren. Michael Neumeister (225 Punkte), im Sprint Dritter und im Rennen Vierter, liegt mit zwei Punkten Rückstand auf Platz zwei. Michael Bohrer (221 Punkte) musste die Tabellenführung abgeben und ist jetzt Dritter. Jörg Schramm ist mit 217 Punkten ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitze. Nur noch theoretische Chancen auf den Titel haben Guido Thierfelder und Thomas Mühlenz.